Android 5.0.2: Factory Images fürs Nexus 7 (2013) und Nexus 10

Die Factory Images von Android 5.0.2 stehen nun auch für das Nexus 7 (2013, WiFi) und das Nexus 10 zum Download bereit. Das zweite Lollipop-Update behebt unter Umständen auftretende Leistungseinbrüche. Für die Installation eines Factory Image müssen die Komponenten adb und fastboot aus dem Android-SDK installiert werden.

Nach dem Google Ende Dezember das Factory Image von Android 5.0.2 Lollipop für das WLAN-Modell des Nexus 7 (nakasi) aus dem Jahr 2012 veröffentlicht hat, reicht es nun die Betriebssystemabbilder des zweiten Lollipop-Updates für weitere Nexus-Geräte nach. Sie können über Googles Entwickler-Webseite ab sofort auch für das neuere Nexus 7 (2013, WiFi) sowie für das Nexus 10 heruntergeladen werden. Damit lassen sich die Android-Tablets manuell auf Version 5.0.2 aktualisieren, falls man nicht auf das reguläre Over-the-Air-Update warten will. Während Google einige Nexus-Geräte bereits zum zweiten Mal ein Lollipop-Update verpasst, warten andere Nexus-Besitzer immer noch auf die Anfang November veröffentlichte Betriebssystemversion. Für die mit UMTS beziehungsweise LTE ausgestatteten Nexus 7 aus dem Jahr 2012 und 2013 hat Google die Factory Images von Android 5.0 nach gut zwei Monaten immer noch nicht veröffentlicht. Dafür bleiben sie von den anfänglichen Problemen verschont und erhalten später vermutlich direkt die aktualisierte und bereinigte Lollipop-Version.

Android 5.0.2 (Screenshot: CNET).

Die Factory Images von Android 5.0.2 stehen für das Nexus 7 (2013, WiFi) und das Nexus 10 zum Download bereit (Screenshot: CNET).

Mit dem Update auf 5.0.2 will Google unter Umständen auftretende Leistungseinbrüche beseitigen. Dafür soll eine Optimierung der mit Android 4.3 eingeführten TRIM-Funktion sorgen. Sie ist für die Schreib- und Leseperformance von Flashspeicher wichtig und wird laut Google nun häufiger ausgeführt als zuvor. Wird TRIM eine längere Zeit nicht gestartet, kann die Performance des Systems teilweise beträchtlich sinken. Der Grund dafür liegt in den physikalischen Eigenschaften von Flash-Zellen. Flashspeicher lässt sich nur dann ohne Wartezyklen beschreiben, wenn die entsprechenden Zellen leer sind. Werden Programme respektive Daten gelöscht, entfernt das Betriebssystem diese jedoch nur aus dem Inhaltsverzeichnis des Dateisystems. Da der Flash-Controller von diesem Löschvorgang nichts mitbekommt, muss dieser beim erneuten Zugriff auf die Zelle diese erst löschen, bevor er sie beschreiben kann.

Bisher wurde das unter Android für die TRIM-Funktion zuständige Tool fstrim nach Mitternacht ausgeführt. Aber nur dann, wenn das Gerät eine Stunde vorher nicht genutzt wurde und noch 80 Prozent Akkuleistung hat oder mit mindestens 30 Prozent am Ladegerät hängt. Erst dann teilt das Tool dem Flash-Controller mit, welche Daten nicht mehr benötigt werden, sodass dieser in Ruhephasen die nicht benötigten Zellen löschen kann, um sie später wieder ohne Leistungsverlust zu beschreiben. Alternativ lässt sich das Kommando auch manuell mithilfe von Tools wie LagFix starten. Allerdings sind hierfür Root-Rechte nötig. Mit Android 5.0.2 kommt fstrim häufiger zum Einsatz. Laut Google-Entwickler Christopher Tate wird das Kommando nun nach einem Neustart des Geräts durchgeführt, wenn zuvor der entsprechende Hintergrundprozess drei Tage nicht aktiv war. Somit ist gewährleistet, dass die TRIM-Funktion auch bei Geräten aktiviert wird, die regelmäßig vor Mitternacht ausgeschaltet werden.

