Oculus: Controller für Virtual Reality Headset Rift geplant

Oculus VR soll angeblich auch an Controllern für das Headset „Rift“ arbeiten. In Kombination mit dem Motion-Controller soll ein noch intensiveres Erlebnis bei Videospielen und anderen Simulationen ermöglicht werden.

Facebooks Virtual-Reality-Unternehmen Oculus VR genügt es offensichtlich nicht mehr, dass seine Produkte auf dem Kopf getragen werden, es will, dass Anwender sie auch in die Hand nehmen können. So soll der Virtual-Reality-Pionier, wie unsere US-Kollegen unter Berufung auf „entwicklernahe“ Quellen berichten, angeblich nicht nur am Virtual-Reality-Headset Oculus Rift, sondern auch an einem Prototypen zur Bewegungssteuerung für seine Headsets arbeiten, um den Anwendern ein noch intensiveres Erlebnis bei Videospielen und anderen Simulationen zu bieten. Ein Sprecher von Oculus lehnt auf Nachfrage unserer US-Kollegen einen Kommentar dazu ab.

(Bild: Sarah Tew/CNET)

Der Motion-Controller soll Bewegungen erkennen und Anwender durch Hand- und Körperbewegungen in die Lage versetzen, noch intensiver ins Spielgeschehen einzugreifen. Der Controller ist als Ergänzung zur nächsten Brille gedacht und soll Kunden schon einmal einen Vorgeschmack auf die weitere Entwicklung ermöglichen.

In der realen Welt stößt der Schritt sicher nicht nur auf Begeisterung, denn die Entwicklung eigener Motion-Controller dürfte die Entwicklerszene mehr als nur irritieren. Mehr als ein halbes Dutzend Unternehmen arbeiten an Motion-Controllern für das Virtual-Reality-Headset Oculus „Rift„. Investoren, Entwicklern und Kunden haben bereits früh Millionen Dollar in die Entwicklung gesteckt. Mittlerweile sind Unternehmen sogar Partnerschaften mit Software-Herstellern eingegangen.

Branchenkenner sehen nichts Ungewöhnliches daran, dass Oculus auch an Bewegungssteuerungen arbeitet, da diese Controller für viele Entwickler eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Aber nichtsdestotrotz würde Oculus damit in Konkurrenz zu den Zubehör-Herstellern treten. „Letzendlich ist Oculus gegenüber den Kunden verantwortlich, das alles funktioniert“, sagt Julian Volyn, Mitbegründer von Trinity VR, einem Startup, das Bewegungs-Controller entwickelt.

Wann Oculus seine Bewegungssteuerung der Öffentlichkeit präsentieren wird, ist noch unklar. Das Unternehmen muss zunächst einen offiziellen Starttermin für das Rift-Headset bekannt geben. Einige Branchen-Beobachter erwarten, das das Gerät im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird.
Facebook hatte das Unternehmen im März für 2 Milliarden Dollar übernommen und ihm Rahmen der Übernahme teilte Oculus VR mit, dass es neue Prototypen seiner Produkte mit „speziellen Teilen“ entwickle, um eine höhere Qualität zu garantieren. Oculus steht enorm unter Druck, das bestmögliche Produkt zu liefern, um Kunden auf seine Plattform zu ziehen. Julian Volyn ist der Meinung, dass es durchaus Sinn mache, das Thema selbst in die Hand zu nehmen.

Oculus mit Sitz im kalifornischen Irvine wurde 2012 vom 21-jährigen Palmer Luckey gegründet. Für die Entwicklung der Rift-Brille beschaffte sich das Unternehmen damals über Kickstarter 2,4 Millionen Dollar.

[Mit Material von Ian Sherr, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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