CES: Kodak will in Las Vegas Android-Smartphone mit LTE zeigen

Kodak dient wohl nur als Namensgeber, produziert wird das Gerät vom englischen Hersteller Bullitt. Der Schwerpunkt liegt auf einer einfachen Bedienbarkeit. In Planung sind auch ein Tablet und eine internetfähige Kamera.

Zur CES will Kodak ein LTE-Smartphone präsentierten, im Lauf des kommenden Jahres will das Unternehmen unter seinem Namen weitere Android-Produkte bringen. So sollen dann auch eine internetfähige Kamera und ein Tablet in 2015 folgen.

Kodak-Logo (Bild: Kodak)

Während von Kodak selbst offenbar nur der Markenname kommen wird, der zugleich einen Schwerpunkt auf Fotografie verspricht, soll die die englische Bullitt Group, die sonst vor allem auf vor Umwelteinflüssen geschützte Smartphones für Einsatz im Freien spezialisiert ist, die Herstellung übernehmen. Ihre Ruggedized-Modelle (Android-Smartphone Mobile Cat S50 von Bullitt im Test) finden beispielsweise bei der Baufirma Caterpillar Verwendung.

In einer Presseaussendung sagt Bullitt-Mobile-CEO Oliver Schulte, Kunden weltweit verbänden mit Kodak Qualität und Innovation. Im Geist dieses Erbes werde man „schön designte Geräte“ bauen, „die dem Anwender in nur einem Augenblick ermöglichen, tolle Bilder aufzunehmen, sie zu bearbeiten, weiterzuleiten, zu speichern und zu drucken.“

Der Fokus scheint auf der einfach zu bedienenden Software zu liegen. Technische Daten nennen bisher weder Kodak noch Bullitt. Unter anderem wird es eine Fernwartungsmöglichkeit geben, über die Freunde oder technisch versierte Familienmitglieder Hilfestellungen leisten können. Nach Geräten für Foto-Enthusiasten klingt dies nicht.

Lizenzen der bekannten Marke fügen sich durchaus in Kodaks Strategie ein. Es hat sich verschlankt und beispielsweise die Heimanwender-Digitalfotografie abgestoßen. Das Document-Imaging-Geschäft ging an Brother. Das Document-Imaging-Geschäft sollte zunächst an Brother gehen, der Deal kam aber nicht zustande. Nach der gescheiterten Übernahme durch Brother wurde die Scannersparte des Kodak-Konzerns durch den britischen Kodak-Pensions-Fund KPP übernommen und wird seitdem unter dem Namen Kodak Alaris weitergeführt.

Kodaks Schwerpunkt liegt nun auf professionellen Drucklösungen, Verpackungen und zugehörigen Diensten, wo es auf Konkurrenten wie Canon, Hewlett-Packard, Lexmark und Xerox stößt.

Verkauft wurden außerdem 1100 Schutzrechte, die Techniken für Sucher digitaler Kameras sowie für die Aufnahme und Bearbeitung von Bildern beschreiben. Für 525 Millionen Dollar gingen sie an ein Konsortium, dem Apple, Google und Microsoft angehören. Den Preis bezeichnete Kodak damals als enttäuschend. Es hatte mit mindestens 2 Milliarden Dollar gerechnet.

Zu den neuen Eigentümern der Kodak-Patente zählen auch Adobe, Amazon, Facebook, Fujifilm, HTC, Huawei, Research In Motion (inzwischen Blackberry), Samsung und Shutterfly. Angeführt wurde das Konsortium von dem Patentverwerter Intellectual Ventures, der nun für die Vermarktung der Schutzrechte zuständig ist.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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