Apple iPad Air 2: das neue Tablet-Flaggschiff im Test

Apples iPad Air 2 ist noch dünner geworden, kommt mit A8X-CPU, Antifreflexionsbeschichtung, verbesserter Kamera und schnellerer Datenübertragung. Mit an Bord ist Touch ID und auch Apple Pay wird unterstützt. Die Preise beginnen bei 489 Euro. Wir haben uns das neue Tablet-Flaggschiff von Apple angesehen.

Manchmal beglückt Apple den Markt mit wahrhaft revolutionären Produkten, manchmal werden Ikonen nur von Jahr zu Jahr wieder etwas aufpoliert. Während beim iPhone noch reichlich Entwicklungspotential besteht, ist das vor einer Woche vorgestellte iPad Air 2 schon nahe daran, wirklich perfekt zu sein. So musste Apple diesmal keine spektakulären Veränderungen vornehmen. Apple hat das Design noch etwas dünner gestaltet als beim Vorgänger-Modell, dem Air 2 einen schnelleren Prozessor spendiert, die Kameras etwas optimiert, das Display mit einer Antireflexion-Oberfläche ausgestattet und ihm einen Touch-ID-Sensor verpasst. Zudem wurden die Speicherkapazitäten erhöht.

Die 16-GByte-Version gibt es mit WLAN-Modul für 489 Euro, die 64- und 128-GByte-Variante kostet dann 589 respektive 689 Euro. Für 609 Euro erhält der Kunde die kleinste LTE-Version. Für die Modelle mit 64- und 128 GByte verlangt Apple dann 709 beziehungsweise 809 Euro. Das iPad Air 2 wird in den Farbkombinationen Silber/Weiß, Gold/Weiß und Spacegrau/Schwarz angeboten.

Rechtfertigen diese neuen Features und Verbesserungen den Umstieg auf ein neues iPad Air? Nicht zwingend, denn iPads sind durchaus zäh und langlebig. Apple hat auch das alte Modell zum ermäßigten Preis noch im Programm. Für viele Anwender dürfte das die bessere Wahl sein, auch wenn das neue iPad Air 2 ein ausgezeichnetes Produkt ist.

Das iPad Air 2 bietet nichts wirklich Überraschendes oder Neues. Es ist einfach noch weiter perfektioniert und eine Optimierung des Vorgängermodells. Ob es tatsächlich den eigenen Bedürfnissen gerecht wird, hängt letztlich davon ab, ob man in erster Linie ein iPad oder einfach ein Tablet braucht. Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten.

(Bild: CNET)

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Design: Air – aber noch dünner

Das neue iPad Air 2 fällt tatsächlich noch schlanker aus als das bisherige iPad Air: Mit einer Bauhöhe von gerade einmal 6,1 Millimetern (iPad Air: 7,5 Millimeter) ist es sogar noch dünner als das iPhone 6 mit seinen 6,9 Millimetern. Auch wenn es dünnere und leichtere Tablets gibt, das neue Air ist jedenfalls das bis dato schlankste iOS-Gerät. Sonst hat sich an den Abmessungen von rund 24 mal 17 Zentimetern nichts geändert.

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(Bild: CNET)

Apple hat nun einmal einen Hang zu schlanken Geräten und liefert mit dem iPad Air 2 ein noch dünneres Chassis, als es schon beim iPad Air der ersten Generation der Fall war. War es überhaupt nötig, die Bauhöhe noch weitere zu reduzieren? Apple macht es einfach – bei Notebooks, Handys und eben auch den iPads. Natürlich wird das Tablet damit wieder etwas leichter und lässt sich noch bequemer halten, wobei der Sprung diesmal nicht so gravierend ausfällt, wie beim iPad Air im letzten Jahr.

