CES: 34-Zoll-Curved-Monitore von Samsung, HP und Viewsonic

Der Samsung Curved-Monitor S34E790C-LED bietet eine UWQHD-Auflösung, eine Kontrastrate von 3000:1 und eine Reaktionszeit von 4 Millisekunden. HPs Envy 34c löst ebenfalls mit 3.440 mal 1440 Bildpunkten auf und bietet eine identische Blickwinkelstabilität von 178 Grad. Die Preise liegen bei knapp 1.300 respektive 1.000 Euro.

Nach Fernsehern und ersten Smartphones im Curved-Design ist der Trend gebogener Displays auch im Bereich der Monitore angekommen. Auf der Consumer Electronics Show (CES) haben eine Reihe Hersteller Bildschirme mit einer gekrümmten Anzeige vorgestellt – darunter Samsung, HP und Viewsonic. Die Vorteile eines gebogenen Panels sind laut den Anbietern unter anderem eine verbesserte Lesbarkeit sowie ein intensiveres Film- und Spieleerlebnis durch ein stärkeres Hineinziehen des Nutzers in die digitale Welt. Ein weiterer kleiner Vorteil beim Zocken ist, dass Spieler durch die Krümmung gerade bei Action-lastigen Games wie Ego-Shootern das Geschehen an den Rändern des Monitors etwas besser im Blick haben.

Samsung S34E790C LED (Bild: Samsung).

Samsung S34E790C LED (Bild: Samsung).

Samsung hat in Las Vegas den “Curved Monitor S34E790C LED” gezeigt, den es noch im Januar zu kaufen geben soll. Er bietet eine Diagonale von 34 Zoll und eine UWQHD-Auflösung von 3.440 mal 1.440 Pixel im 21:9-Format. Kontrastrate und maximaler horizontaler wie vertikaler Betrachtungswinkel betragen 3000:1 respektive 178 Grad. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist mit 4 Millisekunden ebenfalls ordentlich.

Die Anzeige weist einen Wölbungsradius von 300 Zentimetern auf. Das bedeutet, dass der Bildschirm den Ausschnitt eines Kreises mit einem drei Meter großen Radius bildet. Im Gegensatz zu leichter gebogenen Bildschirmen soll so für den Betrachter ein weiteres Blickfeld erzeugt werden. Dadurch soll er unter anderem den Eindruck gewinnen, räumlich von der dargestellten Szenerie umgeben zu sein. Zudem hat er das Geschehen auch besser im Blick. Zugleich schonen die gekrümmten Displays laut Samsung die Augen des Nutzers, da sie sich anders als bei einem geraden Monitor nicht ständig auf wechselnde Sichtabstände einstellen müssen, je nachdem, ob der Betrachter gerade die Mitte oder den Rand fokussiert. Auf der anderen Seite könnte man wohl auch argumentieren, dass die Augenmuskeln dadurch noch eher erschlaffen.

Samsungs Curved-Monitor unterstützt zudem Picture-by-Picture sowie Picture-in-Picture, um Inhalte aus zwei Quellen in einem Bild anzuzeigen. Außerdem verfügt er über einen USB-3.0-Hub mit vier Ports. Das Display ist um bis zu zehn Zentimeter in der Höhe verstellbar. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.299 Euro.

HP Envy 34c (Foto: CNET).

HP Envy 34c (Foto: CNET).

HP hatte auf der CES gleich zwei Modelle mit gebogenem Screen im Gepäck: den Envy 34c und das EliteDisplay S270c. Beide bieten wie das Samsung-Modell ein statisches Kontrastverhältnis von 3000:1 und eine Blickwinkelstabilität von 178 Grad. Der Envy 34c mit einer Diagonalen von 34 Zoll hat wie der S34E790C eine 21:9-Auflösung von 3.440 mal 1440 Bildpunkten (4K/Ultra-HD) und deckt laut HP 98,8 Prozent des sRGB-Farbraums ab. Das EliteDisplay S270c verfügt hingegen nur über eine Full-HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel bei einer Diagonale von 27 Zoll. Das Bildformat ist 16:9 und das sRGB-Farbspektrums wird zu 95 Prozent abgebildet.

HP EliteDisplay S270c (Foto: CNET).

HP EliteDisplay S270c (Foto: CNET).

Beide HP-Monitore sind mit DTS-Audio-zertifizierten Lautsprechern ausgestattet. Der Envy 34c kommt mit 6-Watt-Modellen, das EliteDisplay S270c mit 4-Watt-Boxen. Zu den Darstellungsmodi gehören wie bei Samsung Bild-in-Bild sowie Picture-by-Picture. Das EliteDisplay S270c ist bereits zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 379 Euro im Handel erhältlich, während der Envy 34c voraussichtlich im April zum Preis von 999 Euro auf den Markt kommt.

Auch Viewsonic präsentierte auf der CES 2015 einen gekrümmten 34-Zoll-Monitor – allerdings nur als Technologie-Demo. Der VX3473Smhl bietet eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz und eine breite Schnittstellenauswahl, darunter DisplayPort, HDMI, MHL und USB 3.0. Laut Hersteller soll er sich nicht nur zum Arbeiten oder Filme schauen, sondern auch sehr gut zum Spielen eignen.

Neben den Curved-Displays zeigten die Hersteller in Las Vegas auch Bildschirme mit Auflösungen jenseits 4K. Viewsonic etwa stellte seinen ersten 5K-Monitor VP2785-5K vor. Das 27-Zoll-Modell löst 5120 mal 2880 Bildpunkte auf und deckt 99 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums ab. HP kündigte das 5K-Modell Z27q mit gleicher Auflösung und Diagonale an.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu CES: 34-Zoll-Curved-Monitore von Samsung, HP und Viewsonic

  • Am 28. Mai 2015 um 16:12 von Tobias Donath

    3440 x 1440 Bildpunkte sind m.W. nicht 4K/UHD sondern QHD und auch nicht in sauberem 21:9. :)

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