Microsoft: aus Surface soll Lumia werden

Berichten zufolge will Microsoft seine Surface-Tablets in Lumia umbenennen. Zudem verhandele es mit Nokia, um sich die Rechte an der Marke „Nokia“ für einen noch längeren Zeitraum zu sichern.

Microsofts Windows-Tablets sollen künftig nicht mehr die Bezeichnung „Surface“, sondern den von Nokia übernommenen Markennamen „Lumia“ tragen. Das berichtet @evleaks. Darüber hinaus steht Microsoft den Informationen des Twitter-Nutzers zufolge in Verhandlungen mit Nokia, um die Marke „Nokia“ für einen noch längeren Zeitraum nutzen zu können, als es bisher vorgesehen war.

Microsoft: aus Surface soll Lumia werden

@evleaks hat schon Anfang Juni ein Dokument herausgegeben, bei dem es sich offenbar um eine Richtlinie für die Nutzung der Nokia-Marken handelt. Laut dem Dokument wollte Microsoft den Namen Nokia spätestens 18 Monate nach Abschluss der Übernahme der Handysparte des finnischen Unternehmens für Lumia-Smartphones und –Tablets nicht mehr verwenden. Die auf Android basierenden Smartphones der X-Reihe sollen noch bis zum 31. Dezember 2015 unter dem Namen Nokia verkauft werden. Die Rechte an der Marke „Asha“ soll sich Microsoft für zehn Jahre gesichert haben.

Mary Jo Foley, Microsoft-Kennerin und Bloggerin bei ZDNet.com ist jedoch der Auffassung, dass das Dokument vermutlich noch vor Abschluss der Nokia-Übernahme im April 2014 verfasst wurde. Aus anderen Quellen lägen ihr bisher keine Informationen über Microsofts Pläne für die Marken “Nokia”, “Lumia” oder “Surface” vor. Sie hat Microsoft diesbezüglich kontaktiert, rechnet aber nicht mit einer Stellungnahme, wie sie in ihrem Blog schreibt.

Microsoft habe viel in den Aufbau der Marke “Surface” investiert, seit es sich entschieden habe, den Namen für seine Tablets und nicht mehr für seine Computertische zu verwenden, ergänzte Foley. Aktuell werbe Redmond beispielsweise anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2014 im Fernsehen für das neue Surface Pro 3.

Die Marken Nokia und Lumia sind aber vor allem außerhalb der USA sehr bekannt. Auf dem US-Markt war das finnische Unternehmen hingegen nie stark vertreten. Zudem hat Windows Phone außerhalb der USA einen höheren Anteil als in Microsofts Heimatmarkt. Laut Ende Mai veröffentlichten Zahlen von Kantar Worldpanel Comtech kam Windows Phone in den Vereinigten Staaten zuletzt auf 4,7 Prozent, während es in den fünf wichtigsten europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) 8,4 Prozent waren.

Ein einheitlicher Markenauftritt würde auch zur neuen “One Microsoft”-Strategie passen. Zudem soll das nächste große Windows-Release “Threshold“, das angeblich im Frühjahr 2015 erscheint, eine Version enthalten, die auf Smartphones und Tablets läuft. Ein einheitliches Betriebssystem für beide Produktgruppen würde ebenfalls dafür sprechen, dass Microsoft für Tablets und Smartphones dieselbe Marke verwendet.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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