Auch wenn schmaler besser sein mag, in der Tasche macht sich der Unterschied nicht so sehr bemerkbar. Mit 437 Gramm gegenüber 469 Gramm ist das diesjährige WLAN-Modell ein paar Gramm leichter. Die LTE-Version kommt jetzt auf 444 Gramm gegenüber 478 Gramm im Vorjahr. Das ist natürlich nichts gegenüber der Fast-Halbierung des Gewichts im vergangenen Jahr vom Air der ersten Generation zum Vorgänger iPad.

iPad Air 2 (oben) vs iPad Air (unten) (Foto: CNET).

iPad Air 2 (oben) vs iPad Air (unten) (Foto: CNET).

Das Design hat Apple noch weiter verfeinert. Das iPad ist sehr gut verarbeitet, kommt im soliden Gehäuse aus Metall und Glas und liegt hervorragend in der Hand. Es wirkt noch zerbrechlicher als vorher, deshalb empfiehlt sich der sorgsame Umgang mit dem Tablet und zur Sicherheit die Aufbewahrung in einer Hülle. Und nein, wir haben nicht versucht das Air 2 zu biegen.

Die Version in Gold auf der Spacegrau-Variante vom letzten Jahr (Bild: CNET).

Die Version in Gold auf der Spacegrau-Variante vom letzten Jahr (Bild: CNET).

Apple bietet das iPad Air zwei in drei Farbvarianten an: Gold, Silber und Spacegrau. Bei der gold- und silberfarbenen Version kommt auf der Frontseite ein weißer Glasrahmen zum Einsatz, bei Spacegrau – einem dunklen Aluminiumton – ein schwarzer Rand.

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Touch und Apple ID Pay: Ein-Finger-Komfort

Das iPad 2 kommt endlich mit dem Fingerprint-Sensor Touch ID, einer Funktion, die 2013 erstmalig im iPhone 5S integriert hatte. Die One-Touch-Fingerprint-Identifikation von Touch-ID funktioniert erstaunlich gut und ist praktisch zum Entsperren des Bildschirms, für Transaktionen in iTunes und andere Apps, die das Feature nutzen wie auch Dropbox. Touch ID gibt es auch beim iPhone 6, iPhone 6 Plus und dem iPad mini 3.

Auf einem iPhone ist es völlig selbstverständlich, den Home-Button mit Touch-ID mit dem Daumen zu drücken. Am Ende des Tages kommen da schnell einige Dutzend Male zusammen. Beim iPad wird der Home-Button eher mit dem Zeigefinger gedrückt. Durch das Drehen des Tablets landet die Taste dann unweigerlich mal unten oder oben oder auch mal links oder rechts. Ganz so intuitiv fällt dann die Entscheidung nicht mehr, welchen Finger man jetzt gerade dafür am besten nimmt. Keine wirklich große Sache, aber eben etwas gewöhnungsbedürftig.

(Bild: CNET)

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Sich über Touch ID anzumelden und zu authentifizieren spielt auf dem iPad zunächst vielleicht nicht so eine wichtige Rolle wie auf dem iPhone, aber ein praktisches Feature ist es doch. Apps wie Evernote und zahlreiche Passwort-Manager nutzen es. Es spart die Eingabe langer Passwörter.

Eines der interessantesten Features ist Apple Pay. Apple Pay basiert auf der Nahfunktechnik Near Field Communication (NFC), setzt als Betriebssystem iOS 8.1 voraus und funktioniert mit dem iPhone 6, iPhone 6 Plus sowie der Apple Watch. In Kombination mit Letzterer steht der Bezahldienst so auch Nutzern des iPhone 5, iPhone 5C und iPhone 5S offen. Um damit zu bezahlen, müssen Anwender Smartphone oder Smartwatch lediglich in die Nähe eines kontaktlosen Lesegeräts halten und den Zahlvorgang über den Fingerabdruckscanner TouchID autorisieren. Das iPad Air 2 unterstützt dank integriertem Fingerabdruckscanner zwar Apple Pay, mangels NFC-Chip eignet es sich alleine allerdings nur für Online-Käufe und nicht für den Einkauf in Ladengeschäften.

