iPhone 6: Alle Fakten und Gerüchte zum Apple-Smartphone

Das neue iPhone 6 wird Apple am 9. September offiziell auf seiner Keynote vorstellen. Folgender Artikel fasst alle Fakten und Gerüchte zu Design, Display-Größe, -Auflösung und Saphirglas-Abdeckung sowie Hardware wie Prozessor, Akku, Kamera & Co. zusammen.

In weniger als einer Woche hält Apple ein Presse-Event ab. Die Einladungen dafür hat es Ende letzter Woche verschickt. Anstatt Medienvertreter wie zuletzt auf seinen eigenen Campus in Cupertino oder ins Yerba Buena Center in San Francisco zu bestellen, lädt Apple diesmal ins Flint Center auf dem Campus des De Anza College ein, das passend zum neuen iPhone etwas größer als die üblichen Veranstaltungsorte ist.

iPhone 6: Alle Fakten und Gerüchte zum Apple-Smartphone

Das neue iPhone 6 wird Apple am 9. September offiziell auf seiner Keynote vorstellen. Folgender Artikel fasst alle Fakten und Gerüchte zu Design, Display-Größe, -Auflösung und Saphirglas-Abdeckung sowie Hardware wie Prozessor, Akku, Kamera & Co. zusammen (Bild: CNET.com).

Denn auch das Apple iPhone 6 soll größer werden als alle bisherigen Modelle. Erscheinen wird es gleich in zwei Ausführungen. Das hat die thailändische National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) bestätigt. Sie musste aufgrund der dort herrschenden Vorschriften Informationen zu einem Import-Antrag von Apple veröffentlichten, indem es zwei neuen Apple-Smartphones mit den Modellnummern “A1586″ und “A1524″ eine Import-Erlaubnis erteilt.

Zwei iPhone-6-Modelle mit größeren Displays

Die zwei neuen iPhones sollen mit einem größeren 4,7-Zoll- und 5,5-Zoll-Display ausgestattet sein. Offiziell ist dies noch nicht, aber alle bisher durchgesickerten Informationen lassen kaum noch zweifeln. Wie die taiwanische Webseite Apple Daily berichtet soll das größere der beiden Modelle nicht etwa iPhone Air heißen, sondern die Bezeichnung Apple iPhone 6L tragen. Das L im Namen steht dann womöglich für “Large”.

Auflösung

Die Display-Auflösung soll Apple im Vergleich zum iPhone 5S bei beiden neuen iPhone-6-Versionen erhöhen. Der Apple-Spezialist John Gruber von der Webseite Daring Fireball hat sich in einem längeren Beitrag intensiv mit der Display-Auflösung der kommenden iPhone-Modelle auseinander gesetzt. Seinen Überlegungen zufolge ist es am wahrscheinlichsten, dass Apple dem 4,7-Zoll-iPhone eine Auflösung von 1334 mal 750 Pixel (326 ppi) und dem 5,5-Zoll-iPhone eine Auflösung von 2208 mal 1242 Bildpunkten (461 ppi) spendiert. Bestätigt ist dies bei Weitem nicht, allerdings deuten weitere Berichte auf diese Auflösung hin.

Saphirglas

Apple soll beim neuen iPhone 6 zudem Saphirglas als Display-Abdeckung verwenden. Es soll den Bildschirm des Smartphones deutlich effektiver vor Kratzern, Brüchen und Co. schützen, als es bei allen bisherigen iPhones der Fall war. Einer Umfrage von uSell zufolge ist dies angeblich auch das Feature, das sich Nutzer am meisten wünschen.

Die höhere Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer gilt auch als ein bewiesener Vorzug von Saphirglas. In dieser Hinsicht schlägt es das für Smartphone-Displays derzeit bevorzugte Gorilla-Glass. Ungesichert ist hingegen seine Bruchfestigkeit in der Praxis. In mehreren Videoclips wurde die Bruchfestigkeit der vermeintlichen Display-Abdeckung des kommenden iPhone 6 demonstriert. Völlig unzerstörbar ist es demnach nicht. Nähere Details liefert der Beitrag Apple iPhone 6: Saphirglas nicht ganz unzerstörbar, aber fast.

Dieser Meinung ist auch ein Manager des Gorilla-Glass-Herstellers Corning. “Während ich es für ein kratzresistentes Produkt halte, bricht es auch, und in unseren Tests hat sich gezeigt, dass Gorilla-Glas 2,5-mal mehr Druck standhalten kann.” Saphirglas sei deshalb kein interessanter Branchentrend der Heimelektronik. “Wir sehen jede Menge Nachteile von Saphir gegenüber Gorilla-Glas. Es ist ungefähr zehnmal so teuer. Es ist etwa 1,6-mal so schwer. Es ist wenig umweltfreundlich. Es erfordert etwa 100-mal so viel Energie, um Saphirkristalle zu erzeugen, wie bei Glas.”

