Apple iPhone 6: Foxconn und Pegatron stellen reihenweise Mitarbeiter ein

Für die Produktion des Apple iPhone 6 sollen zehn Prozent mehr Mitarbeiter nötig sein als beim iPhone 5 und 5S. Foxconn sucht angeblich 100.000 neue Angestellte. Die Massenproduktion soll im Juli starten.

Spätestens im Herbst wird Apple das neue iPhone 6 auf den Markt bringen. Die Massenproduktion des neuen Apple-Smartphones geht nun offenbar in die heiße Phase. Wie die taiwanische Webseite Economic Daily News berichtet, sind Foxconn und Pegatron dabei, eine große Anzahl an neuen Mitarbeitern zu rekrutieren, um genügend Arbeitskräfte für die anstehende Produktion des iPhone 6 zur Verfügung zu haben.

Apple iPhone 6: Foxconn und Pegatron stellen reihenweise Mitarbeiter ein

Für die Produktion des Apple iPhone 6 sollen zehn Prozent mehr Mitarbeiter nötig sein als beim iPhone 5 und 5S. Foxconn sucht angeblich 100.000 neue Angestellte. Die Massenproduktion soll im Juli starten (Bild: CNET.com).

Hon Hai alias Foxconn soll dem Artikel zufolge 100.000 neue Fließbandarbeiter suchen. Pegatron, das 30 Prozent der Fertigung übernimmt, will seine Angestellten in wichtigen Fabriken um etwa ein Drittel aufstocken. Im Letzten Jahr hatte Foxconn 90.000 neue Arbeiter für das iPhone 5S eingestellt. Offenbar rechnet Apple damit, dass sich das iPhone 6 etwas besser verkauft, als sein Vorgänger. Demnach soll die Fertigung rund zehn Prozent mehr Arbeiter als beim Apple iPhone 5 oder 5S erfordern. Beginnen soll die Produktion bei Foxconn und Pegatron im Juli.

Im letzten Jahr hatte die Massenproduktion des iPhone 5S Medienberichten zufolge gegen Ende Juli begonnen. Erste Meldungen, dass Foxconn massenhaft neue Mitarbeiter sucht, wurden am 9. Juli laut. Demnach wäre es in diesem Jahr etwas früher dran. Indizien für einen früheren Marktstart des iPhone 6 im August lassen sich daraus allerdings nicht mit Sicherheit ableiten. Dies könnte auch mit anderen Faktoren wie einem aufwendigeren Fertigungsprozess oder ähnlichem zu tun haben. Zudem arbeitet Apple bisherigen Gerüchten und Spekulationen zufolge auch an zwei Modellen mit unterschiedlich großen Displays.

Darüber hinaus bahnt sich in diesem Jahr auch der Marktstart der iWatch an, an dessen Produktion Foxconn ebenfalls beteiligt sein könnte. Unklar ist aber noch, ob die zu erwartende Präsentation der Apple-Smartwatch überhaupt mit dem iPhone 6 zusammenfallen wird. Die Serienfertigung der smarten Uhr soll aber ebenfalls im Juli beginnen. Die iWatch wird Gerüchten zufolge im September oder Oktober in den Verkauf gehen.

Medienberichte hatten Anfang Mai eine Vorstellung im August vorausgesagt. Der Release des Apple iPhone 6 soll laut anderen Quellen aber wie üblich im dritten Quartal im September erfolgen – und nicht etwa schon im August oder der bereits verstrichenen WWDC.

Parallel hat 9to5Mac am Freitag angebliche Bilder des neuen Apple-Smartphones veröffentlicht, die von Sonny Dickson stammen. Ein quer über die angebliche iPhone-Anzeige gelegtes Lineal soll eine Diagonale von 5,5 Zoll bestätigen. Das Display des 5,5-Zoll-Modells soll von Saphirglas geschützt sein, der 4,7-Zoll-Bildschirm von Gorilla Glas.

Das kommende iPhone 6 könnte neben anderen Sensoren mit einem Barometer ausgestattet sein, das den Luftdruck misst und auch die Höhe über dem Meeresspiegel bestimmt. Zwar können Apps schon jetzt mit GPS und Bewegungssensoren die Höhe verfolgen, aber eine barometrische Höhenmessung ist wesentlich genauer.

Dass Apples Lieferanten davon ausgehen, dass sich die nächste iPhone-Generation besser verkaufen wird als das iPhone 5S, wurde schon im Mai bekannt. Laut der Morgan-Stanley-Analystin Katy Huberty, die mit Komponentenherstellern gesprochen hat, erwarten sie einen Anstieg der Absatzzahlen von 20 Prozent. Sollte diese Voraussage eintreffen, könnte das iPhone 6 Apple den bisher besten iPhone-Verkaufsstart bescheren.

Ob sich das iPhone 5S bei seiner Markteinführung Ende September 2013 besser verkauft hat als das iPhone 5, ist nicht bekannt. Grund dafür ist, dass Apple seine Absatzzahlen nicht nach Modellen aufschlüsselt. Allerdings hatte das Unternehmen aus Cupertino im vierten Quartal 2013 51 Millionen iPhones verkauft, 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr davor lag das Wachstum noch bei 29 Prozent.

Huberty sagt zudem einen höheren Materialeinsatz für das iPhone 6 voraus. Die Kosten für die Komponenten sollen 20 bis 30 Dollar über denen des iPhone 5S liegen. Ihre Prognose begründet sie mit einem größeren Display und einer besseren Kamera im iPhone 6.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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