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A8X – ein echter Leistungsschub

Zum ersten Mal seit zwei Jahren hat das große 9,7-Zoll-iPad einen eigenen Prozessor bekommen, mit dem er sich von anderen iPads und iPhones absetzt. Die neue CPU A8X verspricht im Vergleich zum A8 des iPhone 6 und 6 Plus noch mehr Grafikpower. Und zudem hat Apple dem iPad 2 GByte RAM spendiert, statt der bisherigen 1 GByte.

Nur alleine auf Basis der Benchmarks präsentiert sich das iPad Air 2 als bis dato schnellstes iOS-Gerät überhaupt. Im 3DMark, dem Grafik-Benchmark, liefert das iPad beim Ice Storm Unlimited 21.744 Punkte und liegt damit ein gutes Stück über den neuesten iPhones 6 und 6 Plus und ein riesen Stück über dem letztjährigen iPad Air. Einige Android-Tablets wie das Nvidia-Shield-Tablet zeigen im 3DMark eine noch bessere Leistung, aber das ist mit großem Abstand die beste iOS-Grafikleistung. Das iPad Air vom letzten Jahr lieferte eine ähnliche Performance wie das iPhone 5S.

Im Geekbench 3 fällt der Single-Core-Test höher aus als vorher, aber wirklich interessant wird es beim Multi-Core: mit einer durchschnittlichen Punktzahl von 4506 liegt er weit über dem anderer iOS-Geräte, was darauf hindeutet, das das iPad Air 2 das beste Multitasking-iPad überhaupt ist. Es erreicht zwar nicht ganz die doppelte Performance des iPad-Air-A7-Prozessors, kommt aber schon gefährlich nahe ran. iOS setzt Multitasking irgendwann Grenzen, das neue iPad dürfte hier aber einiges ändern.

Aber was bedeutet das für normal sterbliche User? Zum Test wurden einige Spiele und Apps auf das iPad Air 2 geladen und A8-optimierte Spiele wie Modern Combat 5, Asphalt 8 und Epic Zen Garden Demo installiert. Die Spiele liefern hervorragend und ohne Ruckeln. Selbst das Hin- und Herwechseln zwischen Anwendungen war kein Problem. Und selbst das Zwischenspeichern lief deutlich besser als bei den Vorgängermodellen.

Anwender, die ernsthafte Grafik- und Fotobearbeitung betreiben oder kreative Video-oder Musik-Apps verwenden, aber auch Hardcore-Gamer, die auf Top-Grafik hohen Wert legen, dürften hier zweifelsohne ihre neue Traummaschine finden. Der eher durchschnittliche iPad-Benutzer wird kaum an die Grenzen kommen, wo er diese Leistung wirklich abrufen kann.

Natürlich liegt das iPad Air 2 leistungstechnisch deutlich über dem iPad Mini 3, das mit dem gleichen A7-Prozessor wie im letzten Jahr an den Start geht. Aber Anwender, die das iPad nur gelegentlich nutzen, um Videos zu streamen, zu lesen und zu schreiben und ab und zu zu spielen, brauchen nicht zwingend das neue iPad Air 2. Sie können auch auf die preiswerteren iPad-Alternativen ausweichen.

(Bild: CNET)

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Die optimierte hintere iSight-Kamera ist mit ihren 8 statt 5 Megapixeln deutlich besser als die des alten iPad Air. Die neuen Funktionen wie Zeitlupe, Zeitraffer, und bessere Gesichtserkennung sind ein guter Zugewinn. Durch den A8X-Prozessor kommt es zu einer besseren Bildsignalverarbeitung – vergleichbar mit dem, was iPhone 6 und 6 Plus bieten. Die Kamera des iPad Air 2 arbeitet nicht mit dem gleichen Autofokus wie die neuen iPhones, sondern fokussiert hier ähnlich wie das iPhone 5S. Der Autofokus arbeitet nicht ganz so exakt und schnell wie beim Telefon. Es gibt keinen Blitz, was aber zu verschmerzen ist.

