HTC Re Camera: ergonomische Action-Kamera in Periskop-Form

Die HTC RE Camera kommt mit einem 1/2.3-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixel und einem 146-Grad-Weitwinkelobjektiv. Ein Berührungssensor schaltet die Action-Kamera automatisch ein, sobald sie der Nutzer in die Hand nimmt. Die RE Camera kostet 199 Euro.

Neben dem HTC Desire EYE hat die HTC Corporation auf der Presseveranstaltung in New York mit dem Motto “double exposure” auch die RE Camera vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine ergonomisch geformte Action-Kamera, die Geräten von GoPro oder Rollei Konkurrenz machen soll. Die RE Camera steht wie das Desire EYE in Deutschland ab Anfang November zum Verkauf. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt 199 Euro. Erhältlich wird die Action-Cam in den Farben Koralle (Rot), Weiß, Blau und Grün online und im Fachhandel sein.

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HTCs erste Kamera kostet 199 Euro und ist ab Anfang November erhältlich (Bild: CNET.com).

Die neue Kompaktkamera von HTC ist wie ein Periskop oder ein Inhalator gebogen und verfügt über einen 1/2.3-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 16 Megapixel, eine f2.8-Blende und ein 146-Grad-Weitwinkelobjektiv. Damit ist der Sensor größer als bei den meisten Smartphones. Das Sony Xperia Z3 kommt aber beispielsweise ebenfalls mit einem 1/2,3-ExmorRS-Sensor. Das Lumia 1020 ist sogar mit einem größeren 1/1,5-Bildsensor ausgerüstet. Für eine Action-Cam entspricht die Sensor-Größe dem Durchschnitt.

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Der 1/2.3-CMOS-Sensor bietet eine Auflösung von 16 Megapixel (Bild: CNET.com).

Besonders hebt die HTC Corporation die ergonomisch gebogene Form der RE Camera hervor. Dank des zylindrischen Designs liegt die kleine Action-Kamera im Vergleich zu einem Smartphone auch stabiler und komfortabler in der Hand. Der Daumen liegt in seiner natürlichen Haltung direkt am Knick auf, wo sich auch der Auslöser befindet.

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Die RE Camera sieht aus wie ein Periskop oder Inhalator (Bild: CNET.com).

Ein kurzes Tippen auf die Auslösetaste nimmt Fotos mit 16 (4:3) oder 12 Megapixel (16:9) auf. Ein längeres Drücken der Taste startet die Videoaufzeichnung. Die RE Camera nimmt Bewegtbilder in Full-HD- (1080p) oder HD-Auflösung (720p) bei 30 Frames pro Sekunde auf und bietet einen Zeitlupe- sowie Zeitraffer-Modus.

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Ein kurzes Tippen auf den Auslöser nimmt ein Foto, ein langes Drücken ein Video auf (Bild: CNET.com).

Bei Slow-Motion-Videos ist die Bildqualität auf 720p beschränkt. Die Bildrate beträgt 96 fps. Gestartet werden Zeitlupeaufnahmen über einen kleinen Button auf der Frontseite direkt unter dem Knick des Gehäuses.

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Der runde Knopf unter der Linse dient zum Drehen von Zeitlupevideos (Bild: CNET.com).

Das coolste Feature der RE Camera ist der An-/Aus-Mechanismus. Einen Einschaltknopf gibt es nämlich nicht. Das Gehäuse der Kamera ist mit einem kapazitiven Berührungssensor ausgestattet, sodass sich die RE Camera einschaltet, sobald sie der Nutzer in die Hand nimmt. Dies dürfte neben der einfacheren Handhabung auch der größte Vorteil gegenüber einem Smartphone sein. HTCs Action-Kamera muss demnach nicht entsperrt und erst noch in den Foto-Modus versetzt werden, sondern legt sofort los, sobald sie in die Hand genommen und der Auslöser betätigt wird. Die HTC-Kamera ist damit auch noch etwas flotter Einsatz bereit als das Xperia Z3 mit seinem dedizierten Auslöser an der Seite des Gehäuses, der das Smartphone ebenfalls entsperrt und sofort die Kamera-App startet.

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Ein Berührungssensor erkennt, wenn der Nutzer die RE Camera in der Hand hält, und schaltet sie automatisch ein (Bild: CNET.com).

