Samsung Galaxy Note Edge im Test: praktisch, aber teuer

Das Samsung Galaxy Note Edge kommt mit einer gekrümmten Display-Kante, die sich unabhängig vom Rest des Bildschirms bedienen lässt. Sie dient zum Starten von Apps oder Anzeigen verschiedener Informationen. Ob das gebogene Display des Galaxy Note Edge praktisch ist oder nur eine Spielerei, das verrät CNET im Test.

In Samsung’s Vision der Elektronik der Zukunft spielen gebogene Displays eine tragende Rolle. Seit dem Jahr 2013 präsentierte das koreanische Unternehmen bereits eine Reihe gekrümmter Geräte – darunter Fernseher, das Smartphone Galaxy Round und Wearables wie das Gear Fit oder die Gear S. Mit dem Galaxy Note Edge hat Samsung nun ein weiteres Smartphones mit einem gekrümmten Display herausgebracht. Der Bildschirm des Gerätes ist an der rechten Seite abgerundet und kann in diesem Bereich separat vom Rest der Anzeige angesteuert werden.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Zwar ist das Galaxy Note Edge nicht schwer zu bedienen, dennoch ist es ein Smartphone, an das man sich erst gewöhnen muss. Durch die asymmetrische Form sowie die runde Displaykante ist die Bedienung etwas anders, als man sie von anderen Geräten gewohnt ist. Samsung’s neue Display-Technologie soll natürlich nicht nur ein Hingucker sein, sondern auch einen Nutzen haben. Auf der einen Seite bietet das Edge dank spezieller Apps und Widgets für den Displayrand auch neue und durchaus praktische Möglichkeiten mit dem Smartphone zu interagieren. Auf der anderen Seite sind es aber auch keine Features, die man unbedingt täglich braucht. Einige werden sie als nützlich, andere wiederum als überflüssig empfinden. Ob das Display des Edge praktisch ist oder nur eine Spielerei, das versucht folgender Testbericht zu beleuchten.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Inhalt der Premium Edition (Foto: CNET).

Preis & Verfügbarkeit

Seit Ende November 2014 bietet Samsung die abgeschrägte Version des Galaxy Note 4 in der Premium-Version in Deutschland an. Der Verkauf sollte eigentlich nur bis zum 31. Dezember 2015 laufen. Einige Online-Shops bieten es aber in der limitierten Auflage auch jetzt noch an. Die Premium-Version kostet (Stand: 23.01.2015) 949 Euro. Dafür bekommt man nicht nur das Gerät selbst, sondern auch noch die Schutzhülle Flip Wallet sowie eine 64 GByte große microSD-Karte des Typs PRO im Wert von rund 20 bis 30 Euro respektive 40 Euro – und nicht zu vergessen: eine coolere Schachtel, ein Pflegetuch und eine Tipps&Tricks-Broschüre. Wer allerdings auf die letzteren Zugaben verzichten kann und das Smartphone, Cover und Speicherkarte einzeln kauft, der kommt insgesamt günstiger weg. In der normalen Version bekommt man das Note Edge ab ca. 780 Euro.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Das Displayglas ist rechts gebogen (CNET).

Design & Verarbeitung

Erhältlich ist das Note Edge in den Farbvarianten “Charcoal Black“ und “Frost White“. Grundlegend sieht es wie das Galaxy Note 4 aus. Der große Unterschied ist die abgerundete Displaykante, die am rechten Rand in den Rahmen läuft, und dem Note Edge ein einzigartiges Design verleiht. Das gebogene Display sorgt dafür, dass das Edge noch ein Stückchen breiter ist als das Galaxy Note 4. Dafür ist es nicht ganz so lang und einen Hauch dünner. Insgesamt misst es 151,3 mal 82,4 mal 8,3 Millimeter und ist damit natürlich immer noch ziemlich groß. Wirklich komfortabel lässt es sich in den meisten Fällen nur mit zwei Händen bedienen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Der Rahmen des Samsung Galaxy Note Edge ist auf der rechten Seite dünner (Foto: CNET).

