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Panasonic Camcorder HC-W858

Testbericht

Hersteller: Panasonic Listenpreis: 799 Euro Fazit:

Hochwertiger Camcorder mit vielen Optionen. Highlights sind vor allem die ausgezeichnete Bildqualität, die starke Zeitlupenfunktion in Full HD und die leistungsfähige Smartphone-App. Nicht ganz optimal ist die Bedienung über den kleinen Touchscreen.

Pro
  • gute Bildqualität
  • starke Zeitlupe in Full HD
  • gutes Mikrofon
  • leistungsfähige Smartphone-App
Contra
  • etwas unübersichtliche Menüs
  • umständliche Touchscreen-Bedienung
Testurteil
SEHR GUT
7,7
von 10 Punkten
7,7 stars

Panasonic HC-W858: Hightech-Camcorder mit Doppel-Kamera im Test

Panasonics kompakter Camcorder HC-W858 will mit einem schnellem Bildprozessor, neu konstruiertem Objektiv und innovativen Features auch Hobbyfilmer begeistern. Das CNET-Praxistest zeigt, welche Features sinnvoll sind und ob sich die Investition von 799 Euro lohnt.

Videos in Full-HD-Auflösung waren vor ein paar Jahren noch ein echtes Hightech-Merkmal. Heute beherrscht jede preiswerte Digicam das Full-HD-Format. Anwender, die Spaß am Videofilmen haben, kaufen sich meistens einen Camcorder. Ordentliche Geräte gibt es bereits ab 300 Euro, Full HD inbegriffen. Anspruchsvolle Hobbyfilmer gehen noch ein Schritt weiter und schaffen sich entweder eine digitale Spiegelreflexkamera oder einen hochwertigen Camcorder an.

Panasonics High-Definition-Camcorder HC-W858 kostet 799 Euro und gehört damit schon zur Oberklasse. Moderne Touchscreen-Bedienung, exzellente Bildqualität, schneller Bildprozessor und Wi-Fi – mit diesen Stichworten könnte man das Grundkonzept des HC-W858 umreißen.

Der Zoomhebel wird mit dem Ringfinger bedient, davor ist die Taste für den Fotomodus platziert. (Foto: Mehmet Toprak)

Der Zoomhebel wird mit dem Ringfinger bedient, davor ist die Taste für den Fotomodus platziert (Foto: Mehmet Toprak).

Design und Verarbeitung: solide und praxisnah

Trotz seiner zahlreichen Hightech-Features ist der Camcorder recht kompakt. Die Abmessungen betragen 139 mal 73 mal 65 Millimeter, das Gewicht liegt bei 360 Gramm. Ein guten Eindruck hinterlassen auch die stabilen Klappen, hinter denen sich der Slot für die Speicherkarte oder Anschlüsse für Kopfhörer beziehungsweise die Stromversorgung verbergen. Die Klappen schnappen präzise auf und zu. Andere Hersteller schützen die Anschlüsse oft mit billigen Gummideckeln.

Der Panasonic ist schnell einsatzbereit. Aktiviert wird der HC-W858 durch Ausklappen des LCD-Monitors und durch das Einklappen des Bildschirms auch wieder ausgeschaltet. Gleichzeitig öffnet und schließt sich auch die Schutzblende vor dem Objektiv.

Allerdings ist der Zoomhebel etwas ungünstig platziert. An der Stelle, an der bei korrekter Haltung des Camcorders der Zeigefinger liegt, ist nämlich der Fotoschalter platziert. Der Zoomhebel liegt dann unter dem Ringfinger. Das ist im Prinzip kein Problem, man gewöhnt sich schnell daran.

Leistung: exzellente Optik und schneller Prozessor

Der Bildsensor verarbeitet 6,03 Megapixel und ist damit wesentlich lichtempfindlicher und gleichzeitig rauschärmer als sein Vorgänger.

Ziemlich beeindruckend ist die Zoomleistung des optischen 20fach Zooms, das bei einer weitwinkeligen Brennweite von 29,5 Millimeter startet. Natürlich benötigt man im Telebereich ein Stativ, bei einem Zoomfaktor von zehnfach aufwärts lässt sich das Bild einfach nicht mehr stillhalten und da kann auch der 5-Achsen-Bildstabilisator nicht mehr viel ausrichten. Durch digitale Tricks lässt sich die Zoomleistung auf den Faktor 50 steigern.