Bei der FaceTime-HD-Kamera wurde die Auflösung beibehalten. Dafür sind neue Funktionen hinzugekommen wie Panorama in Fotos, Zeitraffervideos, Zeitlupe und 1080p-HD-Videos. Die FaceTime-HD-Kamera erfasst nun 80 Prozent mehr Licht als die Kamera des iPad Air und bietet neben dem Burst-Mode auch die Möglichkeit HDR-Fotos und -Video zu erstellen. Es handelt sich zwar immer noch um nur um eine 1,2-Megapixel-Kamera, aber dafür bietet sie einen besseren Kontrast, ermöglicht Low-Light-Fotografie und kommt mit einer neuen F2.2-Blende. Face-Time-Chats und auch Selfies gelingen damit deutlich besser.

(Bild: CNET)

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Es gibt neben der Möglichkeit schnell Fotos oder Video-Clips zu erstellen durchaus auch andere praktische Einsatzbereiche für iPad-Kameras. So lassen sich damit Dokumente scannen, Produkte festzuhalten und bewerten und dann direkt verschicken. Man muss kein iPad-Fotograf sein, aber derartige Kamera-Einsätze haben durchaus ihren Reiz.

Apple iPad Air 2 (oben), iPad Air (unten) (Bild: CNET)

Apple iPad Air 2 (oben), iPad Air (unten) (Bild: CNET)

Das 9,7-Zoll-Retina-Display des iPad Air 2 kommt noch mit der gleichen Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel wie im letzten Jahr (und im Jahr zuvor), aber es wirkt dennoch ein bisschen besser. Das iPad kommt mit einem vollständig laminierten Display. Während die Displays früherer iPad-Generationen aus drei separaten Komponenten bestanden, wurden die drei Schichten beim iPad Air 2 zu einer einzigen verbunden. Dadurch gibt es keine Spalten mehr zwischen einzelnen Schichten – und damit auch nicht die interne Reflexionen, die sie verursacht haben. Es gibt außerdem auch eine Anti-Glare-Beschichtung für weniger Blendungen.

(Bild: CNET)

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Stereo-Sound kommt aus den beiden Lautsprechern seitlich neben dem Lightning-Port. Der Sound ist angemessen, aber nicht überragend. Das mag am dünnen Aluminium-Chassis des Air 2 liegen. Das Tablet schwingt jedenfalls mehr als der Vorgänger, wenn man den Sound aufdreht. Es vibriert praktisch. User, die es gerne etwas lauter haben, könnte das unter Umständen stören.

Überwältigende Qualitätssprünge wie in den letzen Jahren gibt es dieses Jahr beim iPad nicht. Höhre Pixeldichte, bessere Auflösung – Fehlanzeige. Dafür sind die diesjährigen iPhones größer geworden und das 6 Plus hat jetzt sogar die Lücke nach oben geschlossen. Vielleicht spendiert Apple im nächsten Jahr dem iPad eine höhere Auflösung. Für den Augenblick ist die Auflösung aber sicherlich völlig ausreichend.

iOS 8

Das Upgrade auf iOS 8.1 bringt die Funktion Camera Roll zurück, die Apple mit iOS 8 abgeschafft und damit viele Nutzer verärgert hatte. Darüber hinaus unterstützt iOS 8.1 den Bezahldienst Apple Pay, der Apple zufolge “den mobilen Zahlungsverkehr verändern soll”. Mit dem Update auf iOS 8.1 soll auch die in der Vergangenheit von Nutzern gemeldeten Probleme bei Bluetooth- und WLAN-Verbindungen behoben sein. Die Verteilung des Updates hat Herstellerangaben am Montag begonnen, beim iPad Air 2 ist bereits vorinstalliert.