Welche Modelle bekommen Saphirglas?

Ungewissheit herrscht derzeit noch über die Modelle, bei denen Apple das Saphirglas einsetzen wird. Berichten von Juli zufolge sollte sowohl die Anzeige des 4,7-Zoll- als auch die des 5,5-Zoll-iPhones mit Saphirglas geschützt sein. Laut einem Bericht des Wall Street Journal von Mitte August will Apple das gegenüber Gorilla-Glas robustere Material nur in teureren Versionen der Smartphones verwenden, sofern es die Verfügbarkeit zulässt. Der Analyst Gene Munster vermutet ebenfalls, dass nur die 64-GByte-Versionen des iPhone 6 über ein Saphirglas-Display verfügen werden.

Der iPhone-Hersteller hat sogar eine Fabrik im US-Bundesstaat Arizona von einem Hersteller von Solarmodulen erworben und diese an GT Advanced Technologies verpachtet, damit es dort mit der Massenfertigung von Saphirglas beginnen kann. Apple will sich so möglichst hohe Produktionsmengen sichern. Im letzten November erklärte sich Apple zu einer Vorauszahlung von 578 Millionen Dollar an den Saphirglas-Spezialisten GT bereit, um die Ausstattung des Werks mit modernsten Brennöfen für die Herstellung von Saphirglas zu finanzieren. GT-CEO Tom Gutierrez versicherte Analysten letzte Woche, dass das Werk fast bereit ist und die Umstellung auf die Produktion hoher Stückzahlen ansteht.

Apple setzt Saphir bisher nur in kleinen Mengen in der Glasabdeckung für die Kameralinse im iPhone 5 oder als Abdeckung für den Fingerabdruckscanner des iPhone 5S ein. Im wieder kamen Berichte auf, das es derzeit noch nicht in ausreichender Zahl verfügbar sei. Der iPhone-Hersteller hat allerdings sogar eine Fabrik im US-Bundesstaat Arizona von einem Hersteller von Solarmodulen erworben und diese an GT Advanced Technologies verpachtet, damit es dort mit der Massenfertigung von Saphirglas beginnt. Dadurch will Apple möglichst hohe Produktionsmengen sicherstellen.

Den neuesten Einschätzungen eines Branchenkenners und Investors bei GT Advanced Technologies zufolge wird das iPhone mit 5,5-Zoll-Display ausschließlich mit Saphir geschützt sein. Das kleine Modell mit 4,7-Zoll-Diagonale soll nur zum Teil mit dem widerstandsfähigeren Aluminiumoxid mit der chemischen Formel Al2O3 erscheinen, ansonsten über das üblicherweise verwendete Gorilla-Glas verfügen. Das berichtet die Webseite 9to5Mac. Aufgrund des höhere Herstellungspreises von Saphirglas dürften die damit ausgestatteten Modelle mehr kosten als die Gorilla-Glas-Versionen.

Hardware

Das Apple iPhone 6 soll neben einem größeren Display mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll natürlich auch mehr Leistung bieten als der Vorgänger.

Apple-A8-CPU & Speicher

Apples neuer A8-Prozessor soll wie bisher mit zwei Kernen ausgestattet sein, mit einer Taktrate von über 2 GHz aber mehr als 50 Prozent schneller arbeiten als der 1,3-GHz-A7-Chip des iPhone 5S. Die mit dem iPhone 5S eingeführte 64-Bit-Architektur wird Apple natürlich beibehalten. Den Fertigungsprozess soll der iPhone-Macher von 28 auf 20 Nanometer verkleinert haben. Trotzdem Apple an seiner Bauweise mit nur zwei Kernen festhalten soll, dürfte dies nicht bedeuten, dass der Prozessor im Vergleich zur Konkurrenz langsamer ist. Der A7-Chip zählte sich im letzten Jahr trotz Dual-Core-Technologie zu den schnellsten Prozessoren am Markt. In Benchmark-Tests verwies das iPhone 5S auch den Großteil der damals aktuellen Android-Konkurrenz von SonyHTC und Samsung auf die hinteren Plätze. Gefertigt werden soll die neue Apple-CPU von TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing) und Samsung. Im März berichtete ZDNet Korea, dass Samsung die alleinige Produktion des Apple-Prozessors übernehme. Daneben soll Apple einen neuen Co-Prozessor in das iPhone 6 integrieren. Er soll den Spitznamen Phosphor tragen und hauptsächlich zum Erfassen von Gesundheits-Daten dienen.

