Google erlaubt sich Rickrolling-Scherz in Android-Update der Youtube-App

Mit dem aktuellen Update seiner Youtube-App für Android hat Google einen String in den Quellcode der Anwendung integriert, der allein dazu dient, neugierige Blogger und Entwickler unter Vorwand auf das Musik-Video „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley zu locken. Die Neuheiten des Updates betreffen hauptsächlich die vereinfachte Handhabung von Wiedergabelisten.

Mit dem kürzlich veröffentlichten Update der Youtube-App für Android-Smartphones hat Google Code integriert, der allein dazu diente Blogger, Entwickler & Co. auf die Schippe zu nehmen.

Google erlaubt sich Rickrolling-Scherz in Android-Update der Youtube-App

Wie Artem Russakovskii von der Webseite Android Police berichtet, ist er beim Untersuchen der aktualisierten Youtube-APK auf bisher unentdeckte Neuerungen auf Googles Scherz reingefallen, der ihn unter Vorwand auf das Musik-Video „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley auf Youtube lockt. Hinter dem von Google eingefügten String mit dem Namen „music_pass_onboarding_tutorial_uri“ versteckte sich kein Tutorial, wie man es aufgrund der Bezeichnung vermuten könnte, sondern das Musikvideo von Rick Astley.

Der Scherz ist daher auch unter der Bezeichnung Rickrolling bekannt und bei der Netzgemeinde seit 2007 relativ populär. Im Jahr 2008 hatte sich Google zum 1. April beispielsweise schon einmal Rickrolling erlaubt und alle Links auf der Youtube-Startseite auf das Musik-Video von Rick Astley geändert. Im Jahr 2008 wurde auch der Musik-Sender MTV Opfer des Scherzes. Sogar ein Schädling fürs iPhone nutzte eine Sicherheitslücke in Apple-Smartphone aus, die mittels Jailbreak entsperrt wurden, um das Nutzerfoto durch ein Portrait von Rick Astley auszutauschen.

In einem Kommentar auf Russakovskiis Google+-Beitrag, indem er zugibt, von Google „gerickrollt“ worden zu sein, meldet sich der Suchmaschinenbetreiber auch zu Wort: „We know the Game and we’re gonna play it“, schreibt der Account der Google Developers.

Der Internetkonzern bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass seine Android-Apps regelmäßig genau unter die Lupe genommen werden, um möglicherweise Features zukünftiger Versionen zu entdecken, die schon in den Code implementiert wurden, aber im Grunde noch geheim sind. So hatte beispielsweise das Entwickler-Team des Custom ROMs CyanogenMod die Heads-Up-Benachrichtigungen von Android L noch vor der offiziellen Vorstellung auf der Google I/O im Code des Betriebssystems entdeckt und schon in die Nightlies von CyanogenMod 11 auf Basis von Android 4.4.4 integriert.

Das Update für die Android-App von Youtube hält natürlich auch richtige Neuerungen bereit. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die vereinfachte Handhabung von Playlisten. Wiedergabeliste lassen sich nun beispielsweise auch in minimierter Form direkt abspeichern. Version 5.9 der Youtube-App wird aktuell von Google verteilt. In Deutschland ist es noch nicht angekommen. Die APK-Datei kann aber bereits von der Android-Police-Webseite heruntergeladen werden. Um sie installieren zu können, muss in den Geräteeinstellungen die Option „Unbekannte Quellen“ kurzfristig aktiviert werden.

Die von Google Ende Juli via Twitter angekündigte Aktualisierung für den Google Play Store, die das mit Android L vorgestellte Material Design einführt, ist dagegen aktuell schon auf ersten deutschen Geräten verfügbar. Nähere Informationen liefert der Beitrag Google Play Store: Update mit Material Design in Deutschland angekommen.

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Google erlaubt sich Rickrolling-Scherz in Android-Update der Youtube-App

  • Am 7. August 2014 um 17:52 von UP87

    Rick Rolling ist auch bekannt als Rick Astley…

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