Android Geräte-Manager erhält Update: Version 1.3.8 erlaubt Rückrufe

Wird beim Sperren des Smartphones oder Tablets im Android Geräte-Manager eine Telefonnummer hinterlegt, können ehrliche Finder diese direkt vom Lockscreen des Gerätes aus anrufen. Zudem wurde die Funktionsweise der App auf Geräten mit Custom Roms verbessert.

Googles Diebstahl-Lösung Android Geräte-Manger hat ein Update erhalten, das die App um ein Rückruf-Feature erweitert. Smartphone- oder Tablet-Besitzer haben nach der Aktualisierung die Möglichkeit, beim Sperren des Gerätes über die Webseite oder den Gast-Zugang des Android Device Managers optional eine Telefonnummer anzugeben, die ein ehrlicher Finder direkt vom Lockscreen des Android-Smartphones aus anrufen kann. Zusätzlich lässt sich wie üblich auch eine Wiederherstellungsnachricht verfassen, die auf dem Sperrbildschirm angezeigt wird.

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Wird beim Sperren des Smartphones oder Tablets im Android Geräte-Manager eine Telefonnummer hinterlegt, können ehrliche Finder diese direkt vom Lockscreen des Gerätes aus anrufen. Zudem wurde die Funktionsweise der App auf Geräten mit Custom Roms verbessert (Screenshot: ZDNet.de).

Darüber hinaus bringt die neue Version laut Google noch allgemeine Fehlerbehebungen mit sich. Das klingt erst einmal relativ lapidar, bedeutet in der Praxis aber, dass die Anwendung nun eigentlich erst richtig funktioniert. Zahlreiche Smartphone-Besitzer hatten sich bis dato beklagt, dass das Feature zum Orten des Gerätes in vielen Fällen nicht nutzbar sei. In der aktuellen Version klappt dies nun auch einwandfrei mit Smartphones oder Tablets, auf denen ein Custom Rom wie CyanogenMod oder OmniROM installiert ist.

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Neben dem hinzugekommenen Eingabefeld für eine Telefonnummer, kann wie üblich auch eine Nachricht angegeben werden, die auf dem Sperrbildschirm angezeigt wird (Screenshot: ZDNet.de).

Die neue Version des Android Geräte-Managers steht ab sofort im Google Play Store zum Download bereit. Wer den App Store auf seinem Android-Geräte öffnet, dürfte von einem neuen Design der Detail-Ansicht von Apps, Filmen, Büchern & Co. überrascht werden. Seit kurzem ist das von Google angekündigte Update, das das mit Android L vorgestellte Material Design einführt, auch in Deutschland angekommen. Nähere Informationen hält der Beitrag Google Play Store: Update mit Material Design in Deutschland angekommen bereit.

Vorgestellt hatte Google die App im August letzten Jahres. Seit dem Erscheinen der Anwendung hat sie der Internetkonzern stetig verbessert. Mit einem Ende Januar veröffentlichten Update wurde ist sie mit einem Passwort-Schutz ausgestattet. Im Mai fügte eine Aktualisierung dem Android Geräte-Manager eine Gast-Funktion hinzu. Diese erlaubt es Anwendern, sich über das Smartphone eines Bekannten in der App anzumelden und ihr verloren gegangenes Gerät von dort aus zu orten, zu sperren oder per Fernzugriff zu löschen. Per Fingertipp können Nutzer den Gastzugang bei der Anmeldung auswählen. Um den Android Geräte-Manager nutzen zu können, muss dieser auf dem Gerät aktiviert werden und mit dem eigenen Google-Account verknüpft sein. Falls ein Tablet von mehreren Personen genutzt wird, kann nur der Eigentümer den Android Geräte-Manager aktivieren.

Anders als der von Apple in seinen iOS-Geräten integrierte Diebstahlschutz ist es bei Android-Geräten aber nach wie vor möglich, diese über die Software-Tools der Hersteller zurückzusetzen und neu einzurichten. Somit ist der Diebstahlschutz für versierte Anwender leicht zu umgehen. Allerdings wollen zahlreiche Hersteller von Smartphones und Mobilbetriebssystemen bis Mitte 2015 für einen effektiven Diebstahlschutz sorgen. Sie reagieren damit auf Pläne mehrerer Bundesstaaten und Städte, die einen “Kill Switch” für mobile Geräte gesetzlich vorschreiben wollen. Unterstützung erhalten sie einem Bericht von Recode zufolge nun von Apple, Google, HTC, Huawei, Motorola, Microsoft und Samsung.

Der Diebstahl von Smartphones ist in den USA ein zunehmendes Problem. Sie können aufgrund ihrer Größe leicht entwendet werden. Zugleich sind sie wertvoll und lassen sich in der Regel problemlos auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. William Duckworth, Professor für Statistik und Analytics an der Creighton University, schätzt, dass der durch Smartphone-Diebstähle verursachte Schaden jährlich um 2,6 Milliarden Dollar reduziert werden könnte. Voraussetzung sei eine Anti-Diebstahl-Technologie, die ein Mobiltelefon für den neuen Besitzer unbrauchbar mache.

Mobilfunk- und Geräteanbieter profitieren in der Regel jedoch von den Diebstählen, entweder durch Versicherungen oder dadurch, dass die Opfer ihre Geräte ersetzen müssen. Das wird als möglicher Grund dafür angesehen, dass Firmen wie Apple, Google und Samsung erst jetzt und nach politischem Druck einen Kill Switch einführen wollen.

“Jeder Geräte- und Betriebssystemanbieter, der den ersten Teil dieser freiwilligen Vereinbarung unterzeichnet hat, hat zugestimmt, für alle neuen Smartphone-Modelle, die erstmals nach Juli 2015 für den Verkauf in den USA hergestellt werden, ein grundlegendes Anti-Diebstahl-Tool anzubieten”, heißt es in einer Presseerklärung des Branchenverbands CTIA. Die Lösung muss demnach vorinstalliert oder herunterladbar sein und darf keine zusätzlichen Kosten für Verbraucher verursachen.

Die Diebstahlsicherung soll das Löschen persönlicher Daten wie Kontakte, E-Mails und Bilder aus der Ferne ermöglichen und das Smartphone ohne die Eingabe eines Passworts oder einer PIN unbrauchbar machen. Notrufe sollen allerdings weiterhin möglich sein. Die Software muss zudem eine “Reaktivierung ohne Zustimmung des Besitzers inklusive des Zurücksetzens auf die Werkseinstellungen verhindern”, soweit dies technisch möglich ist.

 

[Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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