Samsung: neue Smartwatch zur Google I/O erwartet

Samsungs neue Smartwatch soll nicht mit dem von Samsung bisher bevorzugten Betriebssystem Tizen laufen, sondern mit Android Wear. Auf der Entwicklerkonferenz, die am 25. Juni in San Francisco beginnt, könnten auch LG und Motorola neue Wearable-Geräte vorstellen.

Samsung will auf der am Mittwoch beginnenden Entwicklerkonferenz Google I/O eine neue Smartwatch mit dem Betriebssystem Android Wear vorstellen. Das erfuhr News.com von Informanten, die mit den Plänen vertraut sind. Nach ihrer Kenntnis ist außerdem zu erwarten, dass auch LG und Motorola neue Wearable-Geräte während der Konferenz präsentieren.

Samsung Galaxy Gear 2

Samsung hat einer Quelle zufolge an einer Android-Wear-Smartwatch mit seinen eigenen Chips gearbeitet, während ein anderes Modell mit Prozessoren von Qualcomm bestückt wurde. Es ist unklar, welche Variante der südkoreanische Hersteller zur Google I/O präsentieren wird. Samsung lehnte einen Kommentar zum Gerät mit Android Wear ab, ließ aber in einer Stellungnahme wissen, es sei „unablässiger Innovation verpflichtet“ und stets dabei, neue Produkte zu entwickeln.

Die Konferenz beginnt in San Francisco am 25. Juni und zieht voraussichtlich rund 6000 Besucher an. Ein Informant deutete an, dass jeder Teilnehmer von Google I/O eine Smartwatch von Samsung erhalten könnte.

Samsung scheint sich mit der neuen Smartwatch wieder stärker für Googles Android zu engagieren, nachdem es sich zuletzt mit dem quelloffenen Betriebssystem Tizen zu profilieren suchte. Die zweite Generation seiner Smartwatch Gear und Gear Neo liefen unter Tizen statt Android, und ein Update konvertierte sogar das Betriebssystem des ersten Gear-Modells zu Tizen. Sein Fitness-Armband Gear Fit wiederum läuft mit einem Echtzeit-Betriebssystem (RTOS), das eigens für optimierte Akkulaufzeit entwickelt wurde. Mit Tizen Z kündigte Samsung zudem sein erstes kommerzielles Smartphone mit Tizen an, das aber im dritten Quartal zunächst nur in Russland starten soll.

Samsung war sichtlich bemüht, sich von seiner Hardware-Fokussierung zu lösen und verstärkt eigene Software und Services zu entwickeln, um seinen Vorsprung im Wettbewerb zu halten. Tizen sollte dem Unternehmen helfen, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren. Samsung-Manager monierten in den letzten Monaten zudem, Android sei zu schwergewichtig für Wearables und entleere die Batterien zu schnell.

Google aber hat inzwischen laufend an Android gefeilt, damit es besser auf einer wachsenden Zahl von Wearable-Geräten läuft. Das im März vorgestellte Android Wear nutzt die Spracherkennungstechnik von Google Now und soll anfänglich vor allem auf Smartwatches zum Einsatz kommen. Zu den weiteren Hardware-Partnern gehören Asus, HTC sowie der Uhrenhersteller Fossil, der noch in diesem Jahr Produkte mit Android Wear auf den Markt bringen will.

Google sieht sich offenbar unter Druck, im Wearables-Markt in Führung zu gehen, bevor Apple seine lange erwartete Smartwatch auf den Markt bringt. Nach einem Reuters-Bericht ist im Oktober mit Apples iWatch zu rechnen. Das erste Uhrenmodell des iPhone-Herstellers soll sich kabellos laden lassen und mit einem „leicht rechteckigen“ Bildschirm ausgestattet sein, der in der Diagonale 2,5 Zoll misst. Laut Reuters plant Apple 50 Millionen Stück im Jahr abzusetzen.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
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