An RAM soll Apple wie zuvor nur 1 GByte integrieren. Das berichtet die Webseite MacRumors unter Berufung auf eine Nahaufnahme des A8-Prozessors. Der interne Speicher des Gerätes könnte bei den größten Modellen 128 GByte umfassen. Darauf soll ein durchgesickertes Schaltbild hinweisen, wie ebenfalls MacRumors berichtet. Das iPhone 5S gibt es mit maximal 64 GByte Speicher.

Akku, kabelloses Laden & neues Lightning-Kabel

Das 4,7-Zoll-Modell soll mit einem 1.810-mAh-, das 5,5-Zoll-iPhone 6 mit einem stärkeren 2,915-mAh-Akku ausgestattet sein. Das berichtet die auf Apple-Gerüchte spezialisierte Webseite MacRumors. Beim iPhone 5S verbaute Apple eine Batterie mit 1.560 mAh Kapazität.

Laut einem Bericht der Webseite TMZ soll sich das Apple iPhone 6 zudem kabellos aufladen lassen. Darauf deutet ein Foto des vermeintlichen Apple-Smartphones hin, das einen entsprechenden Sensor dafür links neben der Kameralinse zeigt. Daneben soll Apple auch das Lightning-Kabel zum Laden und Anschließen des Smartphones an einen Mac leicht modifiziert haben. Apple soll den USB-Anschluss des Kabels so gestaltet haben, dass er sich egal in welcher Ausrichtung in den Netzadapter oder den USB-Port des Apple-Rechners stecken lässt. Das Ganze sollen durchgesickerte Fotos des Lightning-Kabels sowie ein von Sonny Dickson veröffentlichtes Video bestätigen. Der zehn Sekunden lange Clip zeigt, wie er das Kabel aus dem USB-Slot eines Apple-Rechners zieht, ihn einmal umdreht und wieder einsteckt.

LTE Cat 4, WLAN 802.11ac und NFC

Anfangs wurde vermutet, dass das Apple iPhone 6 LTE-A – sprich LTE Kategorie 6 mit maximal möglichen Downloadraten von bis zu 300 MBit/s – wie das Samsung Galaxy S5 LTE-A oder das kommende Galaxy Note 4 bieten wird. Berichte von Ende August zufolge kommt angeblich noch der aktuelle Standard Cat 4 mit bis zu 150 MBit/s im Downstream zum Einsatz. Dass das Apple iPhone 6 nun mit LTE Cat 4 funkt, will die Webseite GforGames von Geekbar, dem auf Reparaturen von Apple-Geräten spezialisierten chinesischen Unternehmen erfahren haben. Ein auf Weibo veröffentlichter Artikel samt Foto des angeblichen LTE-Moduls, das im iPhone 6 zum Einsatz kommen soll, deutet angeblich auf das etwas langsamere LTE Cat 4 hin. Der Wahrheitsgehalt des Gerüchtes lässt sich aber nur schwer abschätzen.

Im Vergleich mit dem Apple iPhone 5S wäre allerdings auch schon LTE nach Kategorie 4 eine Verbesserung. Das iPhone 5S funkt noch mit einem LTE-Cat3-Modul mit einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 100 MBit/s. Und wer braucht schon LTE Cat 6 in Deutschland? Naja, so langsam ist es auch hierzulande auf dem Vormarsch. Zwar sind die schnelleren 4G-Verbindungen noch bei weitem nicht überall in Deutschland verfügbar, erste Mobilfunkprovider wie Vodafone und O2 haben aber bereits Ende 2013 mit dem Ausbau ihrer Netze begonnen. Daher braucht man es zwar noch nicht unbedingt, aber für die Zukunft gerüstet zu sein, kann ja auch nicht schaden.

Bei der WLAN-Technologie soll Apple aber auf den neusten Standard setzen. Das iPhone 6 soll Unterstützung für den bis zu 1 GBit/s schnellen WLAN-Standard IEEE 802.11ac mitbringen. Er realisiert diese hohen Durchsätze, indem er mehrere parallele Datenströme zwischen einem Sender und einem Empfänger ermöglicht. Apple setzt diese Technik bereits in der jüngsten Generation seines Macbook Air und seines Routers Airport ein.

