LG G3 Stylus: abgespecktes G3 mit Stift-Bedienung

Das LG G3 Stylus sieht aus wie das Flaggschiff der Südkoreaner, ist aber für den kleineren Geldbeutel konzipiert. Es verfügt über ein niedriger auflösendes Display, eine schwächere CPU und weniger Speicher, ist dafür aber auch zu einem günstigeren Preis erhältlich.

LG hat das G3 Stylus offiziell gemacht. Nachdem das Android-Smartphone bereits in einem Werbevideo zu sehen war, kündigte es LG nun per Pressemitteilung samt den grundlegenden technischen Daten an. Ausgestellt wird es auf der IFA in Berlin, die am 5. September eröffnet wird.

LG G3 Stylus: abgespecktes G3 mit Stift-Bedienung (Bild: LG)

Entgegen den Erwartungen handelt es sich beim LG G3 Stylus nicht um ein High-End-Phablet, das etwa dem kommenden Samsung Galaxy Note 4 Konkurrenz machen soll, sondern um ein Gerät für preisbewusstere Kunden. Wie viel das Gerät kosten wird, das hat LG bisher nicht verraten, betont aber in der Pressemitteilung besonders den Preis.

Das Design des G3 Stylus entspricht grundlegend dem des Flaggschiffs. LG wird es ebenfalls in den Farben Schwarz, Weiß und Gold anbieten. Es verfügt dem Hersteller zufolge auch über die gewölbte und metallisch wirkende Kunststoff-Rückseite des G3, die LG als Floating-Arc-Form bezeichnet, sowie einen genauso dünnen Display-Rahmen. Mit 149,3 mal 75,9 mal 10,2 Millimeter ist es trotz identisch großem Display allerdings nicht so schlank wie das LG G3 (146,3 x 74,6 x 8,95 mm).

Die Hardware ist dem günstigeren Preis entsprechend deutlich abgespeckt und erinnert an das LG Pro Lite Dual. Das 5,5-Zoll-IPS-Display bietet eine identische qHD-Auflösung von 960 mal 540 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 220 ppi. Zum Vergleich: das G3 löst mit einer QHD-HD-Auflösung von 1440 x 2560 Pixel auf und bietet eine Pixeldichte von rund 539 ppi.

Angetrieben wird das G3 Stylus von einer 1,3-GHz-Quad-Core-CPU, der 1 GByte RAM zu Seite stehen. Im G3 verbaut LG einen Qualcomm Snapdragon 801 mit 2,5 GHz mit 2 beziehungsweise 3 GByte RAM. Der interne Speicher des Gerätes ist mit 8 GByte ebenfalls knapper bemessen als beim Flaggschiff, das es mit 16 oder 32 GByte zu kaufen gibt. Ein microSD-Kartenslot erlaubt aber auch hier eine Erweiterung.

Der wechselbare Akku ist mit 3000 mAh identisch zum G3 und dürfte beim Stylus für eine noch längere Laufzeit sorgen. Im Test hatte das LG G3 bei normaler Nutzung mindestens 1,5 bis 2 Tage durchgehalten.

Für Fotos und Videos bietet das LG G3 Stylus eine 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Dabei soll es sich um dieselbe Kamera handeln, die LG auch im G3 verbaut. Der Laserautofokus dürfte allerdings nicht mit an Bord sein, da er in der Pressemitteilung nicht erwähnt wird. Einen Kamera-Vergleich mit dem Samsung Galaxy S5 hält folgender Artikel bereit. Mit an Bord ist zudem eine 1,3-Megapixel-Cam in der Front für Videotelefonie und Selbstportraits. Die Kamera-App bringt einige Feautres des G3 mit – darunter Touch & Shoot oder das Auslösen eines Fotos per Geste.

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Das LG G3 Stylus wird es in den Farben Schwarz, Weiß und Gold zu kaufen geben (Bild: LG).

Zu den zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten hat LG noch keine Angaben gemacht. Ob es also auch LTE bietet oder nur UMTS wie das Pro Lite Dual, bleibt noch abzuwarten. WLAN, Bluetooth 4.0, USB 2.0, A-GPS sind aber sicherlich unterstützt.

Als Betriebssystem ist Android 4.4.2 KitKat samt LGs UX-Benutzeroberfläche vorinstalliert. Mit an Bord sind einige Funktionen der Top-Modelle G3 wie Knock Code, Smart Keyborad und QuickMemo+. Darüber hinaus lässt sich das G3 Stylus mit einem proprietären Stift bedienen. Er kann beispielsweise zum Schreiben oder Skizzen verwendet werden.

Weitere Informationen wird LG auf der IFA in Berlin bekannt geben. Den Verkauf des Android-Phablets startet es im September in Brasilien. Danach will es LG in Asien, dem mittleren Osten sowie den GUS-Staaten einführen. Informationen zu einem deutschen Marktstart gibt es bisher nicht.

LG hat für die Internationale Funkausstellung außerdem eine neue Smartwatch angekündigt, die über ein rundes Display verfügen wird. Daneben wird LG auch einen neuen UltraWide-Monitor im 21:9-Format, einen Digital-Cinema-4K-Monitor sowie ein Bildschirm speziell für Gamer vorstellen.

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Autor: Christian Schartel
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