Smartwatches mit Android Wear: Samsung Gear Live, G Watch und Moto 360

Die Android-Wear-Smartwatches Samsung Gear Live und LG G Watch können ab sofort über den Google Play Store zu einem Preis von 199 Euro vorbestellt werden. Die Moto 360 mit rundem Display folgt später im Sommer.

Zusammen mit Android Wear hat Google auf seiner Entwicklermesse Google I/O auch die ersten Smartwatches präsentiert, die mit dem speziell für Wearables modifizierten Betriebssystem ausgestattet sein. Dazu zählen sich die bereits angekündigten Uhren LG G Watch und die Motorola Moto 360. Mit der Samsung Gear Live wurde wie erwartet ein drittes, bisher nicht offiziell bestätigtes Modell mit Android Wear vorgestellt.

Android Wear: Details auf der Google I/O enthüllt

Samsung Gear Live (Bild: CNET.com).

Die LG G Watch sowie Samsungs Gear Live können ab sofort über Google Play Store vorbestellt werden. Die LG-Smartwatch ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich und kostet 199 Euro. Das Modell von Samsung ist zu einem identischen Preis, allerdings nur in Schwarz verfügbar. Die Lieferung der G Watch erfolgt bis 4. Juli. Die Gear Live wird vier Tage später versendet. Motorolas Moto 360, die über ein ausgefalleneres rundes Display verfügt, folgt später im Sommer.

Das Design der Samsung Gear Live orientiert sich klar an den bisherigen Gear-Modellen. Wer eines schon einmal getragen hat, der hat eine ziemlich gute Vorstellung davon, wie sich die Gear Live am Handgelenk macht. Das Metallgehäuse fühlt sich wie das der Gear 2 an, die Ecken beziehungsweise Rundungen sind allerdings etwas anders gestaltet. Zudem gibt es keine Kamera und das Kunststoff-Armband ist geriffelt. Das Gehäuse ist nach der IP67-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt. 30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter sollte die Uhr damit überstehen.

Die Android-Wear-Watch verfügt über ein 1,63 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 320 mal 320 Pixel. Angetrieben wird sie von einer 1,2-GHz-Snapdragon-400-Dual-Core-CPU, der 512 MByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher ist 4 GByte groß. Die Stromversorgung des Always-on-Displays sowie der übrigen Hardware übernimmt ein 300-mAh-Akku.

Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth 4.0 LE, ein Kompass, ein Gyroskop sowie ein Beschleunigungs- und ein Pulsmesser. Die Uhr wiegt 59 Gramm und misst 37,9 mal 56,4 mal 8,9 Millimeter.

Als OS ist Android Wear vorinstalliert. Nähere Details dazu hält folgender Artikel bereit. Im Vergleich zu Tizen sind die Benachrichtigungen von Android Wear größer und auch farbenfroher.

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LG G Watch (Bild: CNET.com).

Mit 37,9 mal 46,5 mal 9,95 Millimeter ist LGs G Watch etwas dicker, dafür aber nicht ganz so breit wie das Samsung-Modell. Sie wiegt 63 Gramm und ist wie alle Android-Wear-Uhren auch nach der IP67-Zertifizierung gegen Staub und Wasser geschützt. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl mit einer Beschichtung aus PVD-Kunststoff. Das Armband ist aus Silikon gefertigt.

Bis auf das minimal größere, aber niedriger auflösende 1,65-Zoll-IPS-LCD (280 mal 280 Pixel) ist die Ausstattung der LG G Watch mit der 1,2-GHz-Snapdragon-400-Dual-Core-CPU, 512 MByte RAM, 4 GByte Speicher, Bluetooth 4.0 LE, einem Kompass, einem Gyroskop sowie einem Beschleunigungsmesser nahezu identisch zur Gear Live. Der Akku fällt mit 400 mAh etwas größer aus. Allerdings sind LCDs in der Regel auch etwas stromhungriger als OLED-Anzeigen, womit dies nicht zwingend zu in einer längeren Akkulaufzeit führen muss. Ein Pulsmesser ist nicht mit an Bord. Als OS kommt natürlich auch hier Android Wear zum Einsatz, das übrigens nur zu Smartphones mit Android 4.3 oder höher kompatibel ist.

Motorola Moto 360

Motorola Moto 360 (Bild: CNET.com).

Trotzdem die Moto 360 von Motorola zu den drei ersten Android-Wear-Uhren gehört, sind hier noch viele Fragen unbeantwortet. Sie kommt im Gegensatz zu den anderen beiden Modellen mit einem runden Display und einem Leder- respektive einem Stahlarmband. Zudem verfügt sie über einen Button an der Seite des Gehäuses. Die Rückseite weist keine Anschlüsse oder Ports auf, was darauf hindeutet, dass sie per Induktion aufgeladen werden dürfte. Nähere Details zur Ausstattung gibt es bisher nicht.

Alle drei Smartwatches verfügen über einen Always-on-Bildschirm, der es Nutzern erlaubt, jederzeit – ohne ein Aktiveren der Uhr – die Uhrzeit abzulesen. Die smarten Armbanduhren verbinden sich via Bluetooth mit dem Smartphone und zeigen dem Nutzer beispielsweise eingehende Benachrichtigungen über Anrufe an und ermöglichen die Bedienung des Musik-Players vom Handgelenk aus. Google-Now-ähnliche Karten sollen den Nutzer mit relevanten und kontextbezogenen Informationen versorgen – und zwar genau dann, wenn er diese benötigt. Nachrichten können per Sprachbefehl verschickt werden. Auch die Suche klappt per Voice-Control. Weitere Informationen zu Android Wear liefert folgender Beitrag.

[Mit Material von Scott Stein, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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