Samsung soll mit Siri-Mitentwickler Nuance über Verkauf verhandeln

Wie weit die Verhandlungen zwischen Samsung und Nuance, das Technologien für Apples Siri und auch S-Voice liefert, fortgeschritten sind, ist nicht bekannt. Neben Samsung soll Nuance auch mit anderen Interessenten Gespräche führen.

Samsung soll angeblich mit Nuance Communications, das bei der Entwicklung von Apples Sprachassistent Siri eine entscheidende Rolle spielte, in Verkaufsverhandlungen stehen. Das will das Wall Street Journal von “mit der Sache vertrauten Kreisen” erfahren haben. Samsung soll aber nicht der einzige Interessent sein, mit dem Nuance in Kontakt steht. Auch verschiedene andere Kapitalbeteiligungsgesellschaften sollen Gespräche mit dem Unternehmen führen. In wie weit die Verhandlungen fortgeschritten sind, ist nicht bekannt.

Samsung soll mit Siri-Mitentwickler Nuance über Verkauf verhandeln

Nuance, das auf Software rund um die Erkennung von Sprache spezialisiert ist, lieferte dem Start-up Siri Technologien für seinen Sprachassistenten, bevor Apple es im April 2010 übernahm. Auch in Geräten von Samsung kommen Lösungen von Nuance zum Einsatz. Das Unternehmen liefert Spracherkennungstechnologien für Samsungs Smartphones, Tablets und Smartwatches. Sie ist Teil der S-Voice-Software.

Im vergangenen Jahr stand Apple Gerüchten zufolge schon kurz vor der Übernahme von Nuance. Aussagen von Apple-Mitgründer Steve Wozniak zufolge sollte der Deal sogar schon abgeschlossen gewesen sein. Er korrigierte seine Aussage dann aber schnell wieder. Es gilt somit als wahrscheinlich, dass Apple mit Nuance über einen möglichen Kauf verhandelte, sich aber nicht mit dem Spracherkennungsspezialisten einigen konnte.

Zu Nuance größten Anteilseignern zählt der umtriebige Großinvestor Carl Icahn. Der Wert des Unternehmens wird auf knapp 6 Milliarden Dollar geschätzt. Vergangenes Jahr versuchte Icahn, die Gerüchte um einen Verkauf an Apple zu zerstreuen, indem er erklärte, dieser Deal “ist etwas, das ich niemals mikromanagen würde” und er nicht “die Kompetenz und Vermessenheit” besäße, einen Aufkauf des Unternehmens anzustoßen.

Obwohl Nuances Technik von vielen Partnern wie Apple und Samsung eingesetzt wird, meldete es sechs Quartale in Folge einen Verlust. Die letzten Monat abgegebene Schätzung für den Umsatz im dritten Quartal liegt zwischen 488 und 508 Millionen Dollar und damit unter den Prognosen der Analysten.

Nach Veröffentlichung des WSJ-Berichts stieg der Kurs der Nuance-Aktie im gestrigen Tagesverlauf um 9,7 Prozent. Zum Handelsschluss in New York notierte das Papier mit 18,76 Dollar.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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