Apple iWatch: 2,5-Zoll-Modell und Release im Oktober?

Die Apple iWatch soll unter anderem mit einem „leicht rechteckigen“ 2,5-Zoll-Display sowie mehr als zehn Sensoren zum Erfassen von Daten kommen und im Oktober 2014 erscheinen.

Apples erste Smartwatch, die unter dem Namen iWatch gehandelt wird, soll Berichten vom April sowie einem aktuellen Artikel des Wall Street Journals zufolge in (zwei) verschiedenen Größen erscheinen. Laut einer jüngsten Meldung der Nachrichtenagentur Reuters wird das Display „leicht rechteckig“ ausfallen und unter anderem eine Diagonale von 2,5 Zoll aufweisen. Das sollen Insiderquellen verraten haben.

Die Apple iWatch soll unter anderem mit einem „leicht rechteckigen“ 2,5-Zoll-Display sowie mehr als zehn Sensoren zum Erfassen von Daten kommen und im Oktober 2014 erscheinen (Bild: Mock-ups von Apples iWatch von Todd Hamilton via CNET.com).

Bisher wurde über Display-Größen von 1,3 und 1,5 Zoll spekuliert. Damit wäre dieses iWatch-Modell deutlich größer als beispielsweise die Smartwatches Gear 2 und Gear Fit von Samsung oder LGs G Watch, die in der nächsten Woche auf der Google I/O vorgestellt werden dürfte.

Den von Reuters nicht näher genannten Quellen zufolge soll der Bildschirm der Apple iWatch wie schon früher berichtet gebogenen sein. Das Display soll etwas über das Armband herausragen. Ob die Anzeige auf der AMOLED-Technologie basiert und von Saphirglas geschützt ist, wird von den Quellen nicht erwähnt.

Weiterhin soll sich die Apple iWatch kabellos laden und – wie heute alle Mobilgeräte – natürlich per Touch bedienen lassen. Zudem sollen über zehn Sensoren zum Erfassen verschiedener Daten an Bord sein. Unter anderem zum Fitness- und Gesundheits-Tracking wie schon mehrfach berichtet wurde und aufgrund der mit iOS 8 eingeführten App Health auch zu vermuten ist.

Wie auch die meisten bereits erhältlichen Smartwatches wird die iWatch Reuters zufolge einige Funktionen unabhängig von einem iPhone ausführen können, allerdings für Messaging oder Voice-Chat wie üblich eine Verbindung zum Smartphone voraussetzen. Kaum überraschend: die iWatch soll natürlich nur mit iOS-Geräten zusammenarbeiten.

Zur Verbindung der iWatch mit einem iOS-Gerät soll die NFC-Technologie in Kombination mit einem Sicherheitsmodul (Secure Element) und biometrischer Erkennung dienen. Bisher hatte Apple die NFC-Technologie allerdings stets gemieden. Womöglich ist aber auch iBeacon gemeint, das auf Bluetooth aufbaut und als Apples Antwort auf NFC gilt. Um eine dünne Bauhöhe zu garantieren, soll die Bauweise auf dem SiP-Ansatz (System-in-Package) basieren.

In Sachen Funktionsumfang scheint sich die iWatch damit nicht groß von der Konkurrenz abzusetzen. Vermutlich wird Apple versuchen, mit dem Design zu Punkten. Das Aussehen soll sich jedenfalls von den bisherigen Modellen unterscheiden. Der bekannte Apple-Beobachter und Analyst bei KGI Securities Ming-Chi Kuo, der mit seinen Vorhersagen schon oft richtig lag, geht davon aus, dass Apple ähnlich wie Sony verschieden farbige Armbänder aus unterschiedlichen Materialien anbieten wird. Die teuersten Modelle der smarten Uhr sollen ähnlich wie Luxus-Uhren mehrere tausend Dollar kosten. Preise eines Standard-Modells werden nicht angeführt.

Den Reuters-Quellen zufolge wird der Release der Apple-Smartwatch im Oktober dieses Jahres erfolgen. Als Zulieferer fungiert demnach Quanta. Als Datum gilt allerdings schon lange September oder Oktober als wahrscheinlich. Mit der Massenproduktion soll es im Juli beginnen. Reuters nennt auch Verkaufsziele: Rund 50 Millionen Exemplare will Apple demnach im ersten Jahr absetzen. Zum Vergleich: Laut Börsenunterlagen hat Apple im letzten Geschäftsjahr – bis September 2013 – 150 Millionen iPhones und 71 Millionen iPads verkauft.

Im Smartwatch-Segment stößt Apple, das den Launch vermutlich seit Jahren vorbereitet, auf zahlreiche Konkurrenten. Sony und Pebble sind dort schon länger aktiv, LG und Samsung haben nachgezogen. Ihre Smartwatches eignen sich für Fitnessüberwachung ebenso wie Benachrichtigungen und Zugriff auf diverse Smartphone-Funktionen. Daneben gibt es eine Unzahl weniger komplexer Fitness-Tracker – etwa Nikes Fuelband, das bis vor Kurzem auf iOS beschränkt war. Nike deutete übrigens an, dass es mit seiner Software Launchpartner der iWatch sein wird. – Durch Googles Betriebssystem Android Wear wird sich die Liste bald noch verlängern.

Dennoch muss sich Apple in der neuen Produktkategorie auch vor Investoren und Kunden als innovationsfähig beweisen. Im letzten Jahr waren immer wieder Zweifel geäußert worden, ob Steve Jobs’ Nachfolger Tim Cook seinem Erbe gerecht wird und wie versprochen “aufregende neue Produkte” einführen kann.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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