Microsoft Windows Threshold als Windows 10 vorgestellt

Microsoft Windows 10 wird ab heute in einer Enterprise Technical Preview zur Verfügung stehen. Anfang 2015 folgt eine auf Konsumenten ausgerichtete Vorschau. Die finale Version von Windows 10 wird Mitte 2015 erscheinen.

Microsoft hat den Nachfolger von Windows 8 offiziell enthüllt. Auf parallelen Presseevents in San Francisco und Mannheim sorgte der Softwarekonzern gleich zu Beginn für eine Überraschung. Die bisher unter dem Spitznamen Windows Threshold bekannte Betriebssystemversion nennt Microsoft nicht wie erwartet Windows 9, sondern Windows 10. Damit erwiesen sich auch die Spekulationen um Namen wie “Windows X”, “Windows 365″, Windows One” oder nur “Windows” als falsch.

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Windows Threshold wird als Windows 10 in den Handel kommen (Bild: CNET.com).

Mit der Bezeichnung Windows 10 will Microsoft offenbar signalisieren, dass es sich bei der kommenden Windows-Ausgabe um das letzte “große” Update für das Betriebssystem handelt. In Zukunft will Microsoft die Windows-10-Codebasis regelmäßig durch kleinere Aktualisierungen ausbauen. Zudem hat Windows 10 eine gemeinsame Codebasis für unterschiedliche Displaygrößen und eine an diese Geräte angepasste Oberfläche.

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Windows 10 bietet eine für unterschiedliche Displaygrößen angepasste Oberfläche (Bild: CNET.com).

Microsoft arbeitet gleichzeitig auch an einer neuen Betriebssystemversion, die für Windows-Smartphones und Tablets auf ARM-Basis gedacht ist. Wie diese Versionen heißen werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Wie Microsoft den Nachfolgers von Windows Server 2012 R2 nennen wird, wollte es ebenfalls noch nicht verraten.

Angekündigt hat Microsoft dagegen, dass es seine unterschiedlichen App Stores zusammenlegen wird. Eine erste Vorabversion von Windows 10 steht ab heute ab ca. 18 Uhr auf der Website Preview.Windows.com zur Verfügung. Nutzer können sich dort für das Insider-Programm anmelden, über das Microsoft in den kommenden Monaten regelmäßig Updates für die Enterprise Technical Preview verteilen wird.

Die Testversion läuft nach Herstellerangaben nur auf x86-Computern. Eine mehr auf Verbraucher ausgerichtete Version soll Anfang 2015 folgen. Die finale Version des Betriebssystems versprach Terry Myerson, Chef von Microsofts Operating Systems Group, für Mitte 2015.

Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows Microsoft Deutschland, erklärte auf der Partnerveranstaltung in Mannheim: “Noch nie haben wir Kunden und Partnern so frühzeitig einen Ausblick auf die künftige Generation unseres Betriebssystems gegeben. Mit der neuen Windows-Generation stellen wir die Bedürfnisse von Unternehmen noch konsequenter in den Fokus und bieten Kunden eine Plattform, die den wachsenden Anforderungen in der IT und allen damit verbundenen Chancen und Risiken Rechnung tragen wird.”

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Unter Microsoft Windows 10 wird die Kachel-basierte Metro-Oberfläche nicht mehr im Vollbildmodus dargestellt, sondern als eine Art Fliese, die in den traditionellen Windows-Desktop integriert ist (Bild: CNET.com).

Noch in diesem Jahr – möglicherweise schon auf der Konferenz TechEd, die im Oktober in Barcelona stattfindet – wird Microsoft auch die Serverversion von Windows 10 präsentieren. Neuerungen der Version für Entwickler sind demnach im April 2015 das Thema der nächsten Build-Konferenz.

Die finale Version von Windows 10 versprach Terry Myerson, Chef von Microsofts Operating Systems Group, für Mitte 2015. Bisher war angenommen worden, dass das Unternehmen als Veröffentlichungstermin Frühjahr 2015 anstrebt.

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Mit Windows 10 kehrt das Startmenü zurück (Bild: CNET.com).

Die meisten neuen Funktionen wie Startmenüvirtuelle Desktops und Modern-Style-Apps, die auf dem Desktop ausgeführt werden können, waren schon vorab durchgesickert. Die Charms-Leiste ist in der Preview jedoch noch vorhanden. Joe Belfiore, Leiter des Operating System Experience Team, bestätigte jedoch, dass noch weitere Änderungen für die Charms-Leiste geplant sind.

Eine zuvor unbekannte neue Funktion von Windows 10 ist Snap Assist. Sie soll Nutzern helfen, Apps horizontal oder vertikal anzuordnen. Eine überarbeitete Ansicht aller geöffneten Anwendungen soll zudem den Wechsel zwischen virtuellen Desktops erleichtern.

Neu ist auch das Feature Continuum, das allerdings noch nicht in der Enterprise Technical Preview enthalten ist. Es richtet sich an Nutzer von 2-in-1-Geräten, die mit oder ohne Tastatur betrieben werden können. Wird die Tastatur entfernt, erscheint in der Taskleiste eine Zurück-Schaltfläche, die Nutzern die Navigation erleichtern soll.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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