Windows 10: Infos zu Cortana, Spartan, Universal Apps, Xbox & Co.

Windows 10 kommt mit Universal Apps wie dem Kalender oder Skype, Cortana-Integration, dem neuen Browser Spartan, einem Vollbildmodus für das Startmenü, der Funktion Continuum zur automatischen Erkennung der Eingabemethode, einer neuen Benachrichtigungszentrale und einer Xbox-App. Das Update auf Windows 10 ist im ersten Jahr kostenlos.

Microsoft hat wie erwartet auf der Veranstaltung mit dem Titel “Windows 10: The Next Chapter″ weitere Informationen zu Windows 10 preisgegeben. Unter anderem stellte es Universal Apps, Cortana, den neuen Browsers Spartan, das weiterentwickelte Startmenü, Continuum, das neue Action Center von Windows 10 sowie kommende Funktionen für Gamer vor. Zudem verkündete der Chef der Operating System Group, Terry Myerson, dass Windows-7- und Windows-8.1-Nutzer innerhalb des ersten Jahres nach der Veröffentlichung von Windows 10 ein kostenloses Update erhalten werden.

Windows 10 (Foto: CNET).

Windows 10 (Foto: CNET).

Unter anderem stellte Microsoft gestern Abend “Universal Apps” vor, die Microsoft zusammen mit Windows 10 für PCs, Telefone und Tablets ausliefern wird. Als Universal Apps bezeichnet Microsoft Anwendungen, die über alle Plattformen hinweg gleich sind. Sie verfügen zu einem großen Teil über gemeinsamen Code und eine gemeinsame Windows-Laufzeitumgebung. Zu Microsofts eigenen Universal Apps zählen beispielsweise Kontakte, Kalender, Musik, Karten, Fotos, Skype und der E-Mail-Client Outlook. “Diese eingebauten Apps haben ein neues Design, das auf jedem Gerät dasselbe Look and Feel hat. Inhalte werden auf OneDrive gespeichert und synchronisiert, was es Nutzern erlaubt, ihre Arbeit auf einem Geräte zu beginnen und auf einem anderen fortzusetzen”, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Windows 10 (Foto: CNET).

Skype auf dem Rechner und dem Mobilgerät (Foto: CNET).

Darüber hinaus bestätigte Microsoft verschiedene vorab durchgesickerte Details. Dazu gehört die Integration des Sprachassistenten Cortana in Windows 10. Funktionen wie die Suche per Spracheingabe oder das Abrufen von Wetter- und Flugdaten erinnern an Googles digitalen Assistenten Google Now.

Windows 10 (Foto: CNET).

Cortana für Windows 10 (Foto: CNET).

Joe Belfiore, Vizepräsident der Operating System Group, demonstrierte aber auch, wie sich E-Mails per Spracheingabe verfassen lassen. Belfiore zufolge können Nutzer aus Datenschutzgründen aber den Funktionsumfang von Cortana festlegen und damit beschränken, auf welche Daten der Assistent zugreifen kann und auf welche nicht.

Windows 10 (Foto: CNET).

Cortana kann unter Windows 10 zum Diktieren einer E-Mail verwendet werden (Foto: CNET).

Mit Windows 10 wird Microsoft zudem einen neuen Browser einführen. Die unter dem Codenamen Spartan entwickelte Alternative zu Internet Explorer wird für PCs, Tablets und Smartphones zur Verfügung stehen. “Da sich das Web so schnell weiterentwickelt, glauben wir, dass die Zeit gekommen ist, einen neuen Browser zu entwickeln”, sagte Belfiore. Unter anderem will Microsoft durch ein einheitliches Nutzererlebnis erreichen, dass Anwender öfter auf ihren mobilen Browser zugreifen als bisher. Spartan wird zuerst Testern des Windows 10 Insider Programms zur Verfügung stehen. Danach soll er für Windows Phone herauskommen.

Windows 10 (Foto: CNET).

