Android-Statistik: Android 5.0 Lollipop noch immer unter 0,1 Prozent

Android 5.0 Lollipop verbreitet sich langsamer als Android 4.4 KitKat. Dies hatte einen Monat nach dem Erscheinen schon 1,1 Prozent erreicht. Mit insgesamt 46 Prozent ist Jelly Bean die am weitesten verbreitete Android-Version. KitKat liegt mit 39,1 auf Rang zwei.

Obwohl Hersteller wie LG, Motorola, Samsung, Nvidia oder TrekStor Updates auf Android 5.0 Lollipop deutlich schneller für Smartphone- und Tablet-Besitzer bereitstellen konnten als früher, verbreitet sich die fünfte und aktuellste Ausgabe des Google-Betriebssystem langsamer als die Vorgängerversion Android 4.4 KitKat. In der kürzlich von Google veröffentlichten Statistik, die die Anteile der verschiedenen Android-Versionen auf Basis der Zugriffe auf den Play Store aufzeigt, taucht Android 5.0 wie schon im vergangenen Monat nicht auf. Das heißt nichts anders, als dass Lollipop es bisher noch nicht über einen Anteil von 0,1 Prozent geschafft. Nach dem ersten Monat konnte KitKat bei seiner Einführung bereits einen Anteil von 1,1 Prozent in Googles Statistik verbuchen.

Android-Statistik 1/2015 (Screenshot: CNET).

Android 5.0 Lollipop verbreitet sich langsamer als Android 4.4 KitKat. Dies hatte einen Monat nach dem Erscheinen schon 1,1 Prozent erreicht. Mit insgesamt 46 Prozent ist Jelly Bean die am weitesten verbreitete Android-Version. KitKat liegt mit 39,1 auf Rang zwei (Screenshot: CNET).

Android 5.0 wird schon seit knapp 2 Monaten von Google, LG, Motorola sowie weiteren Herstellern an ihre Kunde verteilt. Updates sind beispielsweise für den Großteil der Nexus-Geräte, das LG G3, das Moto X, das Moto G sowie in ersten Region für das Galaxy S5 erhältlich.

Ein Grund für die langsame Verbreitung könnte der etwas holprige Start von Lollipop sein. Ein Anfang November veröffentlichtes Update für das Nexus 4, 5 und 7 zog Google kurz darauf für zwei Wochen zurück. Nutzer beklagten sich außerdem über mehrere Probleme nach der Installation des neuen Google-OS.

Android 4.4 KitKat steigerte hingegen bis Anfang Januar seinen Anteil auf 39,1 Prozent. Anfang September lag der Verbreitungsgrad von KitKat noch bei 24,5 Prozent, Anfang November bei 30,2 Prozent und Anfang Dezember dann bei 33,9 Prozent. Das inzwischen über drei Jahre alte Gingerbread (2.3.x) hatte KitKat erst im Juli überholt.

Der Anteil von Android Jelly Bean (4.1.x, 4.2.x und 4.3) schrumpfte zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar um 2,7 Punkte auf 46 Prozent. Jelly Bean bleibt damit die am weitesten verbreitete Android-Version. Ice Cream Sandwich (4.0.3 bis 4.0.4) erreichte 6,7 Prozent, Gingerbread (2.3.3 bis 2.3.7) 7,8 Prozent und Android 2.2 Froyo 0,4 Prozent.

Inzwischen hat Google schon zwei Updates für Android 5.0 Lollipop herausgebracht. Anfang Dezember veröffentlichte es Android 5.0.1, gefolgt von der Version 5.0.2 Mitte Dezember. Letztere soll vor allem die Performance-Probleme des Nexus 7 (Version 2012) beheben. CyanogenMod hat nun auch die ersten Nightlies auf Basis von Lollipop veröffentlicht. Ob das ausreicht, um Lollipop in den kommenden vier Wochen zu einem Anteil von mehr als 0,1 Prozent zu verhelfen, bleibt abzuwarten.

Die aktuelle Statistik zeigt aber auch, dass Android eine fragmentierte Plattform bleibt. Die Haupt- und Unterversionen von Android 2.2 Froyo bis 4.4 KitKat finden sich weiterhin auf unterschiedlich alten Geräten. Dies ist vor allem für Entwickler ein Problem, die ihre Anwendungen an verschiedene Bildschirmgrößen, Hardware-Komponenten und andere Faktoren anpassen müssen.

Hauptgrund für die Fragmentierung ist der im Vergleich zu Apples iOS deutlich komplexere Update-Prozess. Denn im Fall von iOS kontrolliert Apple sowohl die Hardware als auch die Software und damit das gesamte Aktualisierungsverfahren von Anfang bis Ende. Bei Android stellt Google hingegen nur die Updates für sein Betriebssystem bereit. Gerätehersteller und Mobilfunkanbieter müssen jede neue Version zunächst testen und für ihre Geräte zulassen, außerdem haben sie alle ihre eigenen Zeitpläne und Fristen. Außerdem hat Apple lediglich zwei ähnliche iOS-Produkte im Angebot – das iPhone und das iPad (drei, wenn man den iPod Touch noch dazuzählen will). Der Android-Markt umfasst hingegen unzählige Smartphones und Tablets von vielen verschiedenen Herstellern.

Aufgrund der Größe und der Vielfältigkeit des Marktes ist daher kein baldiges Ende der Android-Fragmentierung in Sicht. Vielmehr stecken zahlreiche Modelle in einer Update-Sackgasse. Eine neuere Version erhalten die Nutzer dann erst wieder mit einem Geräteneukauf – was ja auch im Interesse der Endgeräte-Hersteller sowie der Mobilfunkprovider liegt, die so eine Chance zur Vertragsverlängerung bekommen. Dies wird sich auch nicht mit Android 5.0 ändern. Versierte Anwender können allerdings mit dem Aufspielen einer sogenannten Custom Rom wie CyanogenMod oder OmniRom diesem Mechanismus entgegenwirken, sofern ihr Gerät zu den alternativen Android-Versionen kompatibel ist. In Sachen Sicherheit hat Google auf die Fragmentierung reagiert und liefert Aktualisierungen alle sechs Wochen seit Sommer über den Dienst Google Play aus. Damit erreicht es nahezu alle Android-Geräte.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Android-Statistik: Android 5.0 Lollipop noch immer unter 0,1 Prozent

  • Am 12. Januar 2015 um 14:24 von Michael Papke

    Also in Deutschland gibt es noch kein Update auf Android 5.0 für das 2013er Moto G. Ich warte ja schon seit über einem Monat darauf.

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