iWatch: Apple stellt Experten für Vermarktung von Uhren ein

Apple hat den Vizepräsidenten von Tag Heuer eingestellt, der bei dem schweizer Lusxusuhren-Hersteller die Bereiche Vertrieb und Einzelhandel leitete. Ein Marktstart der iWatch wird für Oktober erwartet.

Apple bereit sich offenbar auf den Marktstart der iWatch vor. Mit Patrick Pruniaux hat es einen Experten für die Vermarktung von Uhren eingestellt. Er war Vizepräsident beim schweizer Luxusuhren-Herstellers Tag Heuer und leitete die Bereiche Vertrieb und Einzelhandel. Bestätigt wurde der Wechsel von Jean-Claude Biver, der bei der Tag-Heuer-Mutter LVMH für Uhren zuständig ist, in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC. Das meldet Reuters und 9to5Mac.

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Apple hat den Vizepräsidenten von Tag Heuer eingestellt, der bei dem schweizer Lusxusuhren-Hersteller die Bereiche Vertrieb und Einzelhandel leitete. Ein Marktstart der iWatch wird für Oktober erwartet (Bild: CNET.com)

In dem Gespräch erklärte Biver, dass er die iWatch als eine potenzielle Bedrohung für die Uhren-Branche sieht und die Hersteller reagieren müssten. “Die iWatch wird die gleiche Macht eines Statussymbols haben wie viele andere Apple-Produkte auch, besonders am Anfang”.

Berichten von Juni zufolge wird der Release der Apple-Smartwatch im Oktober dieses Jahres erfolgen. Als Zulieferer fungiert demnach Quanta. Als Datum gilt allerdings schon lange September oder Oktober als wahrscheinlich. Mit der Massenproduktion soll es im Juli beginnen.

Die iWatch soll bisherigen Spekulationen zufolge in zwei verschiedenen Größen erscheinen – unter anderem mit einem 2,5 Zoll großen Display. Damit wäre dieses iWatch-Modell deutlich größer als beispielsweise die Android-Wear-Smartwatches Gear Live von Samsung oder LGs G Watch, die auf der Google I/O vorgestellt wurden.

Der Bildschirm der Apple iWatch soll wie schon früher berichtet gebogenen sein. Das Display soll etwas über das Armband herausragen. Ob die Anzeige auf der AMOLED-Technologie basiert und von Saphirglas geschützt ist, wird von den Quellen nicht erwähnt.

Weiterhin soll sich die Apple iWatch kabellos laden und – wie heute alle Mobilgeräte – natürlich per Touch bedienen lassen. Zudem sollen über zehn Sensoren zum Erfassen verschiedener Daten an Bord sein. Unter anderem zum Fitness- und Gesundheits-Tracking wie schon mehrfach berichtet wurde und aufgrund der mit iOS 8 eingeführten App Health auch zu vermuten ist.

Wie auch die meisten bereits erhältlichen Smartwatches wird die iWatch Reuters zufolge einige Funktionen unabhängig von einem iPhone ausführen können, allerdings für Messaging oder Voice-Chat wie üblich eine Verbindung zum Smartphone voraussetzen. Kaum überraschend: die iWatch soll natürlich nur mit iOS-Geräten zusammenarbeiten.

Zur Verbindung der iWatch mit einem iOS-Gerät soll die NFC-Technologie in Kombination mit einem Sicherheitsmodul (Secure Element) und biometrischer Erkennung dienen. Bisher hatte Apple die NFC-Technologie allerdings stets gemieden. Womöglich ist aber auch iBeacon gemeint, das auf Bluetooth aufbaut und als Apples Antwort auf NFC gilt. Um eine dünne Bauhöhe zu garantieren, soll die Bauweise auf dem SiP-Ansatz (System-in-Package) basieren.

In Sachen Funktionsumfang scheint sich die iWatch damit nicht groß von der Konkurrenz abzusetzen. Vermutlich wird Apple versuchen, mit dem Design zu Punkten. Das Aussehen soll sich jedenfalls von den bisherigen Modellen unterscheiden. Der bekannte Apple-Beobachter und Analyst bei KGI Securities Ming-Chi Kuo, der mit seinen Vorhersagen schon oft richtig lag, geht davon aus, dass Apple ähnlich wie Sony verschieden farbige Armbänder aus unterschiedlichen Materialien anbieten wird. Die teuersten Modelle der smarten Uhr sollen ähnlich wie Luxus-Uhren mehrere tausend Dollar kosten. Preise eines Standard-Modells werden nicht angeführt.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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