Nvidia Tegra X1: neuer “mobiler Superchip“ auf der CES vorgestellt

Der neue 64-Bit-Mobilprozessor Tegra X1 bietet 256 Grafikkerne der Maxwell-Architektur und mit einem Teraflop die Rechenleistung des schnellsten Supercomputers aus dem Jahr 2000. Der Chip soll auf Smartphones und Tablets Spiele in PC-Qualität sowie in Fahrzeugen ein an die Tron-Filme angelehntes Interface ermöglichen.

Nvidia hat auf der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas mit dem Tegra X1 einen neuen Prozessor für Mobilgeräte enthüllt. Jen-Hsun Huang, CEO von Nvidia, bezeichnete die neue CPU aufgrund seiner hohen Rechenleistung von bis zu einem Teraflop als mobilen Superchip. Der Tegra X1 soll dank seiner Grafikpower auf Smartphones und Tablets Spiele in Konsolen- beziehungsweise PC-Qualität ermöglichen und gleichzeitig besonders energieeffizient sein.

Nvidia Tegra X1 (Bild: Nvidia).

Der neue 64-Bit-Mobilprozessor Tegra X1 bietet 256 Grafikkerne der Maxwell-Architektur und mit einem Teraflop die Rechenleistung des schnellsten Supercomputers aus dem Jahr 2000. Der Chip soll auf Smartphones und Tablets Spiele in PC-Qualität sowie in Fahrzeugen ein an die Tron-Filme angelehntes Interface ermöglichen (Bild: Nvidia).

Der Tegra X1 basiert auf der 64-Bit-Architektur und ist mit acht Rechenkernen ausgestattet. Zudem sind 256 Grafikkerne verbaut, die wie bei der GeForce-GTX-900-Serie auf der Maxwell-Architektur basieren und laut Nvidia eine Billion Gleitkommaoperationen pro Sekunde ausführen können. Jegliche Anwendungen, die auf der Maxwell-Architektur aufbauen, laufen auch auf dem mobilen Chip. Im Vergleich zum letztjährigen 32-Bit-Modell Tegra K1, das mit 192 Kepler-Grafikkernen ausgestattet ist und beispielsweise im Shield-Tablet oder Nexus 9 zum Einsatz kommt, soll der X1 eine doppelt so hohe Leistung bieten.

Um die hohe Rechenleitung des Tegra X1 zu betonten, führte Huang auf der Präsentation einen Vergleich mit dem weltweit schnellsten Supercomputer aus dem Jahr 2000 an. Nvidia‘s neuer Prozessor biete mit einem Teraflop dieselbe Rechenleistung, allerdings in einem nur Daumennagel großen Chip.

Nvidia Tegra X1 (Grafik: Nvidia).

Der Nvidia Tegra X1 erreicht einen Rechenleistung von einem Teraflop und ist doppelt so schnell wie der Tegra K1 aus dem letzten Jahr (Grafik: Nvidia).

Neben Smartphones und Tablets soll der Nvida Tegra X1 auch in Fahrzeugsystemen zum Einsatz kommen. “Sicherlich braucht man ihn nicht für Mobiltelefone”, so Huang. “Ihre zukünftigen Autos werden die fortschrittlichsten Computer in der Welt sein.”

Huang zitierte in dem Zusammenhang Vorhersagen von Analysten, wonach nicht nur die Displayauflösung, sondern auch die Zahl der Displays in Fahrzeugen in den nächsten fünf Jahren “exponentiell wachsen” soll. Diesem Trend soll die Plattform Drive CX gerecht werden, die Nvidia als einen digitalen Cockpit-Computer beschreibt, der mithilfe der Maxwell-GPU-Architektur eine maximale Auflösung von 16,6 Megapixel erreicht und Android, Linux und Unix unterstützt.

Drive CX soll ein an die Tron-Filme angelehntes Interface ermöglichen, das das Armaturenbrett ersetzt und auch die Bedienung von Grundfunktionen wie Autoradio und Klimaanlage erlaubt. “Das Auto von Morgen baut selbstverständlich auf großartigen Technologien auf, die heute erfunden werden”, erklärt Huang.

Darüber hinaus arbeitet Nvidia an einem Computersystem für selbstlenkende Fahrzeuge namens Drive PX, das von zwei Tegra-X1-Prozessoren angetrieben wird. Es steuert zwölf Kameras und kann pro Sekunde bis zu 1,3 Milliarden Bildpunkte verarbeiten. Ein damit ausgestattetes Fahrzeug soll laut Nvidia in der Lage sein, seine Umwelt zu erkennen und selbstständig seinen Weg zu finden. Die Technik kann aber auch für Assistenzsysteme wie Navigation und Einparkhilfen verwendet werden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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