Motorola Moto X (2. Gen) im Hands-On

Das neue Motorola Moto X verfügt über eine verbesserte Hardware, eine höher auflösende Kamera, eine erweiterte Sprachsteuerung, eine Infrarot-Gestensteuerung und ein schickes Design mit Aluminiumrahmen. Es wird Anfang Oktober in den Handel kommen.

Motorola Mobility hat im Rahmen der IFA den Nachfolger des Android-Smartphones Moto X vorgestellt. Es heißt entgegen den Erwartungen nicht Moto X+1, sondern behält den Namen seines Vorgängers bei. Die über den Moto Maker individualiserbaren Varianten kosten 529 Euro (16 GByte) respektive 579 Euro (32 GByte), die ohne Custom-Design 499 Euro. Das Moto X ist ab Oktober in Deutschland erhältlich. Codes für die Moto-Maker-Versionen des Gerätes sind voraussichtlich ab Mitte September bei Phone House erhältlich.

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Das neue Motorola Moto X verfügt über eine verbesserte Hardware, eine höher auflösende Kamera, eine erweiterte Sprachsteuerung, eine Infrarot-Gestensteuerung und ein schickes Design mit Aluminiumrahmen (Bild: CNET.com).

Hardware

Das neue Moto X ist mit einem größeren 5,2-Zoll-AMOELD-Display mit einer Full-HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel ausgestattet. Das entspricht einer Pixeldichte von 423 ppi. Der Vorgänger verfügt über einen 4,7-Zoll-HD-Bildschirm mit mit 316 Pixel pro Zoll. Geschützt ist er beim neuen Moto X wieder mit Gorilla-Glas (3. Gen).

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Das Android-Smartphone Moto X verfügt über ein höher auflösendes Display (Bild: CNET.com).

Angetrieben wird das Moto X von Qualcomms Snapdragron-801-CPU (MSM8974-AC) mit 2,5 GHz und Adreno-330-GPU, die auch bei vielen anderen High-End-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S5 zum Einsatz kommt. Gegenüber der Snapdragon-S4-CPU des Vorgängers ist dies ein deutlicher Leistungssprung. Qualcomm hat mittlerweile aber schon eine neue Prozessorgeneration herausgebracht. Samsung setzt beim Galaxy Note 4 beispielsweise auf das neuere SoC Snapdragon 805.

An RAM verbaut Motorola 2 GByte. Der interne Speicher ist wahlweise 16 oder 32 GByte groß. Die Version mit größerem Speicher gibt es online auf der Moto-Maker-Webseite zu kaufen. Einen microSD-Kartenslot zur Erweiterung der Kapazität bringt das Moto X nicht mit. Der 2300-mAh-Akku soll das Smartphone bei normaler Nutzung für 24 Stunden mit Strom versorgen. Andere Hersteller spendieren ihren High-End-Geräten jedoch deutlich leistungsfähigere Energiespeicher. Das Huawei Ascend Mate 7 mit 6-Zoll-Display verfügt sogar über ein 4100 mAh starkes Modell.

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Die Kamera des Moto X löst mit 13 Megapixel auf (Bild: CNET.com).

Kamera

Die Kamera hat Motorola im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Statt 10 Megapixel löst sie jetzt mit 13 Megapixel auf. Die volle Auflösung gibt es bei Aufnahmen im 4:3-Format. Bei 16:9 stehen nur 10 Megapixel zur Verfügung. Die Kamera nimmt Videos in QHD- und Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Für schwaches Licht ist ein Ringblitz mit Doppel-LED verbaut.

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Motorola spendiert seiner Kamera eine Funktion, die ähnlich funktioniert wie HTC Zoe (Bild: CNET.com).

Die Kamera-App bietet weiterhin einen Zeitlupe, Burst-, Panorama- und HDR-Modus. Mit Quick Capture können Anwender die Kamera per zweimaligen Schütteln jederzeit starten. Eine neue Funktion nimmt bereits Bildmaterial auf, bevor der Anwender den Auslöser betätigt und bietet gegebenenfalls eine bessere Aufnahme an. Zudem hat Motorola seinem Android-Smartphone ein mit HTC Zoe vergleichbares Feature spendiert, das aus den geschossenen Bildern einen Film zusammenschneidet und mit Musik untermalt. Für Videochats in Full-HD sowie Selbstportraits bringt das Moto X noch eine 2-Megapixe-Front-Cam mit.

Zur weiteren Ausstattung gehören UMTS mit HSPA+ (42,2 DL / 5,76 UL), LTE Cat 4 (bis zu 150 MBit/s), WLAN 802.11 ac, Dual-Band-WiFi. Bluetooth 4.0 LE, NFC, GPS sowie Glonass.

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Über den Moto Maker können Kunden ihr Smartphones mit echtem Leder von der Horween Leather Company in Natur, Cognac, Schwarz und Navy ausstatten (Bild: CNET.com).