Auf dem iPad Air 2 machen sich das Update auch bei der Bedienung bemerkbar: bessere interaktive Pop-up-Benachrichtigungen, Widgets, die auf ein Blick alle wichtigen Informationen zeigen, sobald man den Bildschirm von oben nach unten streift und eine weitere Schar von Verbesserungen, einschließlich Tastaturen von Drittanbietern auf dem Bildschirm, Browser-und App-Plug-Ins und -Erweiterungen und Handoff/Continuity, zwei Möglichkeiten, um die Kommunikation zwischen iPhones und Macs mit Yosemite zu optimieren.

Die Integrations-Funktionen für iOS 8 und OS X sollen eine nahtlose Zusammenarbeit aller Apple Produkte ermöglichen sollen. Mit Handoff kann man eine Aktivität auf einem Gerät beginnen und auf einem anderen fortsetzen. Wenn sich das iPhone im selben WLAN befindet, können ein- und abgehende Telefonate auch über iPad getätigt werden. Klingelt beispielsweise das iPhone und befindet man sich mit dem iPad im gleichen WLAN, wird auch das Tablet klingeln. SMS-Nachrichten werden dann auch auf dem iPad angezeigt. Apps auf dem iPad können nahtlos auf Mac oder Macbook geöffnet werden. iCloud bietet ein optimiertes freigegebenen Verzeichnis für den Zugriff.

Mehr Speicher für weniger Geld

Das Einsteiger-Modell des iPad Air 2 kommt mit 16 GByte Speicher für 489 Euro. Dafür gibt es im oberen Bereich jetzt mit 64 und 128 GByte deutlich mehr Speicher fürs Geld. 64 beziehungsweise 128 GByte kosten 100 beziehungsweise 200 Euro mehr. Für 609 Euro erhält der Kunde die kleinste LTE-Version. Auch bietet Apple die höheren Kapazitäten (64 und 128 GByte) gegen einen Aufpreis von 100 respektive 200 Euro. Alternativ können die Daten ausgelagert werden. Apples iCloud-Speicher bietet beispielsweise 200 GByte Cloud-Speicher für monatlich 3,99 Euro.

(Bild: CNET)

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Konnektivität und zusätzliche Funktionen

Unter der Haube des iPad Air 2 gibt es noch ein paar Verbessererungen, die auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar sind. So kommt das Air 2 jetzt mit WLAN-Unterstützung nach 802.11ac mit Multiple-In-Multiple-Out-Technologie (MIMO). Ein M8-Motion-Coprozessor, ein Update zum M7 aus 2013, hat ein Barometer für höhenbasierte Messwerte in kompatiblen Apps an Bord. Die LTE-Modelle unterstützen mehr LTE-Bänder. Desweiteren kommt das Air 2 natürlich unverändert mit Bluetooth 4.0, Beschleunigungs-, 3-Achsen-Gyrosensor und Umgebungslichtsensor.

Akkulaufzeit

Apples gibt die Akkulaufzeit des iPad Air 2 mit 10 Stunden an, das entspricht der Reichweite vom letzen Jahr. Eine noch etwas längere Laufzeit wäre natürlich nicht schlecht. Klar, das iPad 2 hält einen Tag durch ohne dabei ins Schwitzen zu kommen. Auch einen Langstreckenflug wird es schaffen. Wie bereits bei den letzten 9,7-Zoll-iPads dauert das Aufladen mit dem mitgelieferten USB-Ladegerät über den Lightning-Anschluss etwas länger. Schnelle Ladezyklen wie mit dem iPhone sind nicht möglich.

(Bild: CNET)

(Bild: CNET)

Welches iPad ist das richtige?