Für die Installation eines Factory Image müssen die Komponenten adb und fastboot aus dem Android-SDK installiert sowie der USB-Debug-Modus auf dem Gerät aktiviert werden. Für den Zugriff auf das Smartphone oder Tablet ist zudem die Installation des ADB-Treibers nötig.

Was genau zu tun ist, das können Android-Nutzer in dem Beitrag Android 4.4: So klappt die manuelle Installation auf einem Nexus 4, Nexus 7 und Nexus 10, der die Installation eines Factory Images mit Hilfe der Flash-all.bat auf einem Nexus 7 in der WiFi-Ausführung aus dem Jahr 2012 sowie einem Nexus 4 am Beispiel von Android 4.4 zeigt. Grundlegend ist die Vorgehensweise für das Installieren der Betriebssystemabbilder von Android 5.0.2 aber identisch. Wer die von Google veröffentlichten Images verwendet, erhält übrigens auch künftig OTA-Updates auf neue Versionen.

Die manuelle Installation von Android 5.0.2 Lollipop dürfte aber nicht für alle Nexus-Besitzer eine ideale Lösung sein, denn dabei wird das Smartphone je nach Methode in den Werkszustand zurückversetzt. Dabei gehen alle vorhandenen Daten komplett verloren – zumindest wenn man den einfacheren Weg wählt und das Factory Image mit Hilfe des Install-Scripts Flash-all.bat installiert. Wer statt dem Script die nötigen Befehle abändert und einzeln ausführt sowie den Bootloader bereits geöffnet hat, der kann seine Daten auch behalten.

Mit dem am 15. Oktober vorgestellten Android 5.0 Lollipop führt Google die neue Benutzeroberfläche “Material Design” ein, die künftig auch für Webanwendungen genutzt werden soll. Sie bietet unter anderem die Möglichkeit, durch Schatten einzelne Elemente optisch hervorzuheben und deren Größe dynamisch anzupassen. Neu sind auch größere weiße Flächen zwischen Elementen sowie zusätzliche Animationen, etwa beim Wechsel zwischen Anzeigen oder Touch-Feedback.

Zu den weiteren Neuerungen von Lollipop zählen ein Energiesparmodus, ein verbesserter Sperrbildschirm, ein “Bitte nicht stören”-Modus, Pop-up-Benachrichtigungen außerhalb der Statusleiste, einen Diebstahlschutz sowie die Laufzeitumgebung Android Runtime (ART), die standardmäßig die aktuelle Dalvik-Software ersetzt. Zudem bringt die OS-Version neue Features wie Nutzerprofile oder Screen-Pinning sowie neue Sicherheitsfunktionen mit. Mit der Smart Lock  genannten Funktion von können Nutzer ihr Gerät auch per Bluetooth und NFC entsperren. Außerdem weitet Google die als Security Enhanced Linux (SELinux) bezeichnete Sandbox für Anwendungen auf den Kern des Mobilbetriebssystems aus. Weitere Informationen hält der Beitrag Google: Android 5.0 Lollipop offiziell vorgestellt bereit.

Weitere Links zum Thema Android 5.0:

 

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Autor: Christian Schartel
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Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Android 5.0.2: Factory Images fürs Nexus 7 (2013) und Nexus 10

  • Am 16. Januar 2015 um 13:45 von Ralf Wagner

    ich habe das nexus 7 2013 und nach dem ich das lollipopp 5.01 aufgespielt hatte geht mein Micro nicht mehr ( ich bin da nicht der einzige) ich habe wahnsinnige schwirigkeiten bei Asus nun eine kostenlose reparatur zu bekommen weil ich den fehler 7 Tage nach ablauf der garantiezeit gemeldet hab, das ist die schuld von Google hätten die wie versprochen das Update pünktlich herausgebracht ,hätte ich den fehler früher bemerkt und ich denke viele ander nexus 7 2013 er, auch, bei google iszt für diesen fall niemand zu erreichen ,bin mal gespannt ob solche fehler beseitigt sind ich soll nun für die reparatur 197€ zahlen ohne etwas falsch gemacht zu haben ,hab das gerät wie ein rohes ei behandelt, ich bin extrem sauer ,kann mir kein neues kaufen aufgrund einer Krebserkrankung ist das Geld knapp,vieleicht solte Gooogle erst mal überprüfen was sie da auf den markt schmeißen

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