Apple Watch: Release für Frühjahr 2015 geplant

Den für Frühling angesetzten Verkaufsstart der Apple Watch verrät Apples Handelschefin in einer Videobotschaft an Mitarbeiter der Retail Stores. Bisherige Gerüchte um einen Release am 14. Februar dürften damit vom Tisch sein. Offiziell sprach Apple bisher nur von Anfang 2015.

Die Apple Watch wird voraussichtlich im Frühjahr 2015 in den Handel kommen. Das berichtet 9to5Mac unter Berufung auf eine Abschrift einer Videobotschaft von Apples Handelschefin Angela Ahrendts an Mitarbeiter der Retail Stores. Darin erwähnt sie den Markstart der Apple Watch, der “im Frühjahr” nach dem chinesischen Neujahr, das 2015 am 19. Februar beginnt, erfolgen soll.

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Den für Frühling angesetzten Verkaufsstart der Apple Watch verrät Apples Handelschefin in einer Videobotschaft an Mitarbeiter der Retails Stores. Bisherige Gerüchte um einen Release am 14. Februar dürften damit vom Tisch sein. Offiziell sprach Apple bisher nur von Anfang 2015 (Bild: CNET.com).

In der Videobotschaft schwört Ahrendts die Apple-Store-Mitarbeiter auf das Weihnachtsgeschäft ein und spricht die anstehende turbulente Zeit an. Erst kommt Weihnachten, dann das chinesische Neujahr und im Frühling dann eine neue Uhr heraus, so Apples-Handelschefin. Bei der Vorstellung seiner Smartwatch am 9. September sprach Apple lediglich von Anfang 2015. Gerüchte hatten auch schon den 14. September als Release-Termin in Aussicht gestellt.

Die Apple Watch kommt in zwei Größen für Frauen und Männer (38 und 42 Millimeter) und in drei grundlegenden Kollektionen: Watch, Watch Sport und Watch Edition. Sie ist mit einem schwarzen oder silbernen Gehäuse aus Edelstahl und einem Saphirglas-Display ausgestattet. Der Gehäuseboden ist aus Keramik.Für jede der drei Kollektionen hat der iPhone-Macher eine Reihe an passenden Armbändern aus unterschiedlichen Materialien im Angebot. Auf seiner Webseite führt Apple insgesamt 31 verschiedene Modelle an.

Die Apple Watch aktiviert sich automatisch, wenn der Träger das Handgelenk hebt. Über den Sprachassistenten Siri lassen sich Apps und Bilder anzeigen, ein Kontakt anrufen oder Nachrichten versenden. Außerdem bietet die Uhr einen Puls- und einen Beschleunigungssensor, so dass sie als Fitness-Tracker genutzt werden kann. Über ein GPS-Modul verfügt sie aber nicht. Eine zurückgelegte Wegstrecke, die nicht in Schritten ermittelt werden kann, zeichnet sie nur auf, wenn über WLAN eine Verbindung mit dem im iPhone integrierten GPS-Modul besteht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die vermutlich kurze Akkulaufzeit. Apple selbst erwartet, dass Watch-Besitzer die Uhr täglich aufladen müssen. Damit teilt sie das Schicksal vieler anderer Smartwatches. Gerüchten zufolge sollen auch Probleme mit dem Akku der Grund für den späten Marktstart der Apple Watch sein. HPs Smartwatch MB Chronowing soll dagegen eine deutlich längere Akkulaufzeit von rund einer Woche bieten. Zu Gunsten einer längeren Laufzeit verzichtet HP bei seiner Uhr auf Funktionen wie Schrittzähler oder Pulsmesser. Nähere Details hält der Artikel MB Chronowing: HP-Smartwatch soll eine Akkulaufzeit von einer Woche bieten bereit.

Wenn die Apple Watch Anfang 2015 für mindestens 349 Dollar in den Handel kommt, wird sie sich gegen zahlreiche weitere Rivalen durchsetzen müssen. Zur IFA im September haben beispielsweise Asus, LG, Motorola, Samsung und Sony neue Smartwatches auf Basis von Android Wear oder Tizen vorgestellt. Und auch Microsoft bietet seit vergangener Woche in den USA mit “Band” eine Mischung aus Fitness-Tracker und Smartwatch an.

Branchenbeobachter warnen vor zu hohen Erwartungen an die Apple Watch. Der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster geht in einer “konservativen” Prognose davon aus, dass Apple im Kalenderjahr 2015 rund 10 Millionen Einheiten zu einem Durchschnittspreis von 500 Dollar verkaufen wird. “Insgesamt glauben wir, dass die Apple Watch anderen Smartwatches Lichtjahre voraus ist, das Interesse von Verbrauchern könnte anfänglich aber gering sein, bis Entwickler anfangen, nützliche Applikationen für die Uhr zu erstellen”, schreibt Munster in seinem Bericht.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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