Amazon USA: Kreditkartenleser“Local Register“ für Mobilgeräte verfügbar

Die Gebühr für den Reader liegt bei 10 Dollar, die aber auf die ersten Transaktionsgebühren angerechnet werden. Mit der Standardgebühr von 2,5 Prozent vom Umsatz liegt Amazon unter seinen US-Konkurrenten Paypal Here und Square. Frühbucher zahlen bis Ende 2015 sogar nur 1,75 Prozent.

Amazon bietet jetzt in den USA ein Kreditkartenlesegerät als Smartphone- und Tablet-Zubehör. Mit „Local Register“ (ungefähr: „Kasse vor Ort“) können Händler Kreditkartenzahlungen akzeptieren. Ähnliche Angebote gab es in den Staaten bisher schon von Square und Verifone.

Amazon Local Register (Bild: Amazon.com)

Amazon Local Register (Bild: Amazon.com)

Um den Reader zu nutzen, muss der Händler auch die zugehörige App installiert haben, die im Amazon Appstore, dem Apple App Store und Google Play zum Download bereitsteht. Dann kann er Kundenkarten wie bei Standalone-Scannern durchziehen und so eine Transaktion starten.

Das Gerät ist ab sofort bei Amazon.com für 10 Dollar erhältlich und von Portokosten ausgenommen. Ab nächster Woche wird es auch in den Geschäften der Büromaterial-Kette Staples angeboten. Der Preis beträgt 10 Dollar, wird aber auf die ersten Transaktionsgebühren angerechnet.

Wenn sich US-Händler bis 31. Oktober für das Lesegerät entscheiden, belaufen sich diese Gebühren auf 1,75 Prozent des Umsatzes – und zwar bis 1. Januar 2016. Die Standardgebühr für spätere Anmeldungen und über dieses Datum hinaus beträgt 2,5 Prozent. Zum Vergleich: Paypal Here berechnet 2,7 Prozent Gebühr, Square 2,75 Prozent. Beide stellen ihre Lesegeräte kostenlos zur Verfügung.

Vor einigen Wochen war durch ein durchgesickertes Dokument von Vertriebspartner Staples bekannt geworden, dass Amazon ein solches Gerät plant. Amazon hat vergangenen Monat zudem einen Bezahldienst gestartet und damit gezeigt, dass es in diesem Bereich mit Square oder auch der Ebay-Tochter Paypal zu konkurrieren beabsichtigt. Es kommt auf diese Weise nicht zuletzt an Daten zu Offline-Einkäufen.

Amazon hat sich aufgrund anhaltender Verluste von zuletzt 126 Millionen Dollar Kritik seiner Aktionäre gefallen lassen müssen. Seine Bereitschaft zu Investitionen in neue Geschäftsfelder wurde dadurch offenbar nicht geschmälert. Im laufenden Quartal erwartet es mit 810 Millionen Dollar einen noch deutlich höheren Verlust. Unter anderem hat es letzten Monat angekündigt, bis zu 2 Milliarden Dollar für schnelles Wachstum auf dem indischen Markt auszugeben.

[mit Material von Florian Kalenda, News.com]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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