Finanzen im Griff: praktische Apps für Android, iOS & Co.

Ob Finanzverwaltung, Onlinebanking, Gehalts- oder Wechselkursrechner – mit der entsprechenden App fürs Tablet oder Smartphones hat man auch unterwegs seine Finzanzen im Griff. Wir haben interessante kostenlose und kostenpflichtige Lösungen zusammengestellt.

Wechselkurse von Russell Wilson (Screenshot: Russell Wilson)

Im Zeitalter von Smartphones oder Tablet-PCs sind mittlerweile Apps für jede erdenkliche Anwendung zu finden, die den Nutzern in vielen Lebensbereichen den Alltag erleichtern. Ob man etwas notieren, den Weg mit dem Auto finden oder die neuesten Informationen über seinen Bundesligaverein erhalten will – es gibt für fast jede Lebenslage die passende App. Mittlerweile hat sich ein gigantisches Angebot entwickelt, auch wenn nicht alle Anwendungen unbedingt immer sinnvoll sind. Auch im Bereich Finanzen werden unzählige kostenlose und kostenpflichtige Apps angeboten.

Kostenlose Apps

Wechselkurse von Russell Wilson (Screenshot: Russell Wilson)

Kostenlose Apps genießen nicht immer den besten Ruf. Ihr Leistungsumfang wird von vielen Usern als gering eingeschätzt, die nicht abschaltbare Werbung als nervig empfunden. Dennoch gibt es verschiedene Gratisanwendungen, die die Nutzer bei der Bewältigung ihrer Privatfinanzen unterstützen. Häufig sind die kostenlosen Apps spezialisiert, bieten aber in einem bestimmten Bereich ausreichende Funktionen, um den Wünschen der Anwender gerecht zu werden.

Der Brutto Netto Gehaltsrechner für Android beispielsweise hält, was sein Name verspricht – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Er ermittelt das Nettogehalt, das vom Brutto übrig bleibt. Steuerpflichtige können ihre Steuerklasse eingeben, Freibeträge wie der Kinderfreibetrag werden berücksichtigt. Weitere Elemente wie die Kirchensteuer, die Renten- oder die Krankenversicherung sind ebenfalls integriert.

Screenshot: Resposito

Ebenso spezialisiert ist die Android-App Wechselkurse von Russell Wilson. Egal, ob Broker oder Urlauber: Diese App ermöglicht es dem User, die aktuellen Wechselkurse zu checken und nicht nur eine, sondern mehrere Währungen gleichzeitig umzurechnen. Schon beim Shoppen in europäischen Metropolen, deren Staaten keine EU-Mitglieder sind, kann das durchaus hilfreich sein.

Eine weitere empfehlenswerte App ist Reposito. Mit dem Smartphone abfotografierte und gespeicherte Kassenzettel, Garantiedaten oder ähnliche in Papierform vorhandene Belege werden von diesem Programm erfasst. So bekommt man beispielsweise Mitteilungen, wenn das Ende der der Gewährleistung erreicht ist, um kein kritisches Datum zu überschreiten. Zudem kann man persönliche Produktfotos integrieren. Wie Reposito genau funktioniert, zeigt auch das Video des Herstellers. Die App gibt es für iOS und Android.

Kostenpflichtige Apps

Warum sollte man für Anwendungen etwas bezahlen, wenn man sie auch kostenlos bekommen kann? Das ist eine berechtigte Frage, die man sich bei kostenpflichtigen Anwendungen natürlich stellt. Der oft größere Leistungsumfang ist für zahlreiche Anwender aber meist von Nutzen und speziell die User, die bestimmte Anforderungen an die Software stellen, profitieren von kostenpflichtigen Programmen in mehrerer Hinsicht.

Screenshot: Lexware

Wer beispielsweise kostenlose (Desktop-)Programme für die Privatfinanzen wie Quicken erwirbt, muss zwar dafür bezahlen, bekommt aber in der Regel die kostenlose, darauf zugeschnittene App dazu. Bei Quicken kann per App der vielschichtige Lieferumfang genutzt werden. Darin sind unter anderem auch der sichere Zugang zum Online-Banking (HBCI+/ FinTS mit PIN/TAN), eine Vermögensübersicht und deren Auswertungen oder das Management von Wertpapieren enthalten. Der Anbieter Lexware liefert zudem umfangreichen Service und viele Hilfsmittel im Paket.

Screenshot : Star Finance

Kunden großer deutscher Banken können auch die institutseigenen Anwendungen nutzen. Sparkasse+ heißt beispielsweise die App des bundesweit renommierten Kreditinstituts, welches wichtige Funktionen des Online-Banking ermöglicht. So können Anwender unterwegs Überweisungen oder Umbuchungen tätigen, Daueraufträge organisieren oder einfach ihre Kontostände überprüfen. Die verschlüsselten Schnittstellen der Sparkasse garantieren den Nutzern der App dabei eine hohe Sicherheit. Die Basisversion Sparkasse ist kostenlose, die Version Sparkasse+ kostet aufgrund der Multibankenfähigkeit einmalig 89 Cent.

Mit der kostenpflichtigen Anwendung Banking 4 lassen sich Konten bei über 3.000 deutschen Kreditinstituten sowie Paypal administrieren. Auch hier kommen neuste Sicherheitstechniken zum Einsatz. Neben den Features der hier bereits erwähnten Anwendungen können sensible Finanzdaten in „Tresoren“ aufbewahrt werden. Das Programm lässt sich auch auf einem USB-Stick installieren. Neue gesetzliche Regelungen wie die für das SEPA-Banking notwendige IBAN werden ständig aktualisiert und integriert.

Banking 4 ist zudem für die verschiedensten Betriebssysteme, beispielsweise Android, iPhone, Kindle Fire oder BlackBerry 10 sowie für Windows-PCs entwickelt. Auch darauf sollten interessierte User stets ein Auge haben. Schließlich sind nicht alle Apps für alle Betriebssysteme kompatibel.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Finanzen im Griff: praktische Apps für Android, iOS & Co.

  • Am 3. Juli 2014 um 13:55 von Thomas Wiedenmann

    Tolle Funktionen hat auch die VR-Banking-App der Volks- und Raiffeisenbanken. Und sie ist, trotz Multibanken-Fähigkeit, kostenlos!

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