Durch das gewölbte Display fällt der Rahmen auf der rechten Seite dünner aus als beim Note 4. Zudem ist Rückseite rechts nicht abgerundet. Dadurch fühlt sich das Galaxy Note Edge anfangs womöglich etwas gewöhnungsbedürftig an. Der dünnere Metallrahmen schneidet auch mehr in die Handfläche ein. Ein Kollege, der das Edge das erste Mal in der Hand hatte, empfand es als unangenehm. Wer aber dünne Metall-Phones gewohnt ist, stört sich daran nicht.

Durch den dünneren Rahmen und die rutschigere Glaswölbung könnte man zudem annehmen, dass das Note Edge nichtso sicher in der Hand liegt wie das Note 4. Probleme mit der Griffigkeit gab es bisher jedoch nicht. Auch beim Telefonieren ist das Gerät nicht aus der Hand gerutscht.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Der Power-Button sitzt beim Samsung Galaxy Note Edge an der Oberseite (Foto: CNET).

Ein kleiner Nachteil der Displaykante ist allerdings, dass der Power-Button von der rechten Seite weichen musste und nun oben am Gerät sitzt. Er ist mit dem Zeigefinger zwar zu erreichen, die Positionierung an der Seite ist jedoch trotz des etwas kürzeren Gehäuses beim Note 4 bequemer. Aufwecken lässt sich das Gerät aber zum Glück auch mit dem Home-Button.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Das weitere Design ist identisch zum Galaxy Note 4 (Foto: CNET).

Die Verarbeitung und das restliche Design samt Alu-Rahmen entsprechen bis auf ein um 2 Gramm niedrigeres Gewicht dem des Galaxy Note 4. Für einen Eindruck vom weiteren Design des Samsung-Phablets könnt ihr einen Blick auf unseren Testbericht Galaxy Note 4 im Test: das beste Android-Phablet dank Stylus werfen.

Display

Das Super-AMOLED-Display des Galaxy Note Edge ist wie erwähnt auf der rechten Seite gebogen. Mit 5,6 Zoll ist es um 0,1 Zoll kleiner als das des Note 4. Die Auflösung ist mit 2.560 mal 1.440 (QHD) identisch zum Note 4. Die abgerundete Displaykante erweitert die Anzeige allerdings in der Breite um 160 Pixel, womit das Note Edge auf 2.560 mal 1.600 Bildpunkte kommt. Dank QHD-Auflösung ist der Screen genauso gestochen scharf wie der des Note 4. Er bietet eine Pixeldichte von knapp 540 ppi (zum Vergleich: Galaxy Note 4: 515 ppi, HTC One (M8): 440, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, iPhone 6: 326 ppi, iPhone 6 Plus: 401 ppi, Oppo Find 7: 534 ppi, OnePlus One: 401 ppi, LG G3: 538 ppi). Der gebogene Display-Bereich ist dunkler, um ihn hervorzuheben.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Das Display des Samsung Galaxy Note Edge kommt mit einer Auflösung von 2.560 mal 1.600 Pixel (Foto: CNET).

Bei den Farben, der Helligkeit und der Blickwinkelstabilität sind keine Unterschiede zum Note 4 festzustellen. Die Farbdarstellung ist auch hier AMOLED-typisch etwas übersättigt. Wer eher natürliche Farben bevorzugt, der ist bei einem LCD besser aufgehoben. Wer es aber lieber leuchtend und knallig mag, der wird das Display des Note 4 mögen. Die Schwarzwerte und damit auch Kontraste sind bei der OLED-Anzeige klar besser als bei LCDs. Da bei AMOLEDs keine flächendeckende Hintergrundbeleuchtung nötig ist und jeder selbstleuchtende Pixel einzeln angesteuert werden kann, sind schwarze Flächen auch wirklich schwarz.

Auch bei der Betrachtung des Displays aus einem gewissen Winkel macht das Note Edge wie das Note 4 eine sehr gute Figur. Allerdings kommt auch hier das AMOLED-typische Problem zum Tragen, dass sich ab einem Winkel von 30 bis 40 Grad ein leichter Blauschimmer über das Bild legt, der besonders bei weißen Flächen erkennbar ist. Wirklich auffällig ist dies zwar nicht, wer sich aber an solch einem Effekt stört, der sollte einen Blick auf Geräte mit LCD wie das Sony Xperia Z3, das iPhone 6 Plus, das Ascend Mate 7 oder das LG G3 werfen.

