iPhone 6: NFC funktioniert nur mit Apple Pay

Beim iPhone 6 kann die Nahfunktechnik NFC nur in Verbindung mit Apple Pay genutzt werden. Entwickler können den NFC-Chip ähnlich wie den TouchID-Sensor des iPhone 5S ein Jahr lang nicht für ihre Apps nutzen. Ob Apple ihn nach dieser Zeit für Drittanbieter zugänglich macht, bleibt abzuwarten.

Beim iPhone 6 schränkt Apple die NFC-Funktionalität auf das mobile Bezahlen mit seinem neuen Dienst Apple Pay ein – ganz ähnlich wie im letzten Jahr den Fingerabdruckscanner TouchID des iPhone 5S. Das berichtet die Webseite Cult of Mac.

Apple Pay nutzt die Nahfunktechnik NFC (Bild: James Martin/CNET).

Die Nahfunktechnik NFC kann auf dem iPhone 6 nur in Verbindung mit Apple Pay genutzt werden (Bild: James Martin/CNET).

Inzwischen hat die begrenzte Verwendung des NFC-Chips ein Apple-Sprecher bestätigt. Wie beim Fingerabdruckscanner, den Apple mit dem iPhone 6 nun auch für Anwendungen von Drittanbietern freigeben hat, werden Entwickler ein Jahr lang das NFC-Feature nicht für ihre eigenen Apps verwenden können. Ob NFC nach dieser Zeit ebenfalls ohne Einschränkung genutzt werden kann, bleibt abzuwarten. Apple wollte dazu kein Kommentar abgeben.

Nachdem Apple sich Jahre lang Zeit gelassen hat, das iPhone mit der Near Field Communication auszustatten, hat es in dem diesjährigen Modell einen NFC-Chip verbaut. An sich bietet NFC eine Reihe Anwendungsmöglichkeiten, inklusive vereinfachtem Pairing eines Smartphones mit Lautsprechern zur Audiowiedergabe oder dem Datenaustausch zwischen Geräten. Auf all diese zusätzlichen Funktionen werden Apple-Nutzer nun vorerst verzichten müssen.

Seinen Bezahldienst auf Basis von Near Field Communication hatte Apple mit dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus sowie seiner Smartwatch am 9. September vorgestellt. Um damit zu bezahlen, müssen Anwender Smartphone oder Apple Watch lediglich in die Nähe eines kontaktlosen Lesegeräts halten und den Zahlvorgang über den Fingerabdruckscanner TouchID autorisieren.

Apple Pay unterstützt Kredit- und Bankkarten der drei großen Zahlungsorganisationen American Express, Mastercard und Visa. Zusätzlich zu den 258 Apple Retail Stores in den USA, werden dort auch einige führende Einzelhändler und Fast-Food-Ketten den Bezahldienst unterstützen, darunter Bloomingdale’s, Disney Store, McDonald’s, Staples und Subway. Mit Apple Pay lassen sich zudem Einkäufe über Apps im App Store tätigen. Für jede Transaktion kassiert Apple eine Provision von 0,15 Prozent des Einkaufswerts.

Fügt man mit Apple Pay eine Kredit- oder Bankkarte hinzu, werden die aktuellen Kartennummern weder auf dem Gerät, noch auf Apple-Servern gespeichert. Stattdessen wird eine einzigartige Geräte-Kontonummer zugewiesen, verschlüsselt und in einem als “Secure Element” bezeichneten Chip auf den neuen iPhones und der Apple Watch gespeichert, der nur diesem Zweck dient. Jeder Zahlungsvorgang wird mit einer einmaligen einzigartigen Nummer autorisiert, welche die Geräte-Kontonummer nutzt. Statt wie üblich den Sicherheitscode auf der Rückseite der Karte zu verwenden, erzeugt Apple Pay einen dynamischen Sicherheitscode, um die Sicherheit eines jeden Zahlungsvorgangs zu bestätigen.

Ab Oktober wird Apple Pay in den USA mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus als kostenloses Update für iOS 8 erhältlich sein. Entwickler erhalten Zugang zu Apple-Pay-APIs in iOS 8, so dass sie Einkaufsmöglichkeiten für physische Güter in ihre Apps integrieren können.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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