Matchstick mit Firefox OS soll Chromecast Konkurrenz machen

Die Google-Chromecast-Alternative Matchstick hat ihr Finanzierungsziel auf Kickstarter bereits übertroffen. Der HDMI-Stick ist mit einer Dual-Core-Cortex-A9-CPU, 1 GByte RAM und 4 GByte Speicher ausgestattet. Die Übertragung von Filmen, Musik, Apps, Spielen oder Webseiten erfolgt via WLAN.

Nicht nur Microsoft will Googles Chromecast künftig mit einem HDMI-Stick Konkurrenz machen, sondern auch ein neu vorgestelltes Kickstarter-Projekt mit dem Namen Matchstick. Der Streaming-Stick verwendet Mozillas Firefox OS als Betriebssystem und hat sein Finanzierungsziel von 100.000 Dollar bereits am ersten Tag übertroffen. Bis Dato konnte Matchstick knapp 200.000 Dollar mobilisieren. 28 Tage hat das Projekt aber noch Zeit, um weitere Unterstützter zu finden.

Matchstick mit Firefox OS soll Chromecast Konkurrenz machen

Die Google-Chromecast-Alternative Matchstick hat ihr Finanzierungsziel auf Kickstarter bereits übertroffen. Der HDMI-Stick ist mit einer Dual-Core-Cortex-A9-CPU, 1 GByte RAM und 4 GByte Speicher ausgestattet. Die Übertragung von Filmen, Musik, Apps, Spielen oder Webseiten erfolgt via WLAN (Bild: Matchstick).

Matchstick funktioniert im Prinzip genau wie Chromecast. Der Streaming-Stick wird mittels HDMI an ein TV-Gerät angeschlossen und dient zum Übertragen von Videoclips, Filmen, Musik, Apps und Spielen von einem Smartphone oder Tablet mit Android, Apple iOS oder Firefox OS auf den großen Bildschirm. Des Weiteren ist es auch möglich, im Chrome- oder Firefox-Browser geöffnete Webseiten zu streamen. Übertragen werden die Daten wie beim Google-Stick über das WLAN-Netz. Bisher wird aber nur das 2,4-GHz-Band unterstützt. Im Gegensatz zu Chromecast baut der Matchstick aber komplett auf Open-Source-Hard- und -Software auf.

Als CPU ist in dem Streaming-Stick der Cortex-A9-Chip RK3066 mit zwei Kernen verbaut. An RAM ist 1 GByte (DDR3) integriert. Der interne Speicher ist 4 GByte groß. Videoübertragung ist mit bis zu 1080p über HDMI möglich.

Bisher kommt Firefox OS ausschließlich auf Smartphones zum Einsatz. Mit dem Matchstick öffnet sich Mozilla somit einer vollig neuen Gerätekategorie. Offenbar sieht es dies als weiteren Weg an, die Verbreitung offener Webstandards zu fördern. “Das ist genau das, wofür Firefox entwickelt wurde”, sagte Chris Lee, Produktdirektor für Firefox OS bei Mozilla. Man habe keinerlei Änderungen an dem Betriebssystem vornehmen müssen, damit es zusammen mit der Matchstick-Hardware läuft.

Ein wichtiger Punkt für den Erfolg wird auch sein, welche Dienste der Matchstick unterstützen wird. Zum Start sollen dazu Netflix, HBO Go, Pandora und andere zählen. Außerdem verweist das Projekt auf das Angebot von Mozillas App Store.

Programmierer können zudem eigene Anwendungen für den freien Streaming-Stick erstellen. Dazu werden 250 Prototypen kostenlos an qualifizierte App-Entwickler verteilt, die sich über das Developer Portal bewerben können. Darüber hinaus sollen sich für Chromecast erstellte Apps leicht auf den Matchstick portieren lassen, falls sie nicht sowieso schon binärkompatibel sind.

Die ersten 500 Backer auf Kickstarter erhalten den Matchstick für 12 Dollar. Alle übrigen müssen das Projekt mit mindestens 18 Dollar finanziert haben. Die Auslieferung soll im Januar erfolgen. Wer das Projekt nicht auf Kickstarter unterstützt hat, wird den Streaming-Stick für regulär 25 Dollar bestellen können, nachdem die ersten Vorbestellungen ausgeliefert wurden. Damit ist der Matchstick 10 Dollar günstiger als Googles Chromecast.

GigaOm hatte schon im Juni berichtet, dass Mozilla eng mit einem ungenannten Partner zusammenarbeite, um einen Streaming-Stick auf Basis von Firefox OS zu entwickeln. Es griff mit dem Bericht einen Twitter-Eintrag von Mozillas Developer Evangelist Christian Heilmann auf, der ein Bild des Sticks und den Hinweis enthielt: “Ein vollständig offenes TV-Casting-Prototyp-Gerät mit Firefox OS. Offener Boot Loader und alles.”

Kurz darauf dementierte Mozilla jedoch, dass es an einem solchen Firefox-OS-basiertem Stick arbeite. Gegenüber Recode stellte es klar, dass es nicht selbst solch ein Gerät entwickle: “Das ist kein Mozilla-Projekt, und wir stellen keine Geräte her. Firefox OS ist eine offene Plattform, die jeder Firma offensteht, um darauf ohne Beschränkungen aufzubauen. Das bedeutet, dass Unternehmen mit verschiedenen Formfaktoren experimentieren können, die Firefox OS nutzen.”

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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