Das Air vom letzten Jahr ist immer ein sehr attraktives iPad und es kostet immerhin bei gleicher Speicherausstattung 100 Euro weniger. Apple bietet es allerdings nur noch in der 16- und der 32-GByte-Version (WLAN: 389 und 439 Euro; LTE: 509 und 559 Euro) an. Beim iPad Air 2 macht sicherlich das Modell mit 64 GByte am meisten Sinn.

(Bild: CNET)

iPad Air 2 und Mini 3 Seite an Seite (Bild: CNET)

Wer nicht unbedingt Wert auf den neueste Prozessor oder Touch ID legt, für den dürfte das iPad Air aus dem vergangenen Jahr mit 32 GByte eine sehr verlockende Alternative sein. Es hat im Vergleich zum Basismodell die doppelte Speicherkapazität. Performance-Unterschiede wird ein normaler Anwender wahrscheinlich nicht wahrnehmen, es sei denn, man arbeitet mit extrem grafiklastigen Spielen oder anspruchsvoller Bild- und Videobearbeitung.

(Bild: CNET)

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Fazit:

Das iPad Air 2 ist zweifellos das bisher beste iPad und einfach schick, auch wenn die Neuerungen vielleicht nicht ganz so spektakulär sind, wie sie es noch vor einem Jahr beim iPad Air waren. Bildqualität, Größe und Akkulaufzeit sind im Wesentlichen gleich geblieben – auch wenn das Air 2 jetzt noch dünner als der Vorgänger ist. Eine bessere Prozessorleistung und Kamera-Qualität – und nicht zu vergessen Touch-ID – sind gerne genommene Features, aber nicht alles entscheidend für den typischen iPad-Benutzer. Selbst Jahre alte iPads erfüllen oft heute noch ihren Zweck.
Während die beiden neuen iPhones 6 und 6 Plus ein echtes neues iPhone-Feeling vermitteln, fühlt sich das neue iPad Air 2 einfach wie ein iPad an – nur etwas leichter. Wer seit Jahren mit der Anschaffung eines iPads liebäugelt und Touch ID und Apple Pay für künftige Anwendungen bereits auf dem Radar hat, der holt sich natürlich ohne Frage mit dem neuen iPad Air das derzeit beste iPad ins Haus. Seine Geschwindigkeit ist beeindruckend. Trotzdem sollte man abwägen, wie viel Leistung man tatsächlich benötigt.

[Mit Material von Scott Stein, CNET.com]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Apple iPad Air 2: das neue Tablet-Flaggschiff im Test

  • Am 22. Oktober 2014 um 21:30 von Ich

    Im letzten Absatz sollte es statt „seid“, „seit“ heißen. Sonst, cooles Review.

    • Am 22. Oktober 2014 um 21:39 von Anja Schmoll-Trautmann

      Hallo,
      ist natürlich korrigiert. Vielen Dank :-)
      Beste Grüße, Redaktion CNET.de

  • Am 23. Oktober 2014 um 04:53 von Geheimratsecki

    Ich wünsche mir, dass die TouchID für Familien berücksichtigt wird.
    Bei erkannten Fingerabdruck sollten z.b. nur altersgerechte Apps geöffnet werden können.
    Oder sogar verschiedene Nutzer angelegt werden dürfen.

  • Am 23. Oktober 2014 um 13:32 von Maddoc

    3DMark liefert auf iOS keine wirklich relevanten Werte. Die App wurde seit 7 Monaten nicht geupdatet, unterstützt somit kein Metal und ist damit als Benchmark für iOS ungeeignet. Im GFXBench 3.0 Manhatten erreicht das iPad Air 2 32,4/24,6 Fps (Off-/Onscreen) gegenüber 31/29,7 Fps auf dem Nvidia Shield. Damit ist der A8X schneller als die Wunderwaffe Tegra K1. Leider wird die Leistung durch die deutlich höhere Auflösung des iPads aufgefressen. Gegen die CPU Leistung des A8X hat der Tegra sowiso keine Chance.

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