Google: fast 5 Millionen Gmail-Adressen in russischem Forum veröffentlicht

Rund 4,93 Millionen Gmail-Adressen und dazugehörige Passwörter wurden in einem russischen Forum eingestellt, das sich mit Bitcoins und Sicherheit beschäftigt. Laut Google gibt es keine Hinweise darauf, dass seine Systeme kompromittiert wurden.

Die Datenbank wurde im russischsprachigen Forum Bitcoin Security veröffentlicht, das sich mit der virtuellen Währung Bitcoin und Sicherheit beschäftigt. Die Forum-Administratoren haben inzwischen die veröffentlichten Passwörter wieder entfernt und nur die Nutzernamen belassen. In der Liste sind nach ersten Erkenntnissen vor allem viele englische, spanische und russische Konten enthalten. Sie scheinen außerdem oft älteren Datums und mit inzwischen geänderten Passwörtern kombiniert zu sein.

Gmail Logo

60 Prozent der Passwörter sind laut Forumnutzer „tvskit“, der die Datei mit den Anmeldedaten veröffentlichte, gültig. Möglicherweise wurden für die Veröffentlichung ältere Listen zusammengefasst, die auf Phishing-Angriffen oder Hacks anderer Sites basieren, bei denen sich Nutzer mit ihren Gmail-Adressen angemeldet hatten.

Da Googles E-Mail-Dienst inzwischen über mehr als 500 Millionen Nutzer verfügt, wären weniger als 1 Prozent von ihnen betroffen. Russische Medienberichte erwähnen auch die Veröffentlichung ähnlicher Listen mit den Anmeldedaten der beliebten Internetdienste Mail.ru sowie Yandex – bei diesen Leaks ging es um 4,66 beziehungsweise 1,26 Millionen Konten.

„Die Sicherheit unserer Nutzer hat für uns höchste Priorität“, erklärte ein Google-Sprecher gegenüber The Next Web. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass unsere Systeme kompromittiert wurden. Aber wann immer wir darauf aufmerksam werden, dass Konten möglicherweise kompromittiert wurden, unternehmen wir Schritte, um diesen Nutzern bei der Sicherung ihrer Konten zu helfen.“ Wie immer empfiehlt Google auch die Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Die veröffentlichten Gmail-Adressen wurden inzwischen auch bei einschlägigen Diensten aufgenommen, bei denen sich überprüfen lässt, ob die eigene Adresse enthalten ist. Dazu gehört das als verlässlich geltende KnowEm – zu empfehlen ist die Nutzung solcher Angebote aber nicht unbedingt, da Adressen für das spätere Versenden von Spam-Mails gesammelt werden könnten.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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