Fitness-Tracker: die beliebtesten Modelle der Deutschen im Überblick

Fitness-Tracker zeichnen je nach Modell Aktivitäten auf, analysieren den Gesundheitszustand, überwachen den Schlaf, informieren über eingehende Nachrichten und liefern sich auch gerne einen Kampf mit dem inneren Schweinehund. Je nach Ausstattung liegen die Preise zwischen rund 15 und 180 Euro.

Mit kleinen intelligenten Fitness-Trackern lassen sich die täglichen Aktivitäten genau analysieren und umfangreiche Gesundheitsanalysen erstellen. Sie treiben auch die schlimmsten Sportmuffel noch an, sich etwas mehr zu bewegen. Rund um diese kompakten Gadgets ist ein regelrechter Boom ausgebrochen. Idealo zufolge stieg die Nachfrage 2014 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als das Zehnfache. Auf der CES in Las Vegas wurden vor rund zwei Wochen dutzende neue Geräte vorgestellt. Bei der inzwischen enormen Auswahl fällt es aber immer schwerer, das individuell optimale Armband zu finden.

Idealo hat die beliebtesten Fitness-Tracker der Deutschen gegenübergestellt und gibt in seinem Ratgeberartikel Hinweise, worauf beim Kauf der zwischen 15 und 180 Euro teuren Tracker zu achten ist. Vertreten sind die beliebtesten Modelle von Fitbit, Garmin, Jawbone, Medisana, Nike, Polar, Runtastic, Samsung, Sony, Withing und iHealth.

Fitnesstracker im Vergleich (Grafik: Idealo)

Fitnesstracker im Vergleich (Grafik: Idealo)

Die Tracker werden als Clip oder Armband oder Kombination von beidem angeboten, lassen sich bequem am Handgelenk tragen oder an der Hosentasche befestigen. Je nach Modell werden nicht nur Schritte, sondern auch die Herzfrequenz, zurückgelegte Stufen oder Höhenmeter sowie der Schlaf gemessen und der Kalorienverbrauch angezeigt. Über Smartphone-Apps können Nutzer ihren Erfolg messen, mit Freunden teilen oder sich gegenseitig herausfordern. Die Fitness-Tracker zeichnen die Daten zwar unabhängig auf, müssen aber dann doch irgendwann mit dem Smartphone verbunden werden. Dies geschieht bei fast allen Geräten über Bluetooth 4.0.

Viele Tracker sehen sich zwar äußerlich ähnlich, unterscheiden sich aber hinsichtlich der Ausstattung. Es gibt Tracker, die die Bewegungsdaten aufzeichnen und Statusmeldungen nur über kleine LEDs signalisieren und andere Modelle, die die aufgezeichneten Daten direkt auf ihrem eigenen Display anzeigen. Sie zeichnen zwar weitgehend alle Schritte auf und messen oder berechnen je nach Modell auch die Entfernung. Nicht alle sind aber beispielsweise wasserfest und sind häufig sogar nur gegen Spritzwasser geschützt. Einige Tracker kommen bereits mit integriertem Pulsmesser oder sind in der Lage, auch Höhenunterschiede in den Berechnungen zu berücksichtigen.

Je nach Bauart und Funktionsumfang der Fitness-Tracker muss der Akku entweder alle paar Tage oder Wochen aufgeladen werden oder eine Knopfzelle erst nach einigen Monaten erneuert werden. Manche Fitness-Tracker haben nützliche Zusatzfunktionen wie einen Vibrationsalarm an Bord, der über wichtige Ereignisse benachrichtigt oder signalisieren eingehende Nachrichten oder Anrufe, wenn der Tracker mit einem Smartphone verbunden ist.

Die Hersteller bieten in der Regel eigene Apps an, die dann die Daten entsprechend aufbereitet auf dem Smartphone anzeigen. Vor dem Kauf sollte man in jedem Fall checken, ob das favorisierte Band auch mit den individuell eingesetzten Fitness- oder Abnehm-Apps kompatibel ist. So liest die App von Weightwatchers beispielsweise Aktivitätsdaten in das Tagebuch ein, beziehungsweise wandelt die Daten entsprechend um. Allerdings werden nicht alle Tracker unterstützt.

Diese durch die Fitness-Tracker gesammelten Informationen wecken übrigens nicht nur beim Anwender in seiner Rolle als Selbstoptimierer Begehrlichkeiten, sondern auch bei den Krankenversicherungen, wie im Beitrag unserer Kollegen von ZDNet.de zu lesen ist. Marktforscher sehen in den aggregierten Körper- und Bewegungsdaten enormes Potenzial und regen an, sie zukünftig für „verhaltensabhängige Tarifmodelle“ zu verwerten. Das bedeutet, dass der Versicherte seiner Krankenkasse die per Fitness-Armband gesammelten Gesundheitsdaten, wie Blutdruck, Blutzucker oder Fettspiegel, per Smartphone-App übermittelt, damit die Versicherung den gegenwärtigen Lebensstil analysieren kann.

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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