Fitbit: Apple stellt wohl Ladenverkauf der Fitness-Tracker ein

Apple vertreibt die Fitnessarmbänder über seine Apple Stores. Das Unternehmen soll nach der Ankündigung der Apple Watch nun die Einführung eigener Fitness-Tracker planen. Produkte von Nike und Jawbone könnte womöglich ein ähnliches Schicksal ereilen.

Wie Recode unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, stellt Apple angeblich bald den Ladenverkauf der beliebten Fitness-Tracker von Fitbit ein und plant dafür die Einführung einer eigenen entsprechenden Wearables-Produktlinie.

 Die Fitbit-Fitneßtracker sollen angeblich bald aus dem Sortiment der Apple Stores verschwinden (Bild: Recode).

Die Fitbit-Fitneßtracker sollen angeblich bald aus dem Sortiment der Apple Stores verschwinden (Bild: Recode).

Warum genau Apple die Armbänder, die Gesundheitsparameter wie etwa die Zahl der Schritte messen, nicht länger in seinen Stores vertreiben will, ist laut Recode bislang allerdings noch unklar.

Noch vor einer Woche hatte Fitbit nach Angaben von 9to5mac erklärt, es prüfe weiterhin die Integration seines Fitnessarmbandes mit Healthkit – Apples mit iOS8 vorgestellter App, die als zentraler Sammelpunkt für Gesundheitsdaten dient. Allerdings verfolge es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht das Ziel, sein Fitness-Wearable mit dem Gesundheits-Tracker zusammenzuführen.

Zahlreiche weitere Drittanbieter von Fitness-Apps – darunter Strava, Withings, iHealth, Jawbone Up und MyFitnessPal – haben hingegen schon bereitwillig ihre Anwendungen aktualisiert, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Gesundheitsdaten an Healthkit zu senden.

Im Zuge der Ankündigung der Apple Watch, die Anfang kommenden Jahres zu Preisen ab 349 Dollar auf den Markt kommen soll, hatte Fitbit-Gründer und CEO James Park bereits den skeptischen Ansatz des Unternehmens gegenüber Apple unterstrichen und hervorgehoben, man arbeite nicht nur an Geräten für iOS, sondern auch an solchen für Android und Windows Phone.

Der Fitness-Tracker von Fitbit ist nicht das einzige Wearables-Produkt eines Drittanbieters, das Apple verkauft. Daher ist aktuell noch unklar, ob es potenzielle Konkurrenzgeräte wie das Nike+ Fuelband auch weiterhin über seine Apple Stores vertreibt. Nike wird allerdings eine starke Bindung zu Apple und seinem Mobilbetriebssystem iOS nachgesagt. So war es Android-Nutzern bis vor kurzem noch nicht möglich, die FuelBand-App zu verwenden. Zudem wurde Apple-CEO Tim Cook, der auch im Aufsichtsrat von Nike sitzt, des Öfteren mit dem Fitnessarmband des Sportartikelherstellers am Handgelenk gesichtet.

Im vergangenen Frühjahr kürzte Nike allerdings die zur FuelBand-Herstellung benötigten Mittel für die entsprechende Unternehmensabteilung. Marktbeobachter sehen das als strategischen Schritt im Hinblick auf Apples Ankündigung eigener Wearables-Hardware. Der Konzern aus Cupertino verweigerte diesbezüglich jede Stellungnahme und erklärte lediglich, man spreche nicht über Partnerschaften mit Drittanbietern.

Gegenüber Recode betonte Fitbit-CEO Park, das Unternehmen blicke mit Zuversicht auf eine starke kommende Urlaubssaison, da die Gerätekategorie der Gesundheits- und Fitness-Tracker weiterhin ein rapides Wachstum zu verzeichnen habe. Zudem hob er hervor, dass die Fitbit-Armbänder nicht nur im Apple Store, sondern auch in mehr als 37.000 weiteren Einzelhandelsgeschäften weltweit verkauft werden. Zu diesen zählten unter anderem Amazon, Best Buy, Bloomingdale’s, Kohls, Target und Walmart.

Nach Angaben der NPD Group wurden zwischen April 2013 und März 2014 3,3 Millionen Fitness-Tracker in den USA abgesetzt. Fitbit ist dabei einer der Vorreiter in Sachen Fitness-Wearables und beansprucht inzwischen einen Marktanteil von nahezu 70 Prozent. Die Armbänder Nike FuelBand und Jawbone Up machen den Rest des Marktes unter sich aus. Mit der Einführung weiterer Smartwatches und Aktivitäts-Tracker könnte sich die Marktsituation jedoch verschieben. So hatte Apple beispielsweise vor gerade einmal rund einem Monat seine Apple Watch angekündigt.

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[Mit Material von Rainer Schneider, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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