Lese-Tipp

Wir alle müssen die richtige Computermaus finden, sei es zum Spielen, Arbeiten oder Surfen. Doch dabei kann man ziemlich daneben langen, wie diese 16 verrückten Design-Fehlschläge beweisen.

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Panasonic Lumix DMC-TZ61

Testbericht

Hersteller: Panasonic Listenpreis: 429 Euro (Listenpreis) Fazit:

Die DMC-TZ61 überzeugt als kompakte Reisekamera mit exzellenter Ausstattung und vielen Hightech-Funktionen. Zu den Highlights zählen Wi-Fi, GPS und das intuitive Bedienkonzept. Gemessen am kleinen Sensor ist die Bildqualität ausgezeichnet. Zum Straßenpreis von 340 Euro ein faires Angebot.

Pro
  • umfangreiche Ausstattung
  • exzellente Wi-Fi-Funktionen
  • kompakte Abmessungen
Contra
  • kein Ladegerät im Lieferumfang
  • kleiner Bildsensor
  • Display nicht klappbar
Testurteil
SEHR GUT
8,4
von 10 Punkten
8,4 stars

Panasonic Lumix DMC-TZ61: die kompakte Reisekamera im Test

Die Lumix DMC-TZ61 bietet alles, was sich der Reisefotograf wünscht: 30fach-Zoomobjektiv, einen schnellen Bildprozessor, Full HD-Videos, Einstellmöglichkeiten ohne Ende sowie GPS und Wi-Fi. Der CNET-Praxistest zeigt, ob der Hightech-Knirps auch bei der Bildqualität überzeugen kann.

Was braucht eine gute Reisekamera? Nun, sie sollte sehr kompakt sein und trotzdem möglichst viele Funktionen an Bord haben. Nur so ist man unterwegs für alle Situationen gerüstet. Wichtig wäre beispielsweise eine hohe Lichtstärke, damit man auch bei Dämmerung noch fotografieren kann. GPS und Wi-Fi wären ebenfalls sinnvoll, so kann man unterwegs die Fotos mit Geodaten versehen. Daneben ist auch ein langlebiger Akku wichtig, da „on the road“ Steckdosen bekanntlich selten sind. Da man im Ausland nur ungern auffallen will, sollte die Kamera auch nicht allzu protzig wirken. Die Bildqualität sollte selbstverständlich ebenfalls top sein. Alles nicht gerade geringe Anforderungen, denen sich die 429 Euro teure Panasonic Lumix DMC-TZ61 im Praxistest stellen muss.

Die Panasonic Lumix DMC-TZ61 ist eine solide ausgestattete und leistungsfähige Digicam, die sich aufgrund der kompakten Abmessungen gut als Reisekamera eignet. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Panasonic Lumix DMC-TZ61 ist eine solide ausgestattete und leistungsfähige Digicam, die sich aufgrund der kompakten Abmessungen gut als Reisekamera eignet. (Foto: Mehmet Toprak)

Design: Solide und dezent

Hinter das Kriterium „Kompaktheit“ lässt sich erfreulicherweise schon einmal ein Haken setzen. Mit Abmessungen von 11,1 mal 6,4 mal 3,4 Zentimeter und einem Gewicht von 240 Gramm passt die Lumix in die Jackentasche und ist auch recht leicht. Die Verarbeitung ist von solider Qualität. Das Display beispielsweise ist völlig plan und randlos in die Rückseite eingefügt. In ihrem kantig-schwarzen Gehäuse wirkt die Lumix seriös und unauffällig. Das feste, gummierte Gehäuse liegt gut in der Hand, nicht zuletzt wegen der Griffwulst auf der Vorderseite.

Praktisch: Der Objektivring zum direkten Einstellen von Werten wie Belichtung, Verschlusszeit oder Blende. (Foto: Mehmet Toprak)

Praktisch: Der Objektivring zum direkten Einstellen von Werten wie Belichtung, Verschlusszeit oder Blende. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Technik: Gute Daten und volle Ausstattung

Auch bei der Technik zeigt die kleine TZ61 Ehrgeiz. Das 30fach-Zoom-Objektiv „Leica DC Vario-Elmar umfasst einen Brennweitenbereich von 24 bis 720 Millimeter (bezogen auf Kleinbild), damit sind also sowohl starke Weitwinkelaufnahmen als auch extremes Tele möglich. Die größte Blendenöffnung beträgt 3,3 – kein Spitzenwert, aber angesichts der kompakten Abmessungen geht das wohl nicht besser.

