Apple iOS 8.1.1: Untethered Jailbreak verfügbar

Mit dem TaiG-Jailbreak lassen sich alle iPhones von 4S bis 6 Plus, iPads ab der zweiten Generation, alle iPad Mini sowie die fünfte Generation des iPod Touch unter iOS 8.1.1 sowie der Beta von iOS 8.2. entsperren. Das Tool liegt bislang nur für Windows und in chinesischer Sprache vor.

Für Apple iOS 8.1.1 wurde ein erster Untethered Jailbreak veröffentlicht. Wie üblich hat es nicht allzu lange gedauert, bis eine Hackergruppe Schlupflöcher in Apples jüngster Betriebssystemversion gefunden und das Entsperren eines iPhones und iPads nach dem letzten Update wieder möglich gemacht hat. Dieses Mal stammt der Jailbreak, der auch zur Beta-Version von iO2 8.2 kompatibel sein soll, allerdings nicht vom Pangu-Team, sondern einer weiteren chinesischen Gruppierung namens TaiG.

TaiG-Jailbreak (Screenshot: ZDNet.de).

Mit dem TaiG-Jailbreak lassen sich alle iPhones von 4S bis 6 Plus, iPads ab der zweiten Generation, alle iPad Mini sowie die fünfte Generation des iPod Touch unter iOS 8.1.1 sowie der Beta von iOS 8.2. entsperren. Das Tool liegt bislang nur für Windows und in chinesischer Sprache vor (Screenshot: ZDNet.de).

Der Jailbreak soll auf allen iOS-Geräten funktionieren, auf denen iOS 8.x läuft. Entsperren lassen sich demnach alle iPhones von 4S bis 6 Plus, iPads ab der zweiten Generation, das iPad Mini, iPad Mini Retina und iPad Mini 3 sowie die fünfte Generation des iPod Touch.

Das chinesische Jailbreak-Tool ist bislang nur für Microsoft Windows erhältlich und wurde noch nicht ins Englische übersetzt. Herunterladen lässt sich die 45,9 MByte große Datei direkt von der TaiG-Website. Es wird empfohlen, vor der Installation des Jailbreaks die Passcode-Sperre und den iCloud-Dienst “Mein iPhone suchen” zu deaktivieren. Bei der Installation können Nutzer auswählen, ob sie Cydia oder einen chinesischen App-Store aufspielen wollen.  Der Untethered Jailbreak, bleibt wie üblich auch nach einem Neustart des iOS-Geräts erhalten und muss nicht immer wieder neu ausgeführt werden.

Den bisherigen Jailbreak des ebenfalls aus China stammenden Pangu-Teams hatte Apple mit dem Update auf iOS 8.1.1 unbrauchbar gemacht. Dieses empfahl daher schon Anfang November, dass Nutzer, die den Jailbreak weiterhin verwenden möchten, ihr Gerät nicht auf iOS 8.1.1 aktualisieren. Damit wären sie jedoch dem Risiko von Angriffen auf bekannte Schwachstellen im Kernel und der Sandbox von iOS ausgesetzt.

Warum TaiG den Jailbreak noch vor der finalen iOS-Version 8.2 veröffentlicht hat, ist unklar. Denn so bietet es Apple die Möglichkeit, die dafür ausgenutzten Lücken in der Final zu schließen und den Jailbreak damit unwirksam zu machen.

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Der als Mitglied der Entwicklergruppe Evad3rs ebenfalls der Jailbreak-Szene angehörende MuscleNerd mutmaßt auf Twitter, dass sich TaiG einen Wettlauf mit dem Pangu-Team liefert, wer den ersten funktionierenden Jailbreak für die jüngste iOS-Version bereitstellt. Außer um Ruhm und Ehre gehe es dabei auch um das große Geld. Beide Gruppen betreiben beispielsweise eigene App Stores, an denen sie mitverdienen.

Durch einen Jailbreak erhalten Nutzer Zugriff auf Programme, die Apple in seinem App Store nicht anbietet. Neben Must-Have-Tools wie SBSettings sind vor allem Anwendungen für den Schutz der Privatsphäre beliebt. Mit Protect my Privacy (PMP) und Privacy lässt sich die Datensammelleidenschaft, die fast jede offizielle App aus dem App Store an den Tag legt, stark einschränken. Die beiden Tools bieten deutlich mehr Datenschutzoptionen als die von Apple in iOS 8 integrierten Privatsphärefunktionen. Bei vielen ist auch die App iFile beliebt, die einen unbeschränkten Zugriff auf angeschlossene USB-Sticks ermöglicht. Auch Adblocker stehen für gejailbreakte Geräte zur Verfügung. Last but not least können Jailbreak-Anwender den Sprachassistent Siri durch Google Now ersetzen.

Ein Jailbreak erhöht naturgemäß auch die Infektionsgefahr durch schadhafte Software. Zwar ist im traditionellen Cydia-Store noch kein schädliches Programm entdeckt worden, dafür geht vor allem von chinesische App Stores eine große Gefahr aus. Allerdings haben Cyberkrimenelle inzwischen auch einen Weg gefunden, nicht-gejailbreakte Geräte mit Malware zu infizieren.

Apple warnt allerdings ausdrücklich vor Jailbreaks. Sie könnten verschiedenste Probleme auf den gehackten iOS-Geräten verursachen, darunter Instabilität, Sicherheitsprobleme, Gesprächsabbrüche, unzuverlässige Datenverbindungen und verschlechterte Akkulaufzeiten. Der iPhone-Hersteller vertritt außerdem die Ansicht, dass ein Jailbreak seine Lizenzbedingungen verletzt und gegen den US Digital Millennium Copyright Act verstößt. Er behält sich vor, “Kundendienstleistungen für Geräte zu verweigern, auf denen ungenehmigte Software installiert ist”.

Das US Copyright Office hat indes 2010 entschieden, dass ein Entsperren des iPhone für die Installation beliebiger Software (“Jailbreak”) legal ist. Die Entscheidung fiel im Rahmen eines alle drei Jahre üblichen Revisionsprozesses des Digital Millennium Copyright Act auf Antrag der Electronic Frontier Foundation (EFF). Zudem ist es Nutzern erlaubt, einen sogenannten Unlock zur Aufhebung der Providersperre (SIM-Lock) durchzuführen.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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