Apple bietet Drittentwicklern SDK für Wearable-Gerät

Apples kommendes Wearable-Gerät auf Basis von iOS wird offenbar für Drittanbieter-Anwendungen geöffnet. Ausgewählte Anbieter wie Facebook sollen Zugriff auf eine Vorabversion des Software Development Kits haben. 9to5Macs Quellen zufolge ist auch ein App Store für die iWatch geplant.

Laut 9to5Mac hat Apple dazu eine Pre-Release-Version eines Software Development Kit (SDK) bereitgestellt, auf die bisher aber nur eine Handvoll ausgewählter Entwickler Zugriff hat, die im App Store bereits Anwendungen für iPhone und iPad anbieten. Zu ihnen soll auch Facebook gehören.

Mock-ups von Apples iWatch (Bild: Todd Hamilton via CNET.com)

Mock-ups von Apples iWatch (Bild: Todd Hamilton via CNET.com)

Apples Wearable wird zwei Quellen von 9to5Mac zufolge voraussichtlich mit einem App Store ausgestattet sein. Noch sei allerdings unklar, ob es sich dabei um einen eigenständigen Shop oder eine Erweiterung des bestehenden Stores für iPhone-Apps handle.

Gerüchten nach wird Apple sein Wearable-Gerät am morgigen Dienstag zusammen mit dem iPhone 6 vorstellen. Doch während das kommende Smartphone schon in wenigen Wochen erhältlich sein soll, werden Kunden auf die erwartete iWatch wahrscheinlich noch bis 2015 warten müssen. Damit hätten iOS-Entwickler Zeit, ihre Anwendungen bis zum Verkaufsstart noch aufzupolieren.

Entwickler können die neuen Widgets von iOS 8, Health Kit und Home Kit seit Juni testen. Diese werden dem Vernehmen nach auch ein wichtiger Bestandteil der mit zahlreichen Sensoren ausgestatteten Smartwatch sein. Laut 9to5Mac lassen sich mit Apples Wearable-SDK iOS-8-Funktionen wie Widgets, Continuity und Handoff nutzen. Letztere sollen für eine einfache Übertagung von Inhalten zwischen iPhone, iPad, Mac und Wearable-Gerät sorgen.

NFC wird als weitere große Neuerung für Apples Wearable und die nächste iPhone-Generation gehandelt. Damit könnte Apple das mobile Bezahlen mittels Nahfunktechnik voranbringen, was Android-Geräten bisher nicht gelang, obwohl NFC auf ihnen schon mehrere Jahre verfügbar ist.

Ein entscheidender Vorteil der Integration von NFC-Bezahlmöglichkeiten in ein Wearable-Gerät wäre, dass der Besitzer anders als beim Smartphone das Gerät nicht extra aus der Tasche ziehen müsste, um es an einem Bezahlterminal vorbeizuführen. Weitere Hinweise auf ein verstärktes Engagement Apples im Bezahlbereich sind kürzlich geschlossene Verträge mit Mastercard, Visa und American Express. Die Zusammenarbeit mit den Kreditkartenunternehmen wird Apple wahrscheinlich ebenfalls am morgigen Dienstag offiziell bekannt geben.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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