Apple iMessage: Tool hebt Verknüpfung mit ehemaliger iPhone-Telefonnummer auf

Apples neues Tool zielt auf Nutzer ab, die die Plattform gewechselt haben. Die Registrierung für iMessage lässt sich jetzt auch im Nachhinein durch Eingabe der Handynummer aufheben.

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2011 hatte Apple den Messaging-Dienst iMessage eingeführt. Er erlaubt es, SMS-Nachrichten über eine mobile Datenverbindung oder per WLAN zu verschicken. iMessage identifiziert seine Nutzer dafür anhand ihrer Mobilfunknummer. Jetzt hat das Unternehmen aus Cupertino ein Tool veröffentlicht, das es Nutzern erlaubt, die Verknüpfung zwischen iMessage und ihrer Mobiltelefonnummer aufzuheben. Es richtet sich in erster Linie an Kunden, die vom iPhone auf ein Smartphone eines anderen Herstellers umgestiegen sind. Sie konnten unter Umständen keine SMS mehr empfangen.

Damit SMS anderer Nutzer nach einem Wechsel zu einer anderen Plattform wie Android, Windows Phone oder Blackberry nicht mehr in iMessage ankommen, müssen iPhone-Besitzer iMessage deaktivieren, bevor sie ihr neues Gerät in Betrieb nehmen. Schon seit 2013 ist allerdings bekannt, dass das nicht immer funktioniert. Besonders heikel ist, dass iMessage den Absendern die angeblich korrekte Zustellung bestätigt, obwohl es von einem iOS-Gerät an ein Android-Gerät verschickte Nachrichten zurückhält.

Apples webbasiertes Tool erlaubt es, auch im Nachhinein eine Registrierung für iMessage aufzuheben (Bild: Apple).

Apples webbasiertes Tool erlaubt es, auch im Nachhinein eine Registrierung für iMessage aufzuheben (Bild: Apple).

Im Mai 2014 hatte schließlich eine frühere iPhone-Nutzerin eine Sammelklage eingereicht, weil Apples Messaging-System die Auslieferung von Textnachrichten seit ihrem Wechsel auf ein Android-Smartphone von Samsung verhinderte. Sie warf dem iPhone-Hersteller einen Eingriff in Vertragsbeziehungen und unfairen Wettbewerb vor, weil sie nach dem Wechsel die Vorteile ihres Mobilfunkvertrags nicht mehr vollständig nutzen konnte.

Kurz darauf hatte Apple erstmals das Problem bestätigt. „Wir haben kürzlich einen serverseitigen iMessage-Bug behoben, der Probleme für manche Nutzer verursachte, und wir planen einen weiteren Bug-Fix in einem künftigen Software-Update“, hieß es einer knappen Stellungnahme Apples. „Nutzer, die immer noch unter Problemen leiden, sollten sich an Apple Care wenden.“

Das neue webbasierte Tool enthält nun eine detaillierte Anleitung, um die Registrierung von iPhones für iMessage zu entfernen, die sich immer noch im Besitz des ehemaligen Nutzers befinden. Kunden, die keinen Zugriff mehr auf ihr iPhone haben, können stattdessen ihre Handynummer eingeben, um einen Zahlencode zu erhalten, mit dem sie die Löschung der Registrierung bestätigen können.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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