Der MOS-Sensor gehört mit 1/2,3-Zoll (5,6 mal 4,2 Millimeter) zu den kleinen Vertretern bei den Bildsensoren, liefert aber trotzdem stolze 18,1 Megapixel.

Richtig Tempo macht der Bildprozessor. Er schafft bei voller Auflösung bis zu zehn Bildern pro Sekunde (fps), bei reduzierter Auflösung sogar bis zu 60 Bilder. Soll der Autofokus während der Serienbild-Erstellung nachgeführt werden, sind es immerhin noch bis zu fünf Bilder. Auch bei Videos legt sich der Bildprozessor ins Zeug und liefert Full HD mit 50 fps sowie Zeitlupe mit 100 oder 200 fps.

Neben dem 7,5 Zoll großen Display (920.000 Pixel) ist auch ein elektronischer Sucher an Bord. Spätestens, wenn der Akku zur Neige geht, wird man es zu schätzen wissen, wenn sich das stromfressende Display abschalten lässt und man nur mit dem Sucher fotografieren kann.

Die Qualität des Leica-Objektivs wird durch den kleinen Bildsensor etwas ausgebremst. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Qualität des Leica-Objektivs wird durch den kleinen Bildsensor etwas ausgebremst. (Foto: Mehmet Toprak)

Nimmt man zu diesen exzellenten Leistungsdaten noch die integrierten Module für GPS, Wi-Fi und NFC hinzu, so bekommt man mit der Lumix eine technisch hochwertige und zugleich voll ausgestattete Kompaktkamera.

Einzig das fest integrierte Display, das sich nicht herausklappen oder schwenken lässt, könnte man als Minuspunkt verbuchen. Viele Hobbyfotografen haben sich inzwischen an die praktischen schwenkbaren Displays gewöhnt, die auch Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven erleichtern.

Bildqualität: Sehr gutes Mittelmaß

Angesichts der vielversprechenden Leistungsdaten ist man natürlich gespannt, ob sich diese auch in entsprechend exzellenten Fotos niederschlagen. Die Antwort lautet: ja, teilweise. Das Trio aus Zeiss-Objektiv, MOS-Sensor und Bildprozessor schlägt sich gut und liefert detailreiche, scharfzeichnende Bilder mit sehr natürlichen, in der Standardeinstellung fast etwas zurückhaltenden Farben. So wie man es von einer seriösen Digicam auch erwartet. Allerdings kann der mit 5,6 mal 4,2 Millimeter doch recht mickrige Bildsensor auch keine professionelle Bildqualität zaubern.

Starker Weitwinkel mit 24 Millimetern (Kleinbild) und …

Starker Weitwinkel mit 24 Millimetern (Kleinbild) und …

... ebenso starkes Tele mit bis zu 720 mm, die Lumix TZ61 bietet einen enormen Brennweitenbereich (Foto: Mehmet Toprak)

… ebenso starkes Tele mit bis zu 720 mm, die Lumix TZ61 bietet einen enormen Brennweitenbereich (Foto: Mehmet Toprak)

Für die allermeisten Anwendungen und Hobbyfotografen reicht die Bildqualität völlig aus, ambitionierte Hobbyfotografen und Profis kaufen sich gleich eine andere Kamera.

Ein wichtiger Vorteil in diesem Zusammenhang ist die Unterstützung von RAW-Bildern. Bei Bedarf speichert die Lumix die Fotos gleichzeitig im RAW- und JPEG-Format. Wer mit Bildbearbeitungssoftware wie Adobe Lightroom umgehen kann, holt so aus den RAW-Fotos ein Maximum an Bildqualität heraus.

Zur insgesamt guten Performance tragen auch die schnelle und zuverlässige Arbeit von Autofokus und Belichtungsmessung bei, die den Hobbyfotografen selten im Stich lassen.

Bedienung: Praktischer Objektivring, viele Optionen

In Sachen Bedienung lässt die Lumix eigentlich keine Wünsche offen. Die Menüstruktur der Kamerasoftware ist wie bei eigentlich allen Panasonic-Kameras nach kurzer Einarbeitungszeit übersichtlich und logisch. Die Bedienelemente auf der Rückseite sind etwas klein, liegen aber weit genug auseinander, so dass man nicht daneben tippt.

