Microsoft und Canon: Lizenzabkommen für Mobil- und Imaging-Patente unterzeichnet

Das aktuelle Abkommen gilt für eine nicht näher genannte Zahl von Schutzrechten. Durch derartige Lizenz-Vereinbarungen sollen Patentstreitigkeiten reduziert werden.

Mit einem Lizenzabkommen, das Microsoft und Canon jetzt geschlossen haben, räumen sie sich gegenseitig die Rechte an einer nicht näher genannten Zahl von Patenten ein. Einer Pressemitteilung des Softwarekonzerns zufolge handelt es sich überwiegend um Mobil- und Digital-Imaging-Patente. Weitere Details zu ihrer Vereinbarung haben die beiden Firmen nicht öffentlich gemacht.

Logos von Microsoft und Canon

„Die Vereinbarung deckt eine Vielzahl von Produkten und Diensten ab, die beide Unternehmen anbieten, inklusive bestimmte Digital-Imaging- und mobile Consumer-Produkte“, teilte das Unternehmen aus Redmond mit. „Microsoft und Canon arbeiten schon länger zusammen, um Verbrauchern hochqualitative und fortschrittliche Produkte zu liefern, inklusive Farb-Technologien.“

Laut Nick Psyhogeos, General Manager von Microsofts Intellectual Property Group, kann Microsoft durch die Zusammenarbeit mit Canon neue Produkte auf den Markt bringen, von denen Verbraucher profitierten. Gegenseitige Lizenzabkommen seien eine effektive Möglichkeit, Innovationen voranzutreiben und die Zahl der Patentstreitigkeiten zu reduzieren. Das Abkommen sei eine logische Fortsetzung der langjährigen Beziehung zwischen Canon und Microsoft, ergänzte Hideki Sanatake, Senior General Manager des Bereichs Corporate Intellectual Property bei Canon.

Es ist nicht das erste Mal, dass beide Firmen geistiges Eigentum ausgetauscht haben. 2009 hatte Canon Microsofts exFAT-Dateisystem lizenziert, das unter anderem für Speicherkarten verwendet wird.

Der Vertrag mit Canon steht allerdings in keinem Zusammenhang mit Microsofts Bemühungen, Lizenzen für seine Patente an Firmen zu verkaufen, die Linux, Android und Chrome OS benutzen. Nikon hatte jedoch 2013 eine Lizenz für Microsofts angeblich für Android relevante Patente erworben, da es das Google-OS für seine WLAN-Kamera Coolpix S800c verwendet.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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