Twitter übernimmt Snappy.tv und erlaubt animierte GIFs

Snappy.tv befasst sich mit der Echtzeit-Integration von Videos in Soziale Netze und bietet eine entsprechende Plattform für Firmen und Sender. Animierte GIFs können über die Android- und iOS-App sowie die Webseite von Twitter integriert werden. Automatisch abgespielt werden sie nicht.

Das Soziale Netzwerk Twitter will künftig die Integration von Video-Clips in Tweets voranbringen und seine Plattform attraktiver für Unternehmen, Medien und Sender und andere Werbepartner gestalten. Dafür hat es das Video-Startup Snappy.tv gekauft, dass sich seit vier Jahren mit der Integration von Videos in Soziale Netze – aber auch Mobilgeräte – beschäftigt. Wie viel Twitter für die Übernahme von Snappy.tv investiert hat, ist nicht bekannt. Des Weiteren können Twitter-Nutzer nun auch animierte GIFs in ihre Tweets integrieren.

Twitter: übernimmt SnappyTV und erlaubt animierte GIFs

SnappyTV gibt auf seiner Website bekannt, die Übernahme werde es dem Unternehmen ermöglichen, “ein noch besseres Produkt anzubieten und die Plattform für weitere Eigentümer von Inhalten und Veranstaltungsorganisatoren verfügbar zu machen”. Snappy.tv bietet eine Plattform für Sender und Firmen, die es erlaubt, Videos nahezu in Echtzeit zu schneiden, zu bearbeiten und über eine Reihe digitaler Kanäle zu verteilen. Neben der Plattform zur Verbreitung des Videomaterials bietet Snappy.tv auch einen Rückkanal und erfasst die Reaktionen beim Publikum. Laut Twitter verwenden es bereits viele seiner Kunden, um Ereignisse aus der Welt des Sports, der Stars & Co. zu verbreiten. Die Technologie wird beispielsweise in Verbindung mit dem Fernseh-Analyse-Dienst Twitter Amplify eingesetzt.

Darüber hinaus hat Twitter kürzlich auch animierte GIFs eingeführt. Die animierten Bilder im Graphics Interchange Format lassen sich seit Mittwoch über die Android- und iOS-App sowie die Webseite von Twitter in Tweets einbinden. Alternative Twitter-Clients wie TweetDeck scheinen die GIFs nicht zu unterstützten.

Wer nun befürchtet auf Twitter von unzähligen Animationen überflutet zu werden, der kann etwas aufatmen. Denn die GIFs laufen immerhin nicht automatisch ab: Die Animation beginnt erst, nachdem der Anwender auf einen Abspielbutton – oder den ganzen Tweet – geklickt beziehungsweise getippt hat. Beispielsweise auf Pinterest und Tumblr sind Animated GIFs schon länger erlaubt. Facebook hingegen blockiert sie weiterhin.

Vor zwei Wochen hat Twitter erst die App-Anzeigenplattform Namo Media aufgekauft. Sein selbst erklärtes Ziel ist es, “die beste Native-Advertising-Plattform für App-Entwickler und Verlage” aufzubauen. Unter Native Advertising ist Werbung zu verstehen, die nicht als solche auffällt.

Im April hatte es zudem Gnip übernommen, eine “Werbesuite für Mobil-Apps”, mit der es seine Anzeigenplattform MoPub (ein Zukauf des Jahres 2013) besser nutzen will. Die Übernahme von SnappyTV dürfte sich hier einreihen. SnappyTV ließe sich zudem mit den in Partnerschaft mit Nielsen über Fernsehprogramme und Videos gewonnenen Erkenntnissen kombinieren.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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