Gerüchte, dass Apple NFC in sein jeweils nächstes Smartphone integrieren wird, gibt es schon seit Jahren. Beim iPhone 6 soll die Near Field Communication nun endgültig mit an Bord sein, um es auch für das mobile Bezahlen zu rüsten. Kürzlichen Berichten von Redcode und Bloomberg zufolge konnte Apple auch die drei großen Kreditkartenunternehmen American Express, Mastercard und Visa für seinen Bezahldienst gewinnen. In Verbindung mit dem Touch-ID-Fingerabdrucksensor des iPhone 6 könne der Kunde letztlich durch Auflegen des Fingers zahlen. Einen vergleichbaren Dienst bietet auch Samsung in Kooperation mit Paypal für Geräte wie das Galaxy S5 an.

Kamera

Auch die Kamera soll Apple beim iPhone 6 gegenüber dem Vorgänger aufbohren. Sie soll beim neuen Modell mit 13 statt 8 Megapixel auflösen und eine kreisrunde “True Tone”-Fotoleuchte. True Tone hatte Apple mit dem iPhone 5S eingeführt. Der sogenannte True-Tone-Blitz verfügt über zwei verschiedenfarbige LEDs, die je nach Bedarf kombiniert werden. Algorithmen passen dann das Licht automatisch der Umgebung an. Die Auflösung der FaceTime-Kamera könnte Apple ebenfalls auf rund 2 Megapixel erhöhen.

Design

Zum neuen Design des Apple iPhone kursieren schon seit Monaten unzählige Mock-Ups und Fotos von vermeintlichen Gehäuse-Schalen im Netz. Die Webseite NowWhereElse will nun ein Finales Modell des iPhone-6-Gehäuses in die Finger bekommen haben. Hier geht’s zu den Fotos. Diesen und den meisten anderen Bildern zufolge wird das iPhone 6 mit abgerundeten Kanten kommen und dünner werden als das iPhone 5S. Für die geringere Bauhöhe sorgt angeblich eine Weiterentwicklung der In-Cell-Touchscreen-Technik.

Wie es eine vermeintliche Schnellstartanleitung andeutete, verbaut Apple wohl den Power-Button beim iPhone 6 an der Seite des Gerätes – und nicht mehr an der oberen Kante. Dies ist gerade bei Smartphones mit größeren Displays praktisch, da der Ein-/Ausschalter dann etwas komfortabler zu erreichen ist. Der Touch-ID-Sensor ist dem Youtube-Clip zufolge nicht mehr rund, sondern leicht oval. Zudem soll Apple den Sensor-Bereich etwas vergrößert haben. Das Apple-Logo auf der Rückseite des iPhone 6 soll ähnlich wie beim iPhone 2G aussehen und ist angeblich aus Liquidmetal gefertigt.

Aufgrund der äußerst dünnen Bauweise soll jedoch die auf der Rückseite verbaute Kameralinse etwas vom Gehäuse hervorstehen. Das Berichtet die taiwanische Webseite Apple Club. Bei den Vorgängern ist diese eben in das Gehäuse eingelassen, womit Apple von seinem Design-Standard abweichen würde.

Ein russischer Nutzer hat kürzlich auf Youtube ein Video des neuen Apple iPhone 6 ins Netz gestellt, das wohl den bisher besten Ausblick auf das kommende Apple-Smartphone gibt. Bei dem vorgeführten Modell dürfte es sich wie üblich noch um einen Mock-up – also eine Nachbildung des iPhone 6 aus den vermeintlichen Bauteilen des Gerätes – handeln, allerdings um einen ziemlich guten, der allen bisherigen Gerüchten entspricht.

Insgesamt ähnelt das Design des neuen Apple-Smartphones damit dem iPod Touch der 5. Generation. Ob das Apple iPhone 6 tatsächlich so aussieht, wie das in dem Video präsentierte Modell, bleibt natürlich noch abzuwarten.

iOS 8 als Betriebssystem

Als Betriebssystem wird das bereits von Apple auf seiner jährlichen World Wide Developers Conference (WWDC) in San Francisco vorgestellte iOS 8 zum Einsatz kommen. Es bringt unter anderem Verbesserungen für die Benachrichtigungszentrale, die Nachrichten-App oder die Bereiche iCloud und Fotos mit sich. Weitere Details zum neuen Apple-OS liefert der Beitrag WWDC: Apple stellt iOS 8 vor.

Vorstellung & Release

Vorstellen wird Apple das iPhone 6 auf der Keynote am 9. September. Der Release dürfte dem üblichem Rhythmus nach zehn Tage nach der Vorstellung am Freitag, dem 19. September, erfolgen. CNET-Schwester-Site GIZMODO.DE berichtet live über die Vorstellung der neuen Apple-Geräte.

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Autor: Christian Schartel
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