Das Note Edge bietet zudem eine gute Helligkeit, kommt aber an die Leuchtkraft eines Xperia Z3 nicht heran. Dafür kann es bei der minimalen Helligkeit punkten. Insgesamt zählt sich das Display des Note Edge ebenfalls zu den besten am Markt.

Edge-Features

Die Displaykante dient unter anderem als Launcher-Leiste und ist zum Aufrufen von häufig verwendeten Apps praktisch. Jedenfalls geht es einen Tick schneller als über das Mutli-Tasking-Menü oder die Launcher-Leiste der TouchWiz-Oberfläche, die man mit einem langen Fingertipp auf die Zurücktaste aufrufen kann. Zudem schafft das Feature mehr Platz auf dem Homescreen. Die typischen Icons für die Wähltasten oder die Kamera sind beim Note Edge nicht auf dem Startbildschirm zu finden. Ein Nachteil ist allerdings, dass man Apps aus der Leiste nicht auf den Bildschirm ziehen kann, um sie im Multi-Window-Modus laufen zu lassen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Die Displaykante dient als Launcher-Leiste (Foto: CNET).

Um zu verhindern, dass Anwender aus Versehen irgendwelche Apps starten, hat Samsung eine Standby-Funktion für die Leiste eingebaut. Nur auf dem Homescreen ist der gebogene Bereich automatisch aktiv. Wechselt man zu einer anderen App wie dem Browser, muss die Leiste erst aufgeweckt werden.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

In Apps muss sie erst aktiviert werden (Foto: CNET).

Per Fingerwisch von oben nach unten lässt sich eine weitere Toolbar mit Shortcuts zu System-Apps wie dem Voice-Recorder, die Taschenlampe, die Timer-Funktion oder die Stoppuhr hervorholen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Der gewölbte Bereich dient zudem als Widget-Leiste (Foto: CNET).

In einigen Systemapps dient die Displaykante noch als Werkzeugleiste. Die Bedienelemente der Kamera-App oder des Videoplayers zeigt das Note Edge beispielsweise am Rand an – und nicht mehr auf dem Display. Dadurch sieht man mehr vom eigentlichen Bild.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Außerdem gibt es noch ein paar weitere Anwendungen von Dritt-Anbietern wie Spiele oder eine To-Do-Liste, die die Besonderheit des Note Edge ausnutzen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Darüber hinaus hält das Edge wie ein Live-Ticker News oder Benachrichtigungen über verpasste Anrufe, eingetroffene Nachrichten & Co. am seitlichen Rand bereit. Die News-Ticker-Funktion beschränkt sich jedoch auf Nachrichten von Yahoo. Man kann zwar Interessengebiete angeben, aber leider keine eigenen News-Quellen festlegen. Das mindert die Nützlichkeit. Zudem laufen die News wie vom TV gewohnt nur langsam über den Bildschirm und lassen sich bei Bedarf nicht beschleunigen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Die Stoppuhr lässt sich auch bei ausgeschaltetem Display nutzen (Foto: CNET).

Das praktischste ist, dass sich der gebogene Bereich auch dann nutzen lässt, wenn das restliche Display ausgeschaltet ist. Aktiviert wird er mit einem kurzen Fingerwisch. Dadurch lässt sich die Uhrzeit ablesen und Benachrichtigungen abrufen oder auch die Zeit stoppen, einen Timer stellen und schnell die Taschenlampe einschalten, während der Rest des Displays schwarz bleibt. Das spart ein wenig Strom und geht zum Beispiel bei der Taschenlampe auch schneller, als das Smartphone erst einzuschalten und entsperren zu müssen. Die verschiedenen Panels – wie Samsung die Funktionen nennt – wechselt man übrigens per Fingerwisch durch.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Samsung Galaxy Note Edge als Nachtuhr (Foto: CNET).