Bedienkonzept: gewöhnungsbedürftig

Eher fragwürdig ist das Bedienkonzept des HC-W858. Digicams oder Camcorder haben seit vielen Jahren einen Steuerkranz oder Vierwegeregler mit Okay-Taste in der Mitte. Aus gutem Grund, denn damit navigiert man schnell und zuverlässig durch die immer umfangreicher werdenden Menüs der Geräte.

Beim HC-W858 hat Panasonic jedoch dem verführerischen Trend zum Touchscreen nachgegeben. Einen Vierwegeregler oder wenigstens einen Joystick, den frühere Generationen von Panasonic-Camcordern hatten, gibt es nicht mehr.

Der Anwender ist also zunächst einmal auf den Touchscreen angewiesen. Hier drängen sich eine ganze Menge kleiner Symbole auf einen verhältnismäßig kleinen Bildschirm. Wer die Bedienung eines Smartphones gewohnt ist, wird damit vermutlich schnell zurechtkommen. Wer allerdings etwas dickere Finger hat, muss schon sehr präzise arbeiten, um jeweils immer das richtige Symbol zu treffen. Zudem ist der Touchscreen nicht ganz zuverlässig, manchmal muss man zwei oder dreimal tippen, bis das Display reagiert.

Auch ist die Menüstruktur nicht immer hundertprozentig intuitiv zu erkennen, zudem erschweren gelegentlich rätselhafte Symbole das intuitive Verständnis. Ein Beispiel: Bei der Wiedergabe von Clips erscheint am oberen Rand des Bilds ein kleiner grüner Pfeil, wie er in der Regel auch als Symbol für „Play“ verwendet wird. Allerdings verbirgt sich hinter dem Pfeil etwas ganz anderes, nämlich das Menü mit weiteren Optionen.

Die Bedienung über Touchscreen erfordert also definitiv eine gewisse Einarbeitungszeit. Es ist daher zweckmäßig, vor den Filmen die gewünschten Einstellungen in aller Ruhe vorzunehmen. Wer während des Trainings schnell mal die Belichtung ändern will, tippt sich auf dem Touchscreen schnell ins Bedien-Nirwana.

Kompakte Abmessungen, sachliches Design und gute Verarbeitung zeichnen den HC-W858 aus. (Foto: Mehmet Toprak)

Kompakte Abmessungen, sachliches Design und gute Verarbeitung zeichnen den HC-W858 aus (Foto: Mehmet Toprak).

Immerhin gibt es das Multifunktions-Einstellrad an der linken Vorderseite, neben dem Objektiv. Touchscreen-Verächter können damit auch manuell durch die Einstellungen navigieren. Durch eine Kombination aus Drehen (Auswählen der Optionen) und Drücken (Bestätigen der Option) navigiert der Anwender durch die Menüs. Eine clevere Lösung, allerdings ist die Position des Einstellrads etwas gewöhnungsbedürftig.

Der HC-W858 ist sowohl für Anwender geeignet, die sich gerne auf Automatikmodi verlassen und vor allem Wert auf gute Bildqualität legen, als auch für fortgeschrittene Hobbyfilmer, die gerne alle Einstellungen selbst festlegen. Letztere können beispielsweise den Weißabgleich manuell vornehmen oder auch den Fokus am Einstellrad neben dem Objektiv von Hand setzen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Bei aufgeklapptem Display werden die Anschlüsse für USB, HDMI, A/V und ein externes Mikrofon sichtbar. (Foto: Mehmet Toprak)

Bei aufgeklapptem Display werden die Anschlüsse für USB, HDMI, A/V und ein externes Mikrofon sichtbar (Foto: Mehmet Toprak).

Bildqualität: fast wie im richtigen Fernsehen

An der Bildqualität der Full-HD-Kamera gibt es nichts auszusetzen. Schließt man den Camcorder über HDMI an einen großen Flachbildfernseher an und startet ein Video, ist dessen Bildqualität kaum von der des normalen TV-Programms zu unterscheiden. Natürlich haben im Fernsehen ausgestrahlten Filme durch die intensive Nachbearbeitung in der Postproduktion ein noch feineres und kontrastreicheres Bild, aber die Unterschiede zum Standard-TV-Bild, das beispielsweise von Nachrichtensendungen geliefert wird, sind eher gering.

