Microsoft Windows 10: Spartan-Browser soll mit Cortana und Stift-Bedienung kommen

Der neue Browser von Microsoft Windows 10 mit dem Spitznamen „Spartan“ soll Webseiten per Sprachbefehl öffnen, das Kommentieren per Stifteingabe erlauben und private und geschäftliche Tabs trennen. Microsoft soll ihn als eigenständige App veröffentlichen, den Internet Explorer aber weiterhin anbieten.

Es sind weitere Details zum neuen Browser von Microsoft Windows 10 aufgetaucht. Die unter dem Spitznamen Spartan entwickelte Software soll ebenfalls mit Microsofts Sprachassistenten Cortana ausgestattet sein, eine Stift-Bedienung bieten und die Trennung von Tabs erlauben. Das berichten die Webseiten The Verge und Boy Genius Report und bestätigen die Quellen der gut informierten Bloggerin Mary Jo Foley von ZDNet.com. Die von BGR ins Netz gestellten Screenshots des Spartan-Browsers sind den Foley-Insidern zufolge allerdings eine Fälschung.

Microsoft Windows 10 (Foto: CNET).

Der neue Browser von Microsoft Windows 10 mit dem Spitznamen „Spartan“ soll Webseiten per Sprachbefehl öffnen, das Kommentieren per Stifteingabe erlauben und private und geschäftliche Tabs trennen. Microsoft soll ihn als eigenständige App veröffentlichen, den Internet Explorer aber weiterhin anbieten (Foto: CNET).

Dank der Integration von Cortana in Spartan sollen Windows-10-Nutzer beispielsweise das Öffnen einer Webseite oder Durchführen einer Suche mit einem Sprachkommando auslösen können. Nachdem Microsoft Cortana auch in Windows 10 einbaut, erscheint es als logische Folge, dass er auch im Browser Einsatz findet.

Laut The Verge soll der komplett neue Windows-10-Browser auch Eingaben mit einem Stift erkennen. Anwender können dann beispielsweise Webseiten mit dem Stylus kommentieren und ihre Anmerkungen und Notizen mit Freunden oder Arbeitskollegen teilen. Kommentierte Seiten sollen sich zudem via OneDrive in der Cloud speichern lassen, um “mit jedem Browser auf verschiedenen Plattformen” darauf zuzugreifen.

Ein weiteres neues Feature von Spartan ist dem Artikel zufolge die Möglichkeit zur Gruppierung von Tabs. Dadurch sollen sich beispielsweise private und geschäftliche Webseiten im Browser auseinander halten lassen. Sie soll weiterhin Windows-Nutzern helfen nachzuvollziehen, aus welchem Kontext bestimmte Links stammen. Die Gruppierung von Tabs soll aber auch den Vergleich von Informationen wie Preise für ein neues Smartphone erleichtern, weil Nutzer nicht mehr zwischen verschiedenen Tabs wechseln müssen. Foleys Informanten bestätigen auch, dass eine derartige Funktion in Planung ist.

Die von Neowin Anfang der Woche veröffentlichte Screenshots der Spartan-Oberfläche, die den tatsächlichen Browser abbilden sollen, zeigen laut Foleys Qullen nur die Weiterentwicklung des User Interface. Wie der fertige Browser tatsächlich aussehe, lasse sich noch nicht sagen, da er auch neue UI-Elemente von Windows 10 verwende, die bisher noch nicht öffentlich seien.

Darüber hinaus berichtet Neowin, dass Spartan die Modern-Style-Version des Internet Explorer ersetzen soll. Laut The Verge wird Microsoft Spartan zudem über seinen Windows Store zum Download anbieten. Derzeit ist der Internet Explorer weder unter Windows noch unter Windows Phone im Windows Store erhältlich, sondern ein fester Bestandteil der Betriebssysteme. Indem Microsoft aus Spartan eine “herkömmliche” App macht, sollte es in der Lage sein, den Browser häufiger zu aktualisieren als bisher.

Foley betont allerdings, dass Microsoft nicht vorhat, den Internet Explorer vollständig durch Spartan zu ersetzen. IE bleibe für alle Nutzer von Windows 10 eine Option und werde auf PCs, Tablets und Smartphones mit Windows 10 zur Verfügung stehen.

Unklar ist weiterhin, ob Microsoft am 21. Januar bei seiner großen Windows-10-Veranstaltungauch Spartan vorstellen wird. Die Quellen von ZDNet.com sind sich nicht sicher, ob Spartan schon weit genug ist, um Teil der für Januar geplanten Technical Preview von Windows 10 zu sein. Wahrscheinlich könne er erst zu einem späteren Zeitpunkt Einzug in die Testversionen halten.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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