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Samsung Gear S vorgestellt: Tizen-Smartwatch mit Mobilfunkmodul

Die Samsung Gear S kommt mit einem gebogenen 2-Zoll-AMOLED-Display und bietet ein Mobilfunkmodul, das Anrufe, SMS, Benachrichtigungen oder Navigation ohne ein gekoppeltes Smartphone ermöglicht. Die Smartwatch wird im Oktober in den Handel kommen.

Samsung hat mit der Gear S eine neue Smartwatch mit seinem hauseigenen Betriebssystem Tizen vorgestellt. Die Armband-Uhr ist mit einem gebogenen Display sowie einem Mobilfunkmodul ausgestattet und wird weltweit ab Oktober bei Mobilfunkprovidern, im Einzelhandel und bei diversen Online-Shops in den zwei Farben Schwarz und Weiß zu kaufen sein. Nähere Details zu dem genauen Marktstart der Gear S in den einzelnen Regionen wird Samsung noch bekannt geben.

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Die Samsung Gear S kommt mit einem gebogenen 2-Zoll-AMOLED-Display und bietet ein Mobilfunkmodul, das Anrufe, SMS, Benachrichtigungen oder Navigation ohne ein gekoppeltes Smartphone ermöglicht. Die Smartwatch wird im Oktober in den Handel kommen (Bild: Samsung).

Die Samsung Gear S verfügt über ein 2 Zoll großes Super-AMOLED-Display, das wie bei Samsungs Fitness-Armband Gear Fit gebogen ist. Dieses macht nicht nur optisch mehr her als die Anzeigen der Vorgänger Gear 2, Galaxy Gear oder auch Gear Live, sondern soll auch für einen höheren Tragekomfort sorgen, da sich die Uhr besser an das Handgelenk anschmiegt. Das Armband lässt sich bei der Gear S auswechseln.

Im Gegensatz zu Android Wear, das bereits runde Displays unterstützt, ist Samsungs Tizen wohl noch nicht dafür ausgelegt. Ein Patent für runde Anzeigen hat Samsung zwar schon angemeldet, bei der Gear S setzt es aber wie bisher auf einen rechteckigen Bildschirm. Die Auflösung des Displays beträgt 480 mal 360 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 300 ppi. Das Gehäuse der Uhr ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

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Die Samsung Gear S ist nach IP67 gegen Staub und Wasser geschützt und kommt mit auswechselbaren Armbändern (Bild: Samsung).

Der große Unterschied zu bisherigen Smartwatches von Samsung und auch LG, Sony & Co. ist ein integriertes Mobilfunkmodul. Dadurch kann die neue Samsung-Smartwatch eine direkte Verbindung zum Mobilfunknetz aufbauen und muss nicht mehr mit einem Galaxy-Smartphone gekoppelt werden, um Anrufe entgegen zu nehmen oder zu tätigen sowie Benachrichtigungen von Sozialen Netzwerken wie Facebook, dem Kalender oder anderen Apps zu empfangen.

Wie die Gear 2 verfügt die Gear S über einen Lautsprecher und ein Mikrofon für Telefonate. Mittels einer On-Screen-Tastatur ist auch das Beantworten von Textnachrichten und E-Mails möglich. Samsungs Sprachassistent S Voice ist natürlich auch mit an Bord und nimmt Kommandos des Nutzers entgegen. Mit der Gear S trägt man jetzt im Grunde ein kleines Smartphone direkt am Handgelenk.

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Auf der Innenseite der Gear S hat Samsung den Slot für die SIM-Karte sowie einen Pulsmesser verbaut (Bild: Samsung).

Der Slot für eine SIM-Karte sitzt auf der Rückseite der Uhr. Welches SIM-Kartenformat unterstützt wird, haben wir noch nicht in Erfahrung gebracht. Sobald Samsung auf unsere Anfrage antwortet, werden wir den Artikel aktualisieren. [Update:] Das SIM-Kartenformat ist NanoSIM. Die Gear S unterstützt 3G- und 2G-Verbindungen auf den Frequenzen 900/2100 oder 850/1900 respektive 900/1800 oder 850/1900. Neben einem Mobilfunk- hat Samsung auch ein WLAN-Modul (802.11 b/g/n) integriert. Neben 3G und WiFi ist Bluetooth (4.1), USB 2.0  und GPS (A-GPS, Glonass) mit an Bord. An Sensoren hat Samsung einen Kompass, ein Gyroskop sowie einen Beschleunigungs-, Umgebungslicht- und UV-Sensor integriert. Weiterhin bietet die Gear S ein Barometer und einen Pulsmesser.

