OnePlus One: 60 Stunden Akkulaufzeit bei Musikwiedergabe demonstriert

Das Android-Smartphone OnePlus One unterstützt die Musikwiedergabe über die sparsamere Hexagon-DSP des verbauten Qualcomm-Prozessors. Erhältlich ist das Gerät ab sofort auch bei Amazon. Ein Händler verkauft aus China importierte Exemplare für 439 Euro.

Das Android-Smartphone OnePlus One, das mit CyanogenMod 11 auf Basis von Android 4.4 KitKat sowie Qualcomms Snapdragon-801-Prozessor ausgestattet ist, bietet bei der Wiedergabe von Musik eine lange Akkulaufzeit von 60 Stunden. Das hat Qualcomm in einem Youtube-Clip demonstriert.

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Das Android-Smartphone OnePlus One unterstützt die Musikwiedergabe über die sparsamere Hexagon-DSP des verbauten Qualcomm-Prozessors. Erhältlich ist das Gerät ab sofort auch bei Amazon. Ein Händler verkauft aus China importierte Exemplare für 439 Euro (Bild: Qualcomm, Screenshot: CNET.de).

Der Grund für das gute Ergebnis ist ein Zusammenspiel zwischen dem fest verbauten 3100-mAh-Akku, der Qualcomm-CPU und CyanogenMod. Dank des Custom Roms ist das OnePlus in der Lage, die Musikwiedergabe über die Hexagon-DSP, also den digitalen Signalprozessor,  des Snapdragon-Chips abzuwickeln. Diese Methode verbraucht laut Qualcomm deutlich weniger Energie als bei der normalen Wiedergabe über die CPU.

Anstatt den Audio-Stream auf Androidseite zu dekodieren, wird er unentschlüsselt und in größeren Teilen an den DSP gesendet. Dieser übernimmt dann das dekodieren des Audio-Files und leitet ihn an den Codec weiter. Der App-Prozessor wird damit entlastet und nicht beansprucht, da er die Dekodierung der Audiodatei nicht übernehmen muss.

In Kombination mit dem sowieso schon sparsameren CyanogenMod hält das Smartphone beim Hören von Musik mit einer Akkuladung 60 Stunden lang durch. Allerdings ist die DSP-Wiedergabe offenbar nur mit speziell unterstützten Dateiformaten wie MP3 oder AAC möglich.

Zur weiteren Ausstattung des Android-Smartphones gehören  ein 5,5-Zoll-FHD-Display, 3 GByte RAM, 16 GByte Speicher, einer 13-Megapixel-Sony-Kamera und LTE. Weitere Details liefert folgender Artikel. Einen kurzen Test der Kamera hält der Beitrag OnePlus One: die Kamera im Kurztest.

Das Reizvolle an dem Gerät ist neben dem ab Werk vorinstallierten Custom Rom CyanogenMod, das gegenüber der Standard-Android-Version eine deutlich erweiterte Funktionalität und Anpassbarkeit bietet, der günstige Preis. Das AndroidSmartphone OnePlus One ist schon ab 269 Euro erhältlich, kommt aber mit einer Hardware, die mit den deutlich teureren High-End-Smartphones wie dem HTC One M8Samsung Galaxy  S5 und Sony Xperia Z2 mithalten kann.

Erhältlich ist das OnePlus grundlegend nur mit einer entsprechenden Einladung, die der Hersteller im Rahmen verschiedener Sonderaktion wie “Storm of invites” oder im OnePlus-Forum verteilt. OnePlus hatte allerdings auch angekündigt, sein Gerät künftig auch ohne Einladungen zu verkaufen. Frühestens ab dem dritten Quartal soll es möglich sein, das OnePlus One vorzubestellen. Der Hersteller versprach zudem, dass ab Ende Juni die für einen Kauf des Android-Smartphones benötigten Einladungen ohne große Mühe für jeden Interessenten erhältlich sein sollen. Dies ist bisher aber nicht der Fall. In einem Foren-Beitrag kündigte OnePlus nun Einladungen an, die nach dem Erhalt an Freunde und Bekannte weitergegeben werden können.