Die RE Camera kann in Verbindung mit der zugehörigen Android- oder iOS-App per WLAN (802.11 a/b/g/n, WiFi-Direct) oder Bluetooth 4.0 mit dem Android-Smartphone oder auch einem iPhone verbunden werden. Kompatibel sind Geräte ab Android 4.3 und iOS 7. Anwender können das Display des Smartphones als Remote-Sucher verwenden, die Einstellungen anpassen oder über die Album- und Wiedergabeansicht die auf der Kamera gespeicherten Fotos und Videos begutachten. Die Action-Kamera speichert bei bestehender Verbindung alle Inhalte automatisch auf dem Smartphone oder auf Wunsch auch in der Cloud. Mit HTC Zoe können die Bilder und Videos dann wie üblich zu Kompilationen zusammengefügt werden. Mit der RE-App können Nutzer auch den Zeitraffer-Modus starten. In Zukunft soll auch Live-Streaming via Youtube möglich sein.

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In Verbindung mit der Android- oder iOS-App wird das Smartphone zum Sucher (Bild: CNET.com).

Die RE Kamera kann man dank eines ¼-Gewindes auch auf ein Standard-Stativ schrauben, ein großes Ökosystem an Halterungen plant die HTC Corporation allerdings nicht. Einige speziell für die HTC-Action-Cam entwickelten Stative wie eine Halterung fürs Mountainbikes wird es aber gegeben. An der Unterseite des Gehäuses befindet sich neben dem Gewinde ein microUSB-Port zum Laden der Kamera sowie ein Einschub für eine microSD-Karte. Eine 8 GByte große Speicherkarte legt HTC beim Kauf bei. Alternativ sind aber auch Speicherkarten mit bis zu 128 GByte unterstützt.

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Speicherkarten werden mit einer Kapazität von bis zu 128 GByte unterstützt (Bild: CNET.com).

Auch wenn das Gehäuse nach der IPX7-Zertifizierung für bis zu 30 Minuten bei einer maximalen Tiefe von 1 Meter gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist, bewirbt die HTC Corporation seine RE Camera nicht als Rugged-Action-Cam für Extremsportler, sondern eher als eine Lifestyle-Cam wie Polaroids Cube. Mit einer zusätzliche Schutzkappe kann die Cam auch noch etwas tiefer tauchen. Dann ist sie nach der IPX8-Zertifizierung geschützt und kann 2 Stunden bei maximal 3-Meter-Tiefe Unterwasser ausharren.

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Die RE Camera ist mit einem Standard-Stativ-Gewinde ausgestattet (Bild: CNET.com).

Der Akku der RE Camera hat eine Kapazität von 820 mAh. Laut HTC versorgt eine volle Akkuladung die Kamera für ungefähr 1.200 Fotos bei voller Auflösung oder ca. 100 Minuten durchgehende Videoaufnahme in FullHD mit Strom. Ein Mikrofon und ein Lautsprecher sind für Bewegtbilder übrigens mit an Bord. Das Gehäuse der Kompaktkamera misst 96,7 mal 26,5 Millimeter und wiegt 65,5 Gramm.

[Mit Material von Joshua Goldman, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu HTC Re Camera: ergonomische Action-Kamera in Periskop-Form

  • Am 11. Oktober 2014 um 09:26 von Marlon

    Wie soll die Kamera funktionieren steuert man die mit dem Handy oder einfach mit der Hand?

    • Am 28. Oktober 2014 um 14:15 von Rio

      denk mal nur mit der Hand.
      Sobald aber die Fischaugen auftauchen, wird es schwieriger werden nicht aufzufallen. Kameras oder handys sind unauffällig, da massenware. Aber so ein neues Design ist „leider“ Blickfangverdächtig.

  • Am 28. Oktober 2014 um 14:13 von Riop

    „ca. 100 Minuten durchgehende Videoaufnahme“
    war das nicht immer auf 30min beschränkt bei Fotokameras der neueren Generation??? Danach wieder neue Aufnahme möglich…

    • Am 1. Dezember 2014 um 10:37 von Whayzinga

      Nach 100 Minuten ist der Akku leer. :) es gibt aber Zusatzakkus damit kann man 4 1/2 mal länger Filmen.

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