Angetrieben wird die Samsung-Smartwatch von einer 1-GHz-Dual-Core-CPU, der 512 MByte RAM zur Seite stehen. An internem Speicher bietet sie 4 GByte. Die Stromversorgung übernimmt ein 300-mAh-Akku. Mit einer Akkuladung soll die Uhr bei durchschnittlicher Nutzung zwei Tage lang durchhalten.

Samsung Gear S vorgestellt: Tizen-Smartwatch mit Mobilfunkmodul

Die Gear S kommt mit einer 1-GHz-Dual-Core-CPU, 512 MByte RAM und 4 GByte internem Speicher. Wie Samsungs Galaxy Smartphones verfügt sie über einen Homebutton direkt unter dem Display (Bild: Samsung).

Das Betriebssystem Tizen bringt verschiedene Widgets mit, die relevante Informationen bereitet halten sowie HERE zur Navigation. Inklusive ist auch ein 24-Stunden-News-Dienst der Financial Times (fastFT), der auf die Spritz-Technologie setzt. Anstatt Texte von Zeile zu Zeile zu lesen, präsentiert die Technik alle Wörter in schneller Abfolge hintereinander an ein und demselben Punkt. Wie üblich kann die Smartwatch dank S Health auch als Fitness-Tracker verwendet werden. Mit Nike+ arbeitet sie auch zusammen. Ein Musikplayer, ein Wetterdienst sowie ein Energiesparmodus sind ebenfalls im Funktionsumfang enthalten. Eine Kamera scheint die Gear S trotz vorinstallierter Galerie aber nicht mitzubringen.

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Samsung Gear Circle (Bild: Samsung).

Samsung hat neben der Gear S auch noch neue Ear-Pods vorgestellt, die gleichzeitig als Bluetooth-Headset dienen. Das Gear Circle kann dank eines Magnetverschlusses um den Hals gehängt werden, wenn man es gerade nicht verwendet. Zusätzlich vibrieren die Kopfhörer, wenn sie mit einem Smartphone gekoppelt sind und ein Anruf oder eine Benachrichtigung eingeht.  Das Gear Circle soll wie die Gear S ab Oktober in den Handel kommen. Nähere Informationen und Details dürfte Samsung zur  auf der IFA bekannt geben.

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
Redakteur
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Samsung Gear S vorgestellt: Tizen-Smartwatch mit Mobilfunkmodul

  • Am 29. August 2014 um 00:30 von Kai

    Ich bin der festen Überzeugung, dass der Smartwatch Zug jetzt, nicht zuletzt wegen der Gear S richtig ins Rollen kommt – das war zwar schon für dieses Jahr angekündigt, aber Verspätungen kennt man ja bei der Bahn.
    Man merkt, dass die Hersteller, allen voran Sony, Samsung und LG ihren Kunden zugehört haben. Vom Gadget für „Nerds“ mit der Gear 1 sind wir jetzt schon einen Riesenschritt weiter an der Massentauglichkeit.
    Und wenn erstmal die IWatch kommt, (vielleicht wird sie ja schon am 09.09? angekündigt), dann beschleunigt sich diese Entwicklung nur weiter…
    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Ich freue mich jetzt schon auf den Test.
    Viele Grüße,
    Kai
    http://www.der-smartwatch-test.de

  • Am 26. Oktober 2014 um 09:56 von Ludwig Zeilbeck

    Ich hab hier mal eine Frage zu Gear S.
    Ich möchte die Gear S gerne als Trainingsunterstützung benutzen.
    Gibt es hier auch eine Sprachausgabe für Geschwindigkeit, Entfernung usw?

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