Moto Maker

Während das Moto X in Sachen Hardwareausstattung nicht immer mit der Konkurrenz mithalten kann, zeigt es sich in anderer Hinsicht innovativ. Da sind als erstes die Konfigurationsmöglichkeiten über Moto Maker zu nennen. Kunden können das Moto X durch Auswahl von verschiedenen Oberflächen für Rück- und Vorderseite, Ein-/Ausschalter, Lautstärketasten und Kameraumrandung invidualisieren.  Zudem lässt sich die Rückseite mit einer persönlichen Signatur – zum Beispiel dem Namen des Besitzers – verzieren. Das ist in der Branche bisher einzigartig.

Der Moto Maker der zweiten Generation kommt mit neuen Materialien wie echtem Leder von der Horween Leather Company. An Farben stehen Natur, Cognac, Schwarz und Navy zur Auswahl. Käufer können insgesamt aus 25 verschiedenen Geräte-Rückseiten und zehn Verzierungsfarben wählen. Beim Moto Maker haben Kunden ein 14 tägiges Rückgaberecht.

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Moto-X-Käufer können aus 25 verschiedenen Geräte-Rückseiten wählen (Bild: CNET.com).

Was geht Moto X ?

Einzigartig sind auch die Möglichkeiten das Moto X per Sprachbefehl und Gesten zu steuern. Kein anderes Android-Gerät bietet derart viele Optionen wie das Moto X. Die Sprachsteuerung ist jederzeit bereit und kann ab sofort mit einem individuellen Kommando aktiviert werden. Wer möchte, kann sie beispielsweise mit „Was geht Moto X“, „Aufwachen, Kumpel“ oder „Guten Morgen Anna“ aufwecken.

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Die Sprachsteuerung des Android-Smartphone lässt sich mit individuellen Sprachkommandos aktivieren (Bild: CNET.com).

Für eine verbesserte Spracherkennung stehen vier Mikrofone parat, um Umgebungsgeräusche effektiver als bisher herauszufiltern. Anwender können alle möglichen Funktionen des Smartphones wie die Lautstärkereglung per Sprachkommando steuern. Der Sprachbefehl „Was geht?“ informiert beispielsweise über kürzlich erhaltene Benachrichtigungen. „Gute Nacht“ aktiviert den neuen Nachtmodus des Moto X. Zudem kann der Nutzer jetzt auch komplexere Aufgaben per Sprache übergeben. Außerdem wurde die Sprachsteuerung auf mehr Apps erweitert. Anwender können WhatsApp öffnen, ihren Status bei Facebook ändern oder Videos auf Youtube starten.

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Auf dem Moto X ist Android 4.4.4 KitKat vorinstalliert (Bild: CNET.com).

Das Moto X erkennt nun auch, wenn der Nutzer im Auto fährt, indem es das GPS Sowie die Umgebungsgeräusche analysiert. Es wechselt dann automatisch in den Car-Mode. Das Moto X liest im Auto zum Beispiel vor, wer gerade anruft und hebt per Sprachkommando ab. Anhand der Kalender-Einträge weiß das Moto X auch, wann Nutzer in einer Besprechungen sind und schaltet das Gerät automatisch auf stumm. Die Sprachsteuerung ist standardmäßig deaktiviert und kann über die Einstellungen eingeschaltet werden.

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Das Moto X ist dünner als sein Vorgänger (Bild: CNET.com).

Moto Actions

Für die Gestensteuerung Moto Actions sind an der Vorderseite vier Infrarotsensoren verbaut, die eine berührungslose Steuerung ermöglichen. So lassen sich im Standby-Modus ähnlich wie bei Nokias Glance-Screen die Zeit oder Benachrichtigungen abrufen, indem man einfach die Hand über das Gerät bewegt. Auch der Wecker lässt sich auf diese Weise in den Schlummermodus versetzen. Weiterhin können Anwender Anrufe mit einer berührungsfreie Geste ablehnen oder mit einem Augenzwinkern einen Selfie auslösen.

OS

Auf dem Moto X ist Android 4.4.4 KitKat installiert, das Motorola wieder unberührt belässt und nicht mit Apps vollpackt. Darüber hinaus gibt Motorola eine Upgrade-Garantie für schnelle Updates, ähnlich Googles Nexus-Geräten. Zudem erhalten Anwendungen wie die Kamera unabhängig vom Android-System Aktualisierungen über den Google Play Store.

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Motorola wertet das Design mit einem Aluminiumrahmen auf (Bild: CNET.com).

Design

Das Moto X misst 140,8 mal 72,4 mal 3,8 bis 9,9 Millimeter und wiegt 144 Gramm. Damit ist es zwar etwas größer und schwer geworden, dafür aber auch etwas dünner als der Vorgänger. Motorola hat seinem Android-Smartphone zudem einen wertigen Rahmen aus Aluminium verpasst. Die weiße Version kommt mit einem silbernen, die schwarze mit einem dunkleren Metallrahmen. Das Moto X hat Motorola zudem mit einer wasserabweisenden Nano-Beschichtung versehen, die das Smartphone beim Telefonieren im Regen schützen soll.

[Mit Material von Scott Stein & Jessica Dolcourt, CNET.com]

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Autor: Christian Schartel
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