Darüber hinaus hat seit Kurzem ein erster Amazon-Händler das Smartphone im Angebot. Dort kann es ohne Einladung erworben werden, wie die Webseite Androidpit berichtet. Hier geht’s zu dem Angebot. Der Reiz des günstigen Preises ist beim Erwerb über Amazon allerdings nicht mehr gegeben. Der Händler bietet die aus China importierten und in Deutschland mit CyanogenMod statt dem dort verwendeten ColorOS bespielten Geräte für 439 Euro an. Anzumerken ist, dass das OnePlus One nicht alle LTE-Frequenzen unterstützt und nicht in dem vor allem im ländlichen Raum genutzten 800-MHz-Band funkt.

Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu OnePlus One: 60 Stunden Akkulaufzeit bei Musikwiedergabe demonstriert

  • Am 9. August 2014 um 10:34 von rhazaar

    Dass das Gerät nicht im O2 Netz betrieben werden kann ich schlichtweg eine Falschmeldung. Ich schreibe gerade mit dem OPO und ich bin O2 Kunde. Bitte korrigieren!

  • Am 9. August 2014 um 11:47 von hexadezimalion

    Die Aussage, dass das Oneplus One nicht im O2-Netz betrieben werden kann, ist falsch. Mein One im O2-Netz funktioniert wunderbar. Das One unterstützt nur eine von mehreren LTE-Frequenzen nicht, die O2 außerhalb der Ballungsgebiete nutzt.

  • Am 9. August 2014 um 14:13 von Ferdi

    In dem Artikel sind doch einige gravierende Fehler.
    Unter anderem auch der Schlußsatz wo das OPO nicht im O2-Netz funktionieren würde. Richtig ist, dass LTE nicht im O2-Netz funktioniert, aber telefonieren und Internet sehr wohl.

    Die angeblich ohne größer Mühe ab Ende Juni erhältlichen Invites sind zum Zeitpunkt des Artikels (08.08.2014) noch immer umkämpft und nur vereinzelt erhältlich. Wenn diese in ausreichender Zahl vorhanden wären, dann würden sie nicht auf eBay angeboten.

    Ein Schreiben von OnePlus im August:

    Dear xxxxx,
    Thank you for purchasing the OnePlus One! We would not be where we are today without your help.
    In our eagerness to get the phone into everyone’s hands, we sent out a few too many invites. This means that you might experience 3-6 days of delay in your order shipment. Please don’t panic; everyone will still receive his or her OnePlus One! Express shipping will take priority and devices will be shipped chronologically according to order date.
    If you simply cannot wait, we can refund your order. Please reply to your order confirmation email stating that you’d like to cancel and our Customer Support team will be ready to help.
    As a young startup, we are still working out kinks in our operations. Please bear with us as we try to deliver to you the best product possible. We are very grateful for your support and understanding.
    OnePlus Support“

    Wie die Schlammschlacht im Forum von OnePlus abläuft, kann man unter oneplus.net verfolgen.

    Vielleicht sollte man sich als Redakteur im Vorfeld ein wenig mehr mit der Materie beschäftigen bevor man Falschinformationen verbreitet.

    • Am 9. August 2014 um 14:57 von Christian Schartel

      Hallo, der Artikel wurde korrigiert. Sorry, für den Fehler. Ein Kunde hatte das von Amazon erstandene Modell zurückgesendet, da es offenbar generelle Probleme bei der Verbindung mit dem o2-Netz gab. Darauf wollten wir hinweisen. Dass die Einladungen schon für jedermann ohne Mühe erhältlich sind, war damit nicht gemeint. Wir bitten die unglückliche und missverständliche Formulierung zu entschuldigen.

      Beste Grüße, CNET.de-Redaktion

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