Android 4.4.3: erste Custom Roms veröffentlicht

CyanogenMod und OmniROM haben erste Nightlies auf Basis von Android 4.4.3 veröffentlicht. Damit können zahlreiche Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre Geräte auf die aktuellste Ausgabe von Googles Mobilbetriebssystem aktualisieren.

Nachdem Google letzte Woche Android 4.4.3 für seine Nexus-Geräte veröffentlicht hat, stehen ab sofort auch erste Nightlies von Custom Roms wie CyanogenMod und OmniROM auf Basis der neuesten Android-Version zur Verfügung. Die Entwickler von Paranoid Android arbeiten ebenfalls schon an einer Version ihrer Software auf Basis von Android 4.4.3. Mit den Custom Roms können zahlreiche Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre Geräte auf die aktuellste Ausgabe von Googles Mobilbetriebssystem aktualisieren.

Android 4.4.3: erste Custom Roms veröffentlicht

CyanogenMod und OmniROM haben erste Nightlies auf Basis von Android 4.4.3 veröffentlicht. Damit können zahlreiche Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre Geräte auf die aktuellste Ausgabe von Googles Mobilbetriebssystem aktualisieren (Screenshot: ZDNet.de).

Zur Installation einer Custom Rom muss der Bootloader eines Smartphones oder Tablets entsperrt werden. Viele Hersteller unterstützen dies zwar, weisen aber darauf hin, dass die Garantie durch den Vorgang erlischt. Am einfachsten gestaltet sich das Aufspielen von CyanogenMod. Die Entwickler der populärsten Custom Rom, die beispielsweise bereits auf dem Android-Smartphone OnePlus One vorinstalliert ist, erleichtern die Prozedur durch die Software CyanogenMod Installer. Das Tool steht für Microsoft Windows und Mac OS X zum Download bereit und wird durch eine gleichnamige App für das Android-Smartphone oder -Tablet ergänzt.

Nach dem Start der App auf dem Android-Gerät führt ein Assistent durch die nötigen Installationsschritte. Dabei wird der USB-Debugmodus aktiviert und der USB-Speichermodus auf Kamera gestellt. Anschließend verbinden Anwender ihr Smartphone oder Tablet mit dem PC oder Mac und starten die entsprechende Windows- oder OS-X-Version des CyanogenMod Installers. Bevor das Tool das Betriebssystem und anschließend die Google-Anwendungen (GAPPS) herunterladen kann, muss noch der Zugriff auf das Android-Gerät erlaubt werden. Sobald die Downloads abgeschlossen sind, startet ein Klick auf “Install” die eigentliche Installation von CyanogenMod. Wichtig: Dabei werden sämtliche Daten auf dem Gerät gelöscht. Der CyanogenMod Installer bietet derzeit allerdings nur Unterstützung für Android 4.4.2. Allerdings sollte die integrierte Update-Funktion in Kürze ein neueres Image auf Basis von Android 4.4.3 bereitstellen.

Durch die Installation CyanogenMod steht mit einer Custom Recovery eine Notfall-Partition bereit, über die man auch andere Custom Roms flashen kann. Wer dies plant, sollte ein Reset (Wipe) seines Geräts durchführen. Dieser Vorgang wird von der Custom Recovery unterstützt.

Neben verbesserter Funktionen gegenüber der von den Herstellern angebotenen Android-Varianten dürfte für viele Anwender die schnelle Bereitstellung aktueller Android-Updates der Hauptgrund für die Installation einer Custom Rom sein. Hersteller wie Samsung oder HTC benötigen oft Monate, um eine neue Android-Version an ihre Geräte anzupassen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass ein mit einer Custom Rom ausgestattetes Gerät keinerlei unerwünschte Software enthält, wie sie so mancher Hersteller gerne installiert. Da man die vom Hersteller aufgespielten Programme nicht löschen kann, empfinden dies viele Anwender als großes Ärgernis. Zu guter Letzt erlaubt das Custom Rom auch Vollzugriff auf das Smartphone oder Tablet. Dadurch lässt sich das Tool Xprivacy installieren, mit dem man den Datenhunger zahlreicher Apps effektiv unterbinden kann.

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[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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