Eher zurückhaltende Farben und gute Feinzeichnung kennzeichnen die Bildqualität der DMC-TZ61. (Foto: Mehmet Toprak)

Eher zurückhaltende Farben und gute Feinzeichnung kennzeichnen die Bildqualität der DMC-TZ61. (Foto: Mehmet Toprak)

Besonders praktisch im Fotoalltag ist der drehbare Ring am Objektiv. Je nach voreingestelltem Programmmodus verstellt man damit Werte wie Blende, Verschlusszeit, ISO-Wert, aber auch Effektfilter oder die Schärfe direkt am Objektiv. Ambitionierte Fotografen wissen auch die Möglichkeiten zu schätzen, dass man benutzerdefinierte Einstellungen abspeichern und auf dem Modus-Wählrad mit C1 oder C2 direkt wieder abrufen kann.

Neben den üblichen Programm-Modi wie Programm-, Zeit- oder Blendenautomatik kann man auf dem Modus-Wahlrad auch einen Panorama-Modus abrufen. Der ist besonders gut gelungen. Der Anwender muss nur den Auslöser gedrückt halten und die Kamera über das gewünschte Panorama schwenken. Lässt man den Auslöser los, setzt die Lumix das Panoramabild automatisch zusammen. Einfacher geht´s nicht.

Grauer Himmel und graubraune Gebäude: Die TZ61 macht auch aus "langweiligen Motiven" kein Farbspektakel und ist gerade deshalb gut als Reisekamera geeignet. (Foto: Mehmet Toprak)

Grauer Himmel und graubraune Gebäude: Die TZ61 macht auch aus „langweiligen Motiven“ kein Farbspektakel und ist gerade deshalb gut als Reisekamera geeignet. (Foto: Mehmet Toprak)

Für Hobbyfotografen, die Farb- und Filtereffekte erst bei der Bildbearbeitung am PC anwenden, dürfte der Kreativmodus nicht so interessant sein. Die zahlreichen Filtereffekte, die hier geboten sind, sind eine nette Spielerei. Facebook-Nutzer können das Foto direkt in der Kamera optisch aufpeppen, per Wi-Fi ans Smartphone schicken und dann im sozialen Netzwerk posten – sofern sie das Foto nicht gleich mit dem Smartphone machen.

Der GPS-Empfänger auf der Oberseite der Lumix (roter Pfeil). Der rote Knopf startet die Videoaufnahme (grüner Pfeil). (Foto: Mehmet Toprak)

Der GPS-Empfänger auf der Oberseite der Lumix (roter Pfeil). Der rote Knopf startet die Videoaufnahme (grüner Pfeil). (Foto: Mehmet Toprak)

Der Akku erweist sich im Test als sehr zäh. Im Urlaub hält die TZ61 ohne Weiteres einen ganzen Tag mit Fotos und Videos aus, sofern man nicht ständig GPS und WLAN aktiviert. Die Kamera wird via USB am mitgelieferten Netzteil aufgeladen. Ein eigenes Ladegerät für den Akku liegt nicht im Lieferumfang bei. Schade, das wäre gerade auf Reisen ein sinnvolles Zubehör.

Wi-Fi-Funktionen: Exzellente Image App

Schon seit Längerem zählt die Panasonic-App zu den besten Digicam-Apps auf dem Kameramarkt. Erhältlich ist sie für iOS und Android, aber leider nicht für Windows Phone. Die App dient nicht nur zum Übertragen der Bilder von der Kamera aufs Smartphone, mit ihr kann man Videoaufnahmen starten, Fotos auslösen und eine Reihe von Belichtungseinstellungen vornehmen. Sogar die Brennweite lässt sich über die „Panasonic Image App“ steuern. Bei Videoaufnahmen werden Smartphone-gesteuerte Zoomfahrten aber sehr ruckelig. Die Verbindung zwischen Digicam und Smartphone ist schnell hergestellt.

Im Freien oder bei direkter Sichtverbindung reicht die Funkverbindung über eine Distanz von maximal zehn Metern. Reißt die Verbindung ab, baut sie sich sofort wieder auf, wenn man mit dem Smartphone wieder näher herankommt. Insgesamt zählen die Wi-Fi-Funktion und die Image-App zu den echten Highlights der Panasonic.

Die Panasonic Image App bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten und gehört zu den besten Foto-Apps auf dem Markt. (Foto: Mehmet Toprak)

Die Panasonic Image App bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten und gehört zu den besten Foto-Apps auf dem Markt. (Foto: Mehmet Toprak)

Das gilt auch für das GPS-Modul, das im Test einwandfrei arbeitet. Ist GPS aktiviert, dann werden alle Fotos mit den Positionsdaten und Ortsnamen (soweit vorhanden) versehen. Gerade auf Reisen kann das sehr praktisch sein. Die GPS-getaggten Bilder lassen sich dann automatisch in eine Karte wie beispielsweise Google Maps einsetzen.

