Facebook veröffentlicht Slingshot für Android und iOS

Mit Facebooks neuer App Slingshot können Anwender unter iOS und Android Fotos und Videos mit Freunden teilen. Um die Inhalte anzusehen, müssen Nutzer dem Kontakt erst etwas zurückschicken. Erhältlich ist die App anfangs nur in den USA.

Facebook hat seinen Snapchat-Konkurrenten Slingshot offiziell herausgegeben, nachdem es seine neue Foto- und Video-Sharing-App vor knapp einer Woche aus Versehen zu früh im App Store veröffentlicht hatte. Offiziell erhältlich ist Slingshot für Googles Android und Apple iOS anfangs allerdings nur in den USA. Wer ein US-Konto bei iTunes besitzt, kann die neue App aber auch schon hierzulande ausprobieren. Fürs Android-Smartphone kursiert die APK-Datei ebenfalls schon im Netz. Allerdings sollte man auf vertrauenswürdige Quellen achten, um nicht auf Schadsoftware hereinzufallen.

Facebook veröffentlicht Slingshot für Android und iOS

Mit der neuen App Slingshot können Anwender unter iOS und Android Fotos und Videos mit Freunden teilen. Um die Inhalte anzusehen, müssen Nutzer dem Kontakt erst etwas zurückschicken. Erhältlich ist die App anfangs nur in den USA (Bild: Facebook, Screenshot: CNET.de).

Mit der App Slingshot können Nutzer Fotos und Videos mit Freunden teilen. Die aufgenommenen Inhalte lassen sich mit Text oder Zeichnungen versehen und an einzelne Freunde oder Gruppen von Kontakten verschicken, wie das Entwickler-Team in einem Blogbeitrag erklärt. Der Unterschied zwischen Slingshot und dem Rivalen Snapchat ist, dass Nutzer der Facebook-App zugesendete Bilder und Clips erst ansehen können, wenn sie dem Kontakt etwas zurückschicken.

Wie bei Snapchat werden Slingshot-Medien nach dem Betrachten gelöscht – sobald der Nutzer sie beiseite wischt. Zuvor kann er sie ansehen, solange er möchte, und per Knopfdruck darauf antworten.

“Wir sind keine Messaging-App”, schreibt Produktdesigner Joey Flynn. Der Zwang, im Austausch etwas zurückzuschicken, wenn man empfangene Medien zu sehen bekommen wolle, sorge für eine ganz neue Dynamik.

Der Blogbeitrag erzählt auch die Entstehungsgeschichte von Slingshot: Im vergangenen Dezember haben Joey Flynn und Rocky Smith die erste Version bei einem der Hackathon genannten Programmierwettbewerbe geschrieben. Auch Smith ist weiter am Projekt beteiligt, nämlich als Entwicklungsleiter. Das Team wurde auf zehn Mitarbeiter aufgestockt.

Den Namen und das Logo von Facebook sucht man in der App vergeblich. Facebook dämpft auch die Erwartungen an das Projekt: Man müsse nicht gleich eine Milliarde Nutzer dafür gewinnen. Vielmehr wolle man langsam wachsen und dabei die Funktionen weiter verfeinern. Auf Facebook werde man die App vorerst nicht bewerben. “Wir werden nicht die Flagge schwenken”, schreibt Flynn. “Wir wollen mit einer kleinen Gruppe anfangen.” Wann Facebook Slingshot auch offiziell nach Deutschland bringt, ist nicht bekannt.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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