Der neue Spartan-Browser von Windows 10 (Foto: CNET).

In den Spartan-Browser wird wie spekuliert Cortana integriert sein und sich beispielsweise eine  Suche mit einem Sprachkommando auslösen lassen. Anwender können zudem Webseiten mit dem Stylus kommentieren und ihre Anmerkungen und Notizen mit Freunden oder Arbeitskollegen teilen. Zudem bringt der Browser einen Offline-Lesemodus mit.

Das neue Startmenü führte Microsoft ebenfalls vor und zeigte, was sich seit der letzten Technical Preview geändert hat. Hauptsächlich hat Microsoft am Design beziehungsweise den Programmsymbolen gefeilt sowie einen neuen Vollbildmodus integriert. Dadurch kann das Startmenü auf die komplette Bildschirmfläche vergrößert und im Grunde so genutzt werden wie der Startbildschirm von Windows 8.1. Dieser wird auf dem Desktop in der altbekannten Form nicht mehr vorhanden sein. Dafür sorgt die sogenannte Funktion Continuum. Diese erkennt automatisch, ob der Nutzer Maus und Tastatur verwendet oder die Steuerung über einen Touchscreen erfolgt. Je nach Eingabemethode wird der Startbildschirm oder die Desktop-Ansicht gestartet.

Weiterhin erhält Windows 10 eine Benachrichtigungszentrale, die künftig Windows Charms ersetzt. Dabei handelt es sich um eine neue Leiste, die ebenfalls Zugriff auf verschiedene Funktionen und Einstellungen des Systems bietet, aber auch Benachrichtigungen von Programmen und Apps wie Facebook, Twitter, Skype oder dem Kalender anzeigt.

Windows 10 (Foto: CNET).

Xbox-App für Windows 10 (Foto: CNET).

Windows 10 wird außerdem eine Xbox-App mitbringen, die zum Verwalten von Spielen und Verbinden mit Xbox Live dient. Nutzer können über die Anwendung beispielsweise Spiele-Clips teilen oder den Aktivitätsfeeds von Freunden abrufen. Zudem will Microsoft den Cross-Play-Mode weiter vorantreiben. Fable Legends soll eines der ersten Spiele dafür sein. Wie vermutet werden Windows-10-Anwender auch die Möglichkeit haben, Xbox-Spiele auf den PC oder Tablets zu streamen. Microsoft zeigt eine kurze Demo, die schon ziemlich flüssig lief. Das Game-Streaming auf Windows Phones ist vorerst nicht möglich. Windows 10 wird in einer etwas eingeschränkten Form künftig auch auf die Xbox One kommen – zumindest in Form von Universal Apps wie Skype. Sie sollen nicht nur auf dem Rechner oder Mobilgeräten, sondern auch auf der Konsole laufen.

Windows 10 (Foto: CNET).

Kostenloses Update auf Windows 10 (Foto: CNET).

Terry Myerson kündigte zudem an, Microsoft werde Windows künftig wie einen Dienst behandeln. Nutzer sollen demnach alle Updates für Windows 10 auf allen Geräten während deren gesamter Lebensdauer kostenlos erhalten. Versionsnummern spielen ihm zufolge keine Rolle mehr.

Ein wichtiger Aspekt von Microsofts neuer Strategie ist, möglichst viele Nutzer über alle Geräte hinweg zum Umstieg auf dieselbe Windows-Version zu bewegen, damit Entwickler Apps für eine einheitliche Plattform entwerfen können. Microsoft selbst entwickelt ebenfalls einige neue Anwendungen speziell für Windows 10. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, warum Microsoft das Update auf Windows 10 anfangs kostenlos zur Verfügung stellt.

Nutzer, die die neuen Funktionen von Windows 10 selber testen wollen, müssen sich leider noch gedulden. Die nächste Preview von Windows 10 stellt Microsoft entgegen der Erwartungen erst in der kommenden Woche zur Verfügung.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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