Verschärfte Sicherheit: ungeladene Smartphones dürfen bei Direktflügen in die USA nicht ins Flugzeug

Bei bestimmten Direktflügen in die USA sollten Passagiere künftig darauf achten, dass Smartphones, Notebooks oder andere elektronische Geräte geladen sind. Ansonsten dürfen sie womöglich nicht an Bord. Auch deutsche Flughäfen sollen zugesagt haben, die neuen Sicherheitsrichtlinien der USA umzusetzen.

Um sich noch besser vor Terrorangriffen zu schützen, hat das Heimatschutzministerium der USA die Sicherheitskontrollen für Smartphones, Notebooks & Co. bei bestimmten Direktflügen in die USA verschärft. Laut einer neuen Sicherheitsvorgabe der Transportation Security Administration (TSA) sind verschiedene ausländische Flughäfen angehalten, Fluggäste, deren elektronische Geräte sich aufgrund eines ungeladenen Akkus nicht einschalten lassen, den Zutritt zum Flugzeug zu untersagen.

(Bild: Shutterstock/Mila-Supinskaya).

(Bild: Shutterstock/Mila-Supinskaya).

In einer Pressmitteilung informiert die TSA über die neuen Sicherheitsvorgaben und weist darauf hin, dass Sicherheitsbeamte die Reisenden im Rahmen der üblichen Prüfung elektronischer Geräte wie Smartphones womöglich auffordern, diese einzuschalten. ”Stromlose Geräte werden in einem Flugzeug nicht erlaubt”, heißt es weiter.

Minister Jeh Johnson zufolge, der in den USA für den Heimatschutz verantwortlich ist, ist die Verschärfung der Kontrollen ein Teil eines laufenden Prozesses zur Einschätzung der globalen Bedrohungslage. “Ich habe die TSA angewiesen, auf bestimmten ausländischen Flughäfen mit Direktflügen in die USA verschärfte Sicherheitskontrollen einzuführen”, so Johnson.

Der Grund dürfte die Angst vor Sprengstoff sein, der in einem Notebook- oder Smartphone-Akku versteckt sein könnte. Angeblich entwickeln militante islamische Gruppen in Syrien und dem Jemen derartige Bomben, mit denen sich die bisherigen Sicherheitskontrollen an Flughäfen umgehen lassen.

Wie die BBC berichtet, gelten die neuen Kontrollen unter anderem am Londoner Flughafen Heathrow. Die USA führten zwar selber keine Kontrollen an ausländischen Flughäfen durch, die Fluglinien und die Flughäfen seien aber verpflichtet, die von der TSA aufgestellten Sicherheitsstandards umzusetzen.

Dem Bericht zufolge sollen sich Flughäfen in Großbritannien, Frankreich und auch Deutschland bereit erklärt haben, die neuen Regeln zu befolgen. Die Agentur Reuters will zudem erfahren haben, dass die Beamten besonders häufig Smartphones von Apple und Samsung für Kontrollen auswählen.

“Wir werden sicherstellen, dass die notwendigen Schritte die Reisenden möglichst wenig belasten”, heißt es weiter in der Stellungnahme des Ministers. Zudem tausche man aktuelle und relevante Informationen mit Verbündeten und der Flugbranche aus, um ein Bewusstsein für die Sicherheitslage zu schaffen und die Reisenden zu schützen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Verschärfte Sicherheit: ungeladene Smartphones dürfen bei Direktflügen in die USA nicht ins Flugzeug

  • Am 7. Juli 2014 um 15:24 von wers glaubt

    dieser schwachsinn dient einzig und allein der überwachung. bald darf man ohne telefon oder gps-sender überhaupt nicht mehr in die usa.

    • Am 7. Juli 2014 um 16:04 von Uwe Bessler

      Hallo,

      schaun sie doch mal unter ihrem Bett nach, wahrscheinlich liegt da ein gefährlicher CIA-Agent. Ich denke mal, sie leiden unter Verfolgungswahn.

    • Am 18. Juli 2014 um 11:06 von Der Leser

      Hallo zusammen,
      ich kann „wers glaubt“ nur beipflichten.
      Die Naivität ist kaum zu bekämpfen.
      Schon vor Jahren habe ich Bekannten e.t.c. mitgeteilt, dass ich ab sofort nicht mehr per Facebook, Whatsapp .. erreichbar bin.
      Sofort wird man abgestempelt als eben genau „paranoid“.

      Und zack! Jetzt wundern sich alle über NSA-Affären, Doppelagenten und und und.

      PS.: Der Spion liegt nicht unterm Bett – sondern sogar unterm Kopfkissen oder auf dem Nachtschränkchen.
      Das Smartphone ist George Orwells neuer Televisor.

      • Am 18. Juli 2014 um 14:20 von Hans

        Seltsam dass sich nur die Deutschen von Geheimdiensten derart verfolgt fühlen. Und dass viele sich für so wichtig und interessant halten dass sie glauben sie seien das Ziel von Spionageaktivitäten. Das fällt für mich unter die Kategorie Selbstüberschätzung und Größenwahn. Ich jedenfalls habe kein Problem mit der Nutzung von facebook und Smartphones.
        Übrigens war die Funktionsprüfung von Geräten schon vor 20 Jahren Standard auf vielen Flughäfen, z.B. als Camcorder massentauglich wurden. So neu ist das also nicht, und wer damit nicht einverstanden ist, muss ja nicht mitfliegen.

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