Threema: Instant-Messenger jetzt auch für Windows Phone erhältlich

Die Features entsprechen weitestgehend den Ausgaben für Android und iOS. Die noch vorliegenden Einschränkungen bei Gruppenchats sollen in Kürze durch ein Update beseitigt werden. Die App kosten im Windows Phone Store 1,99 Euro, wer schnell ist, bekommt sie aber noch zum Aktionspreis von 0,99 Euro.

Ab sofort gibt es die Instant-Messenger-App Threma des gleichnamigen Schweizer Unternehmens auch für Windows Phone 8. Sie kann für 1,99 Euro aus dem Windows Phone Store geladen werden, den ersten 10.000 Käufern bietet sie Threema zum reduzierten Preis von 0,99 Euro an.

Threema liegt nun für Android, iOS und Windows Phone vor (Bild: Threema).

Threema liegt nun für Android, iOS und Windows Phone vor (Bild: Threema).

Dem Entwickler zufolge entspricht der Funktionsumfang der Windows-Phone-Version weitestgehend dem der Ausgaben für Android und iOS. Allerdings werden aktuell noch nicht alle Gruppenfunktionen unterstützt. So ist es bisher nicht möglich, selbst neue Gruppen zu erstellen. Diese Funktionalität soll aber in Kürze per Update nachgerüstet werden.

Wie schon bei seinem Messenger für Android und iOS hebt Threema vor allem die Sicherheit hervor. Alle Nachrichten sind vom Absender bis zum Empfänger durchgängig Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das gilt sowohl für Chats als auch für übermittelte Bilder, Videos oder Standorte. Technische Grundlage bildet die Open-Source-Verschlüsselungsbibliothek NaCl mit 256 Bit langen asymmetrischen Schlüsseln.

Threema bietet wie WhatsApp die Möglichkeit, die Kontaktliste mit dem Adressbuch des Telefons zu synchronisieren, um andere Nutzer einfacher zu finden. Das Programm unterstützt zudem einen dreistufigen Vertrauenstatus für Kontakte. Nach dem Ampelprinzip markiert es Unbekannte rot, Chatpartner, deren E-Mail-Adresse oder Telefonnummer vorliegt, gelb und durch Scannen eines persönlichen QR-Codes bestätigte Kontakte grün.

Die Stiftung Warentest bewertete Threema bei einem Schnelltest auf Datenschutz im Februar dieses Jahres mit „unkritisch“. Sie lobte unter anderem die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die es sogar dem Anbieter selbst unmöglich mache, die Kommunikation zwischen Nutzern zu überwachen. Positiv erwähnten die Tester auch, dass Adressbucheinträge zwar gespeichert werden, allerdings nur in pseudonymisierter Form und mit expliziter Zustimmung des Nutzers. Auch wenn der Anwender dem Auslesen seines Adressbuchs nicht zustimme, könne er die App verwenden. Als einziges Manko machte Stiftung Warentest aus, dass Threema keine quelloffene Software ist. Daher könne nur ausgeschlossen werden, dass die App keine Nutzerdaten unverschlüsselt überträgt. Ob sie manche Daten aber eventuell verschlüsselt übermittelt, habe sich im Test nicht zweifelsfrei feststellen lassen.

Threema selbst gibt an, dass sein Programm „auf die bestmögliche Wahrung der Privatsphäre ausgerichtet“ und darauf ausgelegt sei, „dass auf den Servern möglichst keine Daten anfallen, die missbraucht werden könnten“. Einzel- und Gruppenchats würden dezentral und ausschließlich auf den Endgeräten verwaltet, so dass keine Daten über Kontakte oder Beziehungsnetze anfielen. Auf Wunsch lässt sich der Messenger auch anonym nutzen, da keine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angegeben werden muss.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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