Hier macht das Objektiv in Verbund mit dem BSI-Sensor (1/2,3 Zoll) und dem schnellen Bildprozessor Crystal Engine Pro+ einen sehr guten Job. Im Objektiv sind vier bewegliche Linsengruppen integriert, was ebenfalls für die hohe technische Güte des Camcorders spricht.

Die Videoclips werden standardmäßig mit 50 Bildern pro Sekunde aufgenommen, entweder mit 50p (Vollbilder) oder 50i (interlaced).

Das kleine Drehrad rechts unten neben dem Objektiv ist die Alternative zur Bedienung über den Touchscreen. Rechts am Display eingeklappt ist die zweite Kamera zu sehen. (Foto: Mehmet Toprak)

Das kleine Drehrad rechts unten neben dem Objektiv ist die Alternative zur Bedienung über den Touchscreen. Rechts am Display eingeklappt ist die zweite Kamera zu sehen (Foto: Mehmet Toprak).

Auch beim Zeitlupenmodus zeigt der Bildprozessor, was er kann und macht Zeitlupen in Full HD mit 100 Bilder pro Sekunde möglich. Da die Videos mit 50 Bildern pro Sekunde ausgegeben werden, lässt sich das Video bei der Nachbearbeitung am PC nochmal verlangsamen, so werden auch extreme Zeitlupen in höchster Auflösung und im 16:9-Format realisierbar. Ton wird während der Zeitlupenaufnahme nicht aufgezeichnet.

Das Mikrofon nimmt im 5.1-Surround-Modus auf. Das ist gar nicht so überflüssig, wie es für manche klingen mag. Im Praxistest zeigt sich zum Beispiel, dass im 5.1-Modus auch die Stimme des Kameramanns sehr klar und deutlich aufgenommen wird. Man könnte also bei laufender Kamera das Geschehen kommentieren, die Sprachaufnahmen landen in erstaunlich guter Qualität auf der Tonspur. Insgesamt hat Panasonic vier kleine Mikrofone eingebaut. Auch der Windschutz funktioniert gut.

Ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für ein externes Stereomikrofon ist ebenfalls vorhanden, in dieser Preisklasse allerdings eine Selbstverständlichkeit. Auch der Kopfhöreranschluss für das Abhören des Tons direkt während der Aufnahme fehlt nicht.

Das 5.1-Surround-Mikrofon bietet auch einen leistungsfähigen Windschutz. (Foto: Mehmet Toprak)

Das 5.1-Surround-Mikrofon bietet auch einen leistungsfähigen Windschutz (Foto: Mehmet Toprak).

Zweite Kamera am Display

Ein interessantes Gimmick ist die zweite Kamera am Display. Die Kamera wird einfach an einem Drehgelenk aus der Versenkung befördert, sofort erscheint auf dem Display links unten ein kleines zweites Bild. Insgesamt reicht der Drehwinkel von 30 bis 270 Grad. Damit kann man zwei Videos simultan aufnehmen. Man könnte also beispielsweise mit der Hauptkamera die Kinder bei der Theateraufführung in der Schule filmen und mit der drehbaren Minikamera die verzückten Gesichter der Eltern.

Allerdings hat Panasonic das Konzept nicht ganz bis zu Ende gedacht. Der Camcorder generiert aus den Bildern der zwei Kameras einen Videostream. Sinnvoll wäre eine Option gewesen, mit der man die Videos voneinander trennen kann. Dann könnte man beispielsweise bei der Videonachbearbeitung am PC das kleinere Fenster mit dem zweiten Video an beliebiger Stelle platzieren oder als eigenen Videoclip verwenden. Zwar kann man die Position des Fensters beim Filmen einstellen, doch eben nicht mehr im fertigen Video.

Originelles Gimmick: Die zweite, frei drehbare Kamera des HC-W858. Deren Video wird als Bild-im-Bild auf dem Monitor angezeigt. (Foto: Mehmet Toprak)

Originelles Gimmick: Die zweite, frei drehbare Kamera des HC-W858. Deren Video wird als Bild-im-Bild auf dem Monitor angezeigt (Foto: Mehmet Toprak).

