Mozilla Flame: Firefox-OS-Referenzgerät ist wieder verfügbar

Die ersten Geräte waren bereits im Juli ausgeliefert worden. Beim Flame lässt sich der 1 GByte große Arbeitsspeicher auf bis auf 256 GByte reduzieren. Damit ist es Entwicklern möglich, die Reaktionsgeschwindigkeit ihrer Programme auch auf schlechter ausgestatteten Modellen zu testen. Der Preis: 170 Dollar.

Einige US-Techniksites dachten, es handle sich um eine Neuvorstellung. Tatsächlich aber hat Mozilla hat sein erstes Referenzgerät für sein Smartphone-Betriebssystem Firefox OS erneut verfügbar gemacht – und dazu ein zweites Mal eine Präsentation versandt. Nach Ende der Vorbestellmöglichkeit im Juli (als die erste Charge verschickt wurde) kann das Mozilla Flame nun jedenfalls wieder zum Preis von 170 Dollar geordert werden.

Firefox-OS-Referenzgerät Flame (Bild: Mozilla)

Firefox-OS-Referenzgerät Flame (Bild: Mozilla)

Der regulierbare Arbeitsspeicher ist die wichtigste Besonderheit des Flame. Das Flame kommt zwar mit 1 GByte RAM, lässt sich aber auf bis zu 256 MByte RAM begrenzen. So ist es Entwicklern möglich, die Reaktionsgeschwindigkeit ihrer Programme auf einem schlechter ausgestatteten Modell zu testen – schließlich zielt Firefox OS auf den Low-Cost-Sektor und Entwicklungsländer ab.

Beim Flame handelt es sich ansonsten um ein Dual-SIM-Gerät mit 1,2-GHz-Prozessor, 4,5-Zoll-Bildschirm, 854 mal 480 Pixeln Auflösung und einer rückseitigen 5-Megapixel-Kamera ebenso wie einer vorderseitigen 2-Megapixel-Webcam. Der Flash-Speicher von 8 GByte kann über einen MicroSD-Kartenleser erweitert werden. Der Akku weist eine Kapazität von 1800 mAh auf. Das Referenzgerät unterstützt weiterhin A-GPS, NFC, WLAN nach IEEE 802.11b/g/n, Bluetooth 3.0 sowie Micro-USB.

Chris Heilman von Mozilla erklärt in einem Blogeintrag, 1 GByte Arbeitsspeicher sei für den täglichen Einsatz zwar praktisch, aber nicht typisch für Firefox-OS-Geräte. Das Alcatel One Touch Fire verfügt beispielsweise über 256 MByte RAM, das ZTE Open C über 512 MByte. Nur Geeksphones Dual-Boot-Modell Revolution ist ähnlich gut ausgestattet, richtet sich aber ebenfalls an Entwickler und wurde wegen fehlender Netzbetreiber-Vermarktung nicht als Firefox-OS-Gerät, sondern als Modell mit Boot2Gecko klassifiziert.

In China stehen derzeit weitere extrem billige Firefox-Smartphones vor dem Start – unter anderem von einem Hersteller namens Spreadtrum. Sie sind außer für China auch für Indien und Indonesien bestimmt. Die technischen Daten sind bisher unbekannt, aber viel sollte man nicht erwarten.

Nicht nur Mozilla setzt auf den Trend zu immer billigeren Handys. Microsoft hat kürzlich das Featurephone Nokia 130 für 19 Euro veröffentlicht – in der Hoffnung, so künftige Kunden für seine teureren Lumia-Geräte mit Windows Phone zu gewinnen.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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