iPhone 6 zerlegt: 2,915-mAh-Akku beim iPhone 6 Plus

Das Apple iPhone 6 ist dagegen nur mit einem 1,810-mAh-Akku ausgestattet. Beide Apple-Smartphones kommen mit dem A8-SoC (APL1011), einem LTE-Modul von Qualcomm (MDM9625M) und einem NFC-Chip der Firma NXP. Die RAM-Bausteine und Flash-Speicher-Module sind von unterschiedlichen Herstellern.

Das Apple iPhone 6 und iPhone 6 Plus wurde von den Zerlege-Experten von iFixit.com auseinander genommen und auf seine Reparierbarkeit geprüft. Im iFixit-Test erhalten beide neuen Apple-Smartphone-Modelle 7 von 10 möglichen Punkten. Damit sind sie beispielsweise deutlich einfacher zu reparieren als das HTC One (M8), dass nur zwei Punkte in der iFixit-Wertung verliehen bekam. Gleichzeitig bringt iFixit nähere Details zur Hardware des neuen iPhone 6 und iPhone 6 Plus ans Tageslicht. Hier geht’s zu zum Teardown des iPhone 6 und iPhone 6 Plus.

iPhone 6 zerlegt: 2,915-mAh-Akku beim iPhone 6 Plus

Das Apple iPhone 6 ist dagegen nur mit einem 1,810-mAh-Akku ausgestattet. Beide Apple-Smartphones kommen mit dem A8-SoC (APL1011), einem LTE-Modul von Qualcomm (MDM9625M) und einem NFC-Chip der Firma NXP. Die RAM-Bausteine und Flash-Speicher-Module sind von unterschiedlichen Herstellern (Bild: iFixit via CNET.com).

Das iPhone 6 beziehungsweise iPhone 6 Plus tragen die Modellnummern „A1586“ respektive „A1524“. Die Gehäuse sind mit Pentalobe-Schrauben verschlossen, lassen sich aber deutlich leichter öffnen, als wenn sie verklebt wären. Beim Trennen von Front- und Rückseite fällt der neu verlegte Anschluss des Touch-ID-Sensors positiv ins Gewicht. Dadurch lässt sich das Gehäuse deutlich sicherer öffnen.

Nach dem Abnehmen des Displays fällt sofort der Akku ins Auge, der beim iPhone 6 Plus deutlich größer ausfällt. Der Akku des iPhone 6 Plus bietet eine Kapazität von 2915 mAh und ist damit fast doppelt so stark wie der des iPhone 5S (1.560 mAh). Das iPhone 6 verfügt dagegen nur über einen 1,810 mAh fassende Batterie. Im Vergleich hält das iPhone 6 Plus laut Apple bis zu zwei Stunden länger beim Browsen im 3G, LTE- oder WLAN-Netz, drei Stunden länger bei der Videowiedergabe, ganze zehn Stunden länger bei Gesprächen sowie satte dreißig Stunden länger beim Anhören von Musik als das iPhone 6 durch. Die Standby-Zeit ist um 134 Stunden länger. Im CNET-Labs-Akku-Test, bei dem ein HD-Video bei aktiviertem Flugzeugmodus und mittlerer Helligkeit in einer Dauerschleife über das Display flimmert, kam das iPhone 6 Plus auf 13 Stunden und 16 Minuten, das iPhone 6 auf 10 Stunden und 38 Minuten.

Das iPhone 6 hat zwar auch einen etwas stärkeren Akkus als der Vorgänger, muss im Vergleich aber auch ein größeres und höher auflösendes Display mit Strom versorgen. Im Test machte sich unterm Strick keine nennenswerte Steigerung der Akkulaufzeit gegenüber dem iPhone 5S bemerkbar. Einen ausführlichen Test beider neuen Apple-Smartphones halten die Beiträge iPhone 6 im Test: das größere Display macht den Unterschied und iPhone 6 Plus im Test: das beste Apple-Smartphone ist zu groß bereit.

Beide Geräte werden von Apples A8-SoC samt M8-Coprozessor (LPC18B1UK mit ARM Cortex-M3 von NXP) mit der Modellnummer „APL1011“ angetrieben. Die Taktrate beträgt rund 1,4 GHz. Beim iPhone 6 läuft er laut dem Benchmark-Tool Geekbench 3 mit 1,39, beim iPhone 6 Plus mit 1,35 GHz. Beim Plus-Modell machte sich manchmal ein leichtes Ruckeln des Systems bemerkbar. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt laut iFixit 1 GByte (LPDDR3). Verbaut hat Apple beim iPhone 6 ein Modul von SK Hynix (H9CKNNN8KTMRWR-NTH), beim iPhone 6 Plus eines von Elpida (EDF8164A3PM-GD-F).

Die Flashspeichermodule sind bei beiden Versionen offenbar auch von unterschiedlichen Herstellern. Beim 4,7-Zoll-Modell kommt ein 128-GByte-Flash-Baustein von SanDisk (SDMFLBCB2), beim 5,5-Zoll-Phablet eines von SK Hynix (H2JTDG8UD1BMS) zum Einsatz. Das LTE-Modul stammt wieder einheitlich von Qualcomm und trägt die Bezeichnung „MDM9625M“. Es ist für LTE Cat 4 mit Downloadraten von bis zu 150 MBit/s ausgelegt. Der NFC-Chip zum Bezahlen via Apple Pay wird von der Firma NXP gefertigt.

Ein weiterer interessanter Fund ist eine neue Gummidichtung rund um die Lautstärke- und Power-Tasten, die scheinbar dazu da ist, um die Buttons besser vor Wasser und Staub zu schützen als bei den Vorgängern. Apropos Schutz: Auf den Einsatz von Saphirglas hat Apple bei seinen neuen Smartphones verzichtet. Wie folgender Drop-Test zeigt, scheinen die größeren iPhones damit nicht widerstandsfähiger zu sein als die älteren Modelle.

[Mit Material von Rich Trenholm, CNET.com]

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Autor: Christian Schartel
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