Zu den Highlights des Camcorders gehört auch die Wi-Fi-Funktion. Nach Herunterladen und Installieren der entsprechenden App auf dem Smartphone (iOS oder Android) baut man die Verbindung zwischen Smartphone und Camcorder auf. Im Test funktioniert das nicht, wenn man mit dem Android-Smartphone versucht die Verbindung auf konventionellem Wege herzustellen. Zwar erkennt das Android-Smartphone den Panasonic, doch der Verbindungsaufbau scheitert mehrmal. Erst, mithilfe der zweiten Möglichkeit, nämlich via QR-Scan klappt der Verbindungsaufbau.

Die Smartphone-App bietet viele Funktionen, beispielsweise kann die Brennweite während der Aufnahme verstellt werden. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Smartphone-App bietet viele Funktionen, beispielsweise kann die Brennweite während der Aufnahme verstellt werden (Foto: Mehmet Toprak).

Die Image App von Panasonic bietet eine ganze Menge Optionen. Sie bringt ein Live-Bild auf das Smartphone-Display, startet und stoppt die Aufzeichnung und regelt den Zoom. Auch fortgeschrittene Optionen wie Weißabgleich, Zeitlupe oder Aufnahmeformat lassen sich via Smartphone erledigen.
Im Praxistest bleibt die Verbindung bis zu einer Entfernung von sechs oder sieben Metern stabil. Für Anwender, die auf eine gute Fernbedienung Wert legen, ist die Image App ein echtes Kaufargument für den Panasonic-Camcorder.

Motorschwenkkopf als Zubehör

Als interessantes Zubehör gibt es einen fernsteuerbaren Motorschwenkkopf. Der VW-CTR1 kostet 199 Euro. Er wird typischerweise auf einem Stativ befestigt oder auf den Tisch gestellt und der Camcorder auf dem Schwenkkopf befestigt. Mithilfe der Smartphone-App kann man so in einem Winkel von maximal 180 Grad nach links oder rechts schwenken. Neigen ist innerhalb eines Winkels von 15 Grad möglich.

Hat man die Option „Bewegtes Objekt“ im HC-W858 aktiviert, dann wird der Camcorder zur Steuerzentrale für den Schwenkkopf und dirigiert die Bewegungen des Kopfs so, dass das Objekt immer im Bild bleibt. Bei der Option „Party-Szene“ folgt der Schwenkkopf dann für einen bestimmten Zeitraum einer bestimmten Person und nimmt dann eine andere Person ins Visier.

Fazit: Hochwertiger Camcorder für Touchscreen-Fans

Der HC-W858 ist nicht gerade preiswert, bietet dafür aber auch eine Menge. Hervorzuheben sind vor allem die ausgezeichnete Bildqualität, die tolle Zeitlupe in Full HD und die vielen Einstellmöglichkeiten. Weitere Stärken sind die zweite Kamera und die leistungsfähige Smartphone-App.

Problematisch ist die Bedienung über Touchscreen, sie verlangt feinfühlige Fingerspitzen. Wer mit dem Touchscreen klarkommt, erhält einen trotz kompakter Abmessungen einen sehr leistungsfähigen Camcorder.

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Panasonic HC-W858: Hightech-Camcorder mit Doppel-Kamera im Test

  • Am 17. Juni 2014 um 09:21 von Patrick

    Mich hätte eigentlich noch die Akkuleistung interessiert!

    • Am 18. Juli 2014 um 13:35 von Christian

      Ich habe die Kamera und sie zeigt mir bei vollem Akku eine Betriebsdauer von ca 2 Std. an.

      Das Positive ist das sie mit USB aufgeladen wird bzw. betrieben. Ich werde mir daher einen USB Powerbank kaufen statt für 100€ einen größeren Akku. USB Powerbank gibt es derzeit bis 30.000mAh für ca. 20-30€ je nach Modell und Marke. Das sollte dann für einen ganzen Tag Betrieb reichen :)

      • Am 2. August 2014 um 00:17 von silke

        Hi christian hast du die schwenkkamera display schonmal gekippt (z.b. Boden filmen) und festgestellt wann sie das bild auf den kopf stellt? Z.b. Will eine u
        Stoppuhr mitfilmen die am tisch liegt danke

        • Am 19. August 2014 um 23:41 von Christian

          Hallo Silke,
          also dein Vorhaben habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Aber vlt wäre eine selbstgebastelte Haltevorrichtung was für diesen Zweck.
          So kannst du die Kamera auch in der Hand halten und die Stoppuhr ist auch immer im Bild.

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