Apple iPhone 6: über 10 Millionen Verkäufe am ersten Wochenende

Die Vorgängergeneration verkaufte sich 2013 in den ersten drei Tagen insgesamt 9 Millionen Mal. Apple gibt keine konkreten Zahlen für die einzelnen Modelle iPhone 6 und 6 Plus heraus, spricht jedoch von einem neuen Rekord am ersten Verkaufswochenende.

Insgesamt über zehn Millionen Einheiten seiner neuen iPhone-Modelle 6 und 6 Plus hat Apple allein am ersten Wochenende nach Verkaufsstart abgesetzt, wie das Unternehmen zwischenzeitlich bekannt gab. In einer Mitteilung spricht CEO Tim Cook vom „jemals besten Launch“ mit einem neuen Rekord am ersten Verkaufswochenende. Allerdings schlüsselt Apple die Zahlen nicht nach Modellen auf. So ist unklar, wie viele iPhone 6 beziehungsweise iPhone 6 Plus es tatsächlich abgesetzt hat.

iPhone 6 Plus und iPhone 6 (Bild: Apple)

iPhone 6 Plus und iPhone 6 (Bild: Apple)

„Die Verkäufe von iPhone 6 und iPhone 6 Plus haben unsere Erwartungen für das Verkaufsstartwochenende übertroffen und wir könnten nicht glücklicher sein“, kommentierte Cook. „Wir möchten uns bei all unseren Kunden dafür bedanken, dies zu unserem jemals besten Launch gemacht zu haben, der alle bisherigen Verkaufsrekorde mit großem Abstand in den Schatten stellt. Während unser Team die Produkteinführung so gut wie niemals zuvor bewältigt hat, hätten wir mit einem größeren Angebot noch mehr iPhones verkaufen können, und wir arbeiten hart daran, die Aufträge so schnell wie möglich zu erfüllen.“

Im letzten Jahr konnte Apple zur Einführung des iPhone 5S und iPhone 5C am ersten Wochenende 9 Millionen Geräte absetzen. Das iPhone 5 verkaufte sich 2012 in den ersten drei Tagen nach Marktstart 5 Millionen Mal. Das iPhone 4S fand am Start-Wochenende im Oktober 2011 4 Millionen Käufer.

Anders als im Vorjahr erfolgt der Verkaufsstart der neuen iPhone-Modelle in China diesmal erst mit Verzögerung. Grund sind noch fehlende Genehmigungen. Daher hat sich dort bereits ein florierender Schwarzmarkt entwickelt. Teilweise gehen die neuen Apple-Smartphones für das Doppelte oder Dreifache des regulären Ladenpreises über den Tisch.

Das Apple den bisherigen Verkaufsrekord am ersten Wochenende knacken würde, war bereits abzusehen, nachdem es vor einer Woche Rekord-Vorbestellungen gemeldet hatte. Demnach nahm es in den ersten 24 Stunden weltweit 4 Millionen Bestellungen für die neuen iPhone-Modelle entgegen. Das waren doppelt so viele wie zum Start des iPhone 5 vor zwei Jahren. Letztes Jahr hatte Apple keine Angaben zur Zahl der Vorbestellungen gemacht.

Die Website des Apple Store war nach Beginn des Vorverkaufs zeitweise nicht erreichbar. Schon am vergangenen Freitag hatte sich die Lieferbarkeit für die iPhone-6-Modelle verlängert. Das iPhone 6 mit 16 und 128 GByte war nur noch in 7 bis 10 Werktagen lieferbar. Die 64-GByte-Variante sollte erst in 3 bis 4 Wochen ausgeliefert werden. Inzwischen sind alle Modelle erst in 3 bis 4 Wochen versandfertig.

Seit vergangenen Freitag, den 19. September, sind die neuen iPhones in neun Ländern erhältlich. Neben Deutschland zählen dazu Australien, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Japan, Kanada, Singapur und die USA. Hierzulande kostet das zehn Tage zuvor vorgestellte iPhone 6 je nach Speicherausstattung 699 Euro (16 GByte), 799 Euro (64 GByte) beziehungsweise 899 Euro (128 GByte). Die größere Plus-Version ist jeweils 100 Euro teurer. In Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag müssen Käufer die Hardware nicht auf einen Schlag bezahlen, sondern können den Kaufpreis in Raten abstottern. Dafür binden sie sich für zwei Jahre an einen Provider wie die Deutsche Telekom, O2 oder Vodafone.

Zum 26. September startet der Verkauf laut Apple in mehr als 20 weiteren Ländern, darunter Belgien, Dänemark, Finnland, Irland, Isle of Man, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Qatar, Russland, Saudi Arabien, Schweden, Schweiz, Spanien, Taiwan, Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Bis zum Jahresende sollen iPhone 6 und iPhone 6 Plus dann in 115 Ländern weltweit erhältlich sein.

Die neuen Modelle zeichnen sich hauptsächlich durch ihre gegenüber der Vorgängergeneration größeren 4,7-Zoll- und 5,5-Zoll-Displays aus. Beide Geräte sind mit einem höher auflösenden Bildschirm, dem etwas schnelleren A8-Prozessor, schnellerem LTE sowie WLAN, einer leicht verbesserten 8-Megapixel-Kamera, einem NFC-Chip für mobiles Bezahlen mit Apple Pay und einem größeren internen Speicher ausgestattet. Apple Pay wird anfangs aber nur in den USA nutzbar sein. Der Bezahldienst startet dort voraussichtlich im Oktober. Das iPhone 6 Plus kommt im Vergleich zum iPhone 6 mit einer weit besseren Akkulaufzeit, einem optischen Bildstabilisator und dem größeren Display, das mehr Platz für Inhalte bietet.

Infografik: Traumstart für das iPhone 6 prognostiziert (Grafik: Statista)

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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