Apple: iPad Air 2 und iPad Mini 3 aus Versehen vorab im iTunes Store gezeigt

Dem veröffentlichten Bild im iPad-Handbuch für iOS 8.1 zufolge kommen beide Tablets mit dem Fingerabdruckscanner Touch ID. Die Screenshots wurden zwischenzeitlich von Apple aktualisiert. Das Unternehmen wird heute Abend wohl das iPad Air 2 und das iPad Mini 3 und aller Wahrscheinlichkeit nach auch einen 27-Zoll-iMac mit hochauflösendem Retina-Display vorstellen.

Apple, stets um größte Geheimhaltung bemüht ist, wollte seine neuen Produkte eigentlich erst heute Abend bei einer Presseveranstaltung in seinem Hauptquartier in Cupertino enthüllen. Jetzt hat das Unternehmen aber versehentlich Screenshots vom iPad Air 2 und vom iPad Mini 3 im iTunes Store veröffentlicht.

Die Bilder waren im offiziellen iPad-Benutzerhandbuch für iOS 8.1 enthalten, das Apple im iTunes Store für iBooks bereitgestellt hat. Inzwischen hat das Unternehmen die Bilder wieder gelöscht und zeigt nur noch Screenshots vom iPad Air sowie vom iPad Mini mit Retina Display mit iOS 8.

Apple hat versehentlich schon vor seiner Presseveranstaltung Bilder veröffentlicht, die das iPad Mini 3 und das iPad Air 2 zeigen (Screenshot: Stephen Shankland / CNET).

Apple hat versehentlich schon vor seiner Presseveranstaltung Bilder veröffentlicht, die das iPad Mini 3 und das iPad Air 2 zeigen (Screenshot: Stephen Shankland / CNET).

Damit hat Apple unbeabsichtigt bestätigt, dass es seine neue Tablet-Generation mit dem Fingerabdruckscanner Touch Id ausstattet. Zudem wird in der Anleitung ein Burst-Modus für die Kamera des iPad Air 2 beschrieben, der es ermöglichen soll, mehrere Bilder in sehr kurzer Zeit aufzunehmen. Darüber hinaus scheinen iPad Air 2 und iPad Mini 3 sehr ihren Vorgängern zu ähneln.

Nachdem das iPad die zweitwichtigste Einnahmequelle des Unternehmens ist, hofft Apple mit der neuen iPad-Generation sein Tablet-Portfolio zu stärken. Es zeichnet für rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Allerdings sind die iPad-Verkäufe zuletzt geschrumpft. Im Juni-Quartal hatte Apple 13,3 Millionen Tablets abgesetzt, 9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 14,4 Millionen Geräten gerechnet. Jedoch hat sich das Wachstum des gesamten Tabletmarkts abgeschwächt. IDC halbierte seine Prognose Ende August auf 6,5 Prozent.

Ob das iPad Air 2 Apples Dezemberquartal wie gewünscht stärken kann, bleibt jedoch abzuwarten. Ein Analyst will erfahren haben, dass es Probleme bei der Fertigung des mit einer Antireflexionsschicht versehenen Displays des Tablets gibt. Als Folge sollen bis zum Jahresende nur etwa 7 bis 9 Millionen Einheiten zur Verfügung stehen. Vom ersten iPad Air verkaufte Apple dem Analysten zufolge in den ersten drei Monaten aber 12 Millionen Stück.

Neben dem iPad Air 2 und dem iPad Mini 3 wird Apple wahrscheinlich auch einen 27-Zoll-iMac mit hochauflösendem Retina-Display vorstellen und weitere Details sowie die Verfügbarkeit von OS X 10.10 Yosemite bekannt geben. Apples kommendes Desktop-Betriebssystem liegt bereits als dritter Golden-Master-Build vor.

Wer das Event heute Abend unter dem Motto “It’s been way too long” aus dem Town Hall Auditorium auf dem Apple-Campus in Cupertino live mitverfolgen möchte, der sollte ab 10 Uhr Ortszeit einschalten. In Deutschland geht es um 19 Uhr los. Interessierte Nutzer können die Presseveranstaltung auch live im Internet verfolgen.

Um den Livestream anschauen zu können, ist wie üblich ein Rechner oder ein Notebook mit Mac OS X ab Version 10.6.8 und Apples Safari-Browsers ab Version 5.1.10 nötig. Empfangen lässt sich der Stream auch auf einem iOS-Gerät mit Safari in der Version 6.0 oder höher. Zum Verfolgen der Presseveranstaltung eignet sich auch die Settop-Box Apple TV ab der zweiten Generation. Es muss mindestens die Software-Version 6.2 installiert sein. Auswählen lässt sich das „Special Event“ dann kurz vor seinem Beginn über eine entsprechende Auswahlkachel. Bleibt zu hoffen, dass der Stream diesmal stabiler läuft als zur Vorstellung der neuen iPhones und der Apple Watch vor gut einem Monat. Damals kam es immer wieder zu Aussetzern und zu störenden Überlagerungen einer zweiten Tonspur.

Bequeme Alternative: Unsere Kollegen von Gizmodo.de bieten natürlich auch diesmal wieder einen Live-Blog zur Apple-Veranstaltung an.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Apple? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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