Nutzt man das Feature regelmäßig, sollte man die sogenannten GPS-Hilfsdaten vorher in die Kamera kopieren. Mit Hilfe dieser Daten findet die Lumix die aktuelle Position deutlich schneller. Sie geben die wahrscheinliche Position der Satelliten zu einem bestimmten Zeitpunkt voraus, sind aber nur für einen Monat aktuell. Die Hilfsdaten werden mit dem „GPS Assist Tool“ aus dem Internet auf den PC heruntergeladen und dann auf die Digicam übertragen. Alternativ kann man auch die Wi-Fi-Funktion nutzen, um die Hilfsdaten in die Kamera herunterzuladen.

Das GPS-Modul der Lumix versieht Fotos mit Geodaten. So können die Fotos automatisch in Karten wie Google Maps gepinnt werden. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Das GPS-Modul der Lumix versieht Fotos mit Geodaten. So können die Fotos automatisch in Karten wie Google Maps gepinnt werden. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Videos: Full HD mit 50p

Die Leistung im Videobereich ist beachtlich. Aufgezeichnet werden Videos wahlweise in MP4 oder AVCHD (Advanced Video Codec High Definition). Letzteres gilt bei der Bildqualität als etwas hochwertiger, in der Praxis ist jedoch kaum ein Unterschied zu sehen. MP4 ist ideal, wenn Videos am PC nachbearbeitet und vielleicht im Web veröffentlicht werden sollen.

Das 7,5 cm große Display ist glatt in die Rückseite integriert und nicht herausklappbar. (Foto: Mehmet Toprak)

Das 7,5 cm große Display ist glatt in die Rückseite integriert und nicht herausklappbar. (Foto: Mehmet Toprak)

Das Stereomikrofon reduziert die Windgeräusche recht wirkungsvoll und Full HD mit 50 Bildern pro Sekunde ist auch nicht zu verachten. Ein Highlight ist die Funktion High Speed Video. Mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) sind Zeitlupen mit 100 fps möglich, bei VGA Auflösung (640 × 480) sind es 200 Bilder. Ton wird dabei allerdings nicht aufgenommen und Zoom und Focus bleiben fix.

Gegenlichtmotive wie die dunkle Statue vor hellem Himmel sind auch für die Reisekamera von Panasonic eine Herausforderung. Von links nach rechts: Spotmessung, Mehrfeldmessung und mittenbetonte Messung. (Fotos: Mehmet Toprak)

Gegenlichtmotive wie die dunkle Statue vor hellem Himmel sind auch für die Reisekamera von Panasonic eine Herausforderung. Von links nach rechts: Spotmessung, Mehrfeldmessung und mittenbetonte Messung. (Fotos: Mehmet Toprak)

Fazit: Gute Ausstattung, viel Technik

Die DMC-TZ61 ist eine erstaunlich kompakte Digicam mit umfangreicher Ausstattung und neuester Technik. Das Bedienkonzept mit dem Objektivring erlaubt schnelles und intuitives Fotografieren. Weitere Highlights sind die Wi-Fi-Funktion, GPS und die Möglichkeit hochwertige Full-HD-Videos aufzunehmen. Die Bildqualität kann aufgrund des kleinen Sensors nicht mit der hochwertiger Systemkameras oder gar Spiegelreflex-Kameras mithalten. Für Hobby-Anwender ist sie aber völlig ausreichend.

Mit 429 Euro ist die DMC-TZ61 relativ teuer, in Onlineshops ist sie aber schon für ca. 340 Euro erhältlich, ein fairer Preis.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Panasonic Lumix DMC-TZ61: die kompakte Reisekamera im Test

  • Am 17. Oktober 2014 um 18:43 von müller

    Die Bildqualität ist sehr gut Um die tz61 in der bildqualität zu schlagen muß man wesentlich mehr geld anlegen – eine sony6000 (APS-C) mit dem kitobjektiv (16-50) ca 700€ reicht nicht hin. erst mit einem zeiss planar 1.4/50 abgeblendet
    auf f5.6 mit der sony6000 ist man in einer anderen liga- erste Sahne.

  • Am 26. Januar 2015 um 12:09 von Gertrude

    Ich habe die Panasonic-Lumix DMC-TZ61 ganz neu und war schon „gierig“ im RAW Format zu fotografieren, jetzt finde ich kein (für mich) passendes kostenloses Tool um die RAW Dateien von dieser Kamera bearbeiten zu können. Nämlich kein deppensicheres, sprich einfaches.
    Wer hat einen Tipp bitte?

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