Wer das Smartphone als Wecker nutzt, dürfte sich auch über den Nachtmodus freuen. In diesem zeigt das Note Edge bei abgeschaltetem Display durchgehend die Uhrzeit an. In den Einstellungen kann man festlegen, in welchem Zeitraum der Nachtmodus aktiv sein soll. Wacht man nachts auf und will wissen, wie lange man noch schlafen kann, ist es etwas angenehmer als das Display einzuschalten.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Die Auswahl an Panels ist noch begrenzt (Foto: CNET).

Wer möchte kann der Displaykante auch noch ein individuelles Desgin verpassen. Es lassen sich ein eigenes Hintergrundbild samt Effekten sowie ein Text für den Lockscreen und den inaktiven Zustand festlegen.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Design-Optionen (Foto: CNET).

Insgesamt ist das Edge-Display zum Teil recht nützlich. Allerdings wären mehr Funktionen wünschenswert. Die Auswahl ist insgesamt nicht allzu groß, auch wenn Samsung ein SDK herausgegeben hat, sodass Entwickler weitere Anwendungen für das Edge programmieren könnten. Alles in allem sind es nur 20 der Panels. Womöglich gibt es aber künftig mehr Anwendungen. Gerüchten zufolge arbeitet Samsung an einer Version des Galaxy S6 mit gleich zwei abgerundeten Displaykanten. Dies dürfte die Edge-Apps für Entwickler deutlich attraktiver machen.

Und was machen eigentlich Linkshänder? Für sie ist die Auslegung nicht optimal. Zwar hat Samsung auch einen Modus integriert, der das Display um 180 Grad dreht, aber das macht es nicht besser. Wer sich als Linkshänder für das gebogene Display interessiert, der sollte wohl warten, bis Samsung ein Gerät mit einem beidseitigen Edge-Displays herausbringt.

Performance, Kommunikation, Kamera, Sound, Fingerabdruckscanner & Herzfrequenzmesser

Das Galaxy Note Edge kommt mit derselben Ausstattung wie das Note 4. Es wird von der 2,7 GHz schnellen Snapdragon-805-CPU angetrieben, hat 3 GByte RAM, 32 GByte internen Speicher und kann auch dank eines microSD-Kartenslots um bis zu 128 GByte erweitert werden. Bis auf kleine Microruckler läuft alles wie beim Note 4 weitestgehend rund. Das Galaxy Note Edge kommt im AnTuTu-Benchmark (Version 5.6) auch auf einen zum Note 4 fast identischen Wert von 46.363. Das Galaxy Note 4 schaffte 46.259 Punkte. Zum Vergleich: der Vorgänger Note 3 schafft laut der AnTuTu-Datenbank 41.614 Punkte, das Xperia Z3 kommt beispielsweise auf 42.659 Punkte.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Das Samsung Galaxy Note Edge erreicht im AnTuTu-Benchmark 46.363 Punkte und liegt damit mit dem Note 4 gleich auf (Foto: CNET).

An Funktechniken stehen dank Qualcomm‘s Snapdragon-805-Prozessor auch LTE Cat 6, Bluetooth 4.1 (ANT+), NFC und WLAN 802.11ac (6,93 GBit/s), Dual-Band-WiFi (2,4 und 5 GHz), VHT80 MIMO, WiFi Direct, MHL, NFC, USB 2.0 sowie GPS, Glonass und Beidou zur Verfügung. Das SIM-Kartenformat ist ebenfalls microSIM. GPS funktionierte beim Test anstandslos. Auch die Sprach- und Empfangsqualität des Note Edge ist beim Telefonieren hervorragend. Das SIM-Kartenformat ist auch hier microSIM-Karten.

Für Fotos, Videos und Selfies bringt das Note Edge eine 16-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 3,7-Megapixel-Frontcam mit. Das ist auch vom Note 4 bekannt. Auch der Monolautsprecher auf der Rückseite, der Fingerabdruckscanner und der Pulsmesser sind im Vergleich zum Note 4 unverändert. Wer mehr erfahren und Testfotos sehen will, schaut einfach wieder in unseren Artikel zum Note 4.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Trotz schwächerem Akku hält das Note Edge genauso lange durch wie das Note 4 (Foto: CNET).

