Google: Nexus-Reihe wird nicht auslaufen, Nexus 9 im Herbst?

Googles Dave Burke hat erklärt, Android Silver wird nicht die Nexus-Reihe ersetzen. Ein neues Nexus-Gerät soll mit dem Release von Android L im Herbst erscheinen. Googles Strategie könnte es sein, mit Android One das Einstiegssegment, mit Nexus die Mittelklasse und mit Android Silver den High-End-Bereich zu bedienen.

Die Android-Nexus-Reihe wird neuesten Informationen zufolge nicht durch das Gerüchten zufolge geplante Projekt Android Silver ersetzt. Das hat Dave Burke, der Chef des Android-Entwicklerteams und des Nexus-Programms in einem Interview mit ReadWrite erklärt. Google will demnach weiterhin Nexus-Geräte herausbringen. Ein nächstes Modell soll mit dem Release von Android L erscheinen, den Google für diesen Herbst ankündigte.

Google: Nexus-Reihe wird nicht auslaufen, Nexus 9 im Herbst?

Googles Dave Burke hat erklärt, Android Silver wird nicht die Nexus-Reihe ersetzen. Ein neues Nexus-Gerät soll mit dem Release von Android L im Herbst erscheinen. Googles Strategie könnte es sein, mit Android One das Einstiegssegment, mit Nexus die Mittelklasse und mit Android Silver den High-End-Bereich zu bedienen (Bild: CNET.com).

Um welches Gerät es sich dabei handelt, wurde nicht verraten. Gemeint dürfte jedenfalls das Android-Tablet Nexus 9 sein, das Google auf der Google I/O nicht vorgestellt hat. Es zeigte sich kürzlich samt angeblicher technischer Daten auf einem Screenshot. Es soll über einen 8,9-Zoll-Bildschirm verfügen und von HTC gefertigt werden. Die Auflösung des Displays beträgt demnach 2048 mal 1440 Pixel. Angetrieben wird es den abgebildeten Spezifikationen zufolge von Nvidias CPU Tegra K1, die passend zum neuen Android L auf der 64-Bit-Architektur basiert. An RAM sollen 2 GByte integriert sein. Der interne Speicher soll wahlweise 16 oder 32 GByte groß sein. Die 16-GByte-Version kostet angeblich 399 Dollar und die 32-GByte-Ausführung 499 Dollar.

Dave Burke wiedersprach damit kursierenden Spekulationen, Google werde seine Nexus-Reihe bald auslaufen lassen. Gerüchten zufolge sollte es schon in diesem Jahr kein AndroidSmartphone der Nexus-Reihe mehr herausbringen. An die Stelle des Nexus-Programms sollte rundum Februar 2015 mit Android Silver ein noch ambitionierteres Projekt an den Start gehen.  Im Gegensatz zu den Nexus-Smartphones, die auf die mittlere Preisklasse abzielen, ist Android Silver auf das High-End-Segment ausgerichtet. Eines der ersten Android-Silver-Geräte soll von LG gefertigt werden und mit dem von Qualcomm angekündigten Snapdragon-810-Prozessor (MSM8994) ausgestattet sein, der speziell für den Betrieb von 4K-Displays optimiert ist. Er bietet Unterstützung für LTE Advanced (Kategorie 6) und verfügt über zwei Quad-Core-CPUs, eine integrierte Adreno-430-GPU und kann auch einen externen 4K-Bildschirm oder Ultra-HD-Fernseher via HDMI 1.4 ansteuern. Nähere Informationen zu Android Silver liefert folgender Artikel.

Burke erklärte nun: “Wir investieren weiter in Nexus”. Zu Android Silver wollte er sich allerdings nicht äußern, außer dass es nicht das Ende für die Nexus-Geräte bedeute. “Die Leute haben über Nexus geredet, weil es etwas anderes gibt, und sie glauben, das bedeutet das Ende von Nexus. Das ist eine völlig falsche Schlussfolgerung.

Während Googles Entwickler den Open-Source-Code für neue Android-Versionen schrieben, arbeite ein anderes Team an einem Nexus-Gerät, das die neuen Android-Funktionen bestmöglich umsetze, führte Burke weiter aus. Beide Entwicklungsprozesse liefen Hand in Hand und das werde sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern.

“Es ist nicht möglich, den Open-Source-Code zu schreiben ohne das Telefon oder Tablet. Du musst den Code, den du entwickelst, leben und atmen”, so Burke. “Du kannst eine Plattform nicht abstrakt erstellen, du musst ein Gerät bauen.” Außerdem dienten Nexus-Geräte dazu, zu erklären, wie Android aus Sicht der Entwickler laufen soll. “Ich wüsste nicht, warum wir davon abkehren sollten, es würde keinen Sinn ergeben.”

Nach Burkes Aussagen und der Vorstellung von Android One auf der Entwicklerkonferenz Google I/O ergibt sich ein völlig neues Bild. Bei Android One handelt es sich um eine Smartphone-Referenz-Plattform, die es Herstellern ermöglichen soll, Android-Geräte für unter 100 Dollar herzustellen. Wie bei Googles Nexus-Programm oder auch Android-Silver sollen die Geräte mit Stock-Android ausgeliefert werden, eine vollständige Google-Play-Unterstützung bieten und von Google mit zeitnahen Updates auf neue Android-Versionen versorgt werden. Google erlaubt Herstellern allerdings für die unterschiedlichen Regionen spezifische Apps vorzuinstallieren. Die Strategie von Google könnte es also sein, mit Android One künftig das Einstiegssegment, mit Nexus die Mittelklasse und mit Android Silver den High-End-Bereich abzudecken.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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