Akku

Ein Unterschied ist dann wieder beim Akku auszumachen. Das Note Edge hat eine geringere Akkukapazität als das Note 4. Statt 3.220 mAh fasst der Akku des Note Edge nur 3.000 mAh, was insgesamt aber nicht zu einer merklich kürzen Laufzeit führt. Wir haben das Note 4 und Note Edge einem Videotest unterzogen, bei dem ein HD-Youtube-Video mit 720p im Stream über WLAN auf voller Bildschirmhelligkeit läuft, und es hat genauso lange durchgehalten. Wir kamen jeweils auf eine Laufzeit von knapp 5 Stunden. Im Alltag hielt das Note Edge bei uns 1 Tag und 8 Stunden bei einer Screen-on-Time von rund 5 Stunden durch.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

GSam Battery Monitor (Screenshot: CNET).

Eine Schnellladefunktion, die den Akku von 0 auf 100 Prozent in gut einer Stunde lädt, sowie den Ultra-Power-Saving-Mode, falls der Akku knapp wird, gibt es natürlich auch beim Edge. Auch die Rückseite kann abgenommen und der Akku bei Bedarf getauscht werden.

Software & Stylus

Bis auf die zusätzlichen Features für den Edge-Bereich und den dadurch aufgeräumteren Homescreen kommt das Note Edge mit derselben Software wie das Note 4. Ab Werk ist Android 4.4.4 KitKat samt Samsung’s TouchWiz-Oberfläche vorinstalliert. Der Stylus ist ebenfalls identisch. Zu den coolsten Features des Samsung-Phones zählen sich auch hier S Note samt Smart Select, Multi Window, Snap Note, der Meeting Mode oder die systemweite Handschrifterkennung.

Samsung Galaxy Note Edge (Foto: CNET).

Beim Note Edge gibt es natürlich auch einen Stylus (Foto: CNET).

Fazit

Das gebogene Display des Galaxy Note Edge ist nützlicher als man es womöglich anfangs denkt und nicht ausschließlich ein Hingucker, mit dem man Eindruck schinden kann. Praktisch ist die Displaykante als App-Launcher, als Widget-Leiste bei ausgeschaltetem Display und – falls man das Smartphone als Wecker nutzt – auch als Nachtuhr.

Allerdings gibt es insgesamt nur wenige speziell für das Note Edge programmierte Funktionen, die seine Besonderheit ausnutzen. Die Wölbung bringt zudem auch kleine Nachteile mit sich. Der Power-Button ist beim Note Edge oben am Gehäuse und nicht komfortabel an der Seite positioniert. Ein weiterer möglicher Nachteil ergibt sich für Gear-VR-Käufer. Im Gegensatz zum Galaxy Note 4 lässt sich das Note Edge leider nicht mit der Samsung-Brille nutzen. Wer sich diese anschaffen möchte, der muss das Note 4 kaufen.

Und dann wäre da natürlich auch noch der höhere Preis. Mit knapp 780 Euro für die Standard-Version zahlt man vergleichsweise viel Geld für eine neue Technologie, die zwar durchaus praktisch ist, aber eher noch in den Kinderschuhen steckt. Ob es künftig mehr Apps für das Edge geben wird, bleibt noch abzuwarten. Aktuell ist der Preis für die bislang beschränkten Funktionen, die man zum Teil auch nicht ständig verwendet, doch noch etwas hoch. Das Note 4 ist mit knapp 630 Euro jedenfalls gut 170 Euro günstiger als das Edge. Dennoch ist das Samsung Galaxy Note Edge ein hervorragendes und bislang einzigartiges Smartphone, das viel Potenzial hat. Mit dem Note Edge hat Samsung definitiv gezeigt, was aktuell technisch alles möglich ist.

Nachfolgend noch das Testvideo unserer Schwesterseite Gizmodo.de:

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

4 Kommentare zu Samsung Galaxy Note Edge im Test: praktisch, aber teuer

  • Am 14. April 2015 um 09:30 von steffen

    Evtl. sollte man noch erwähnen, daß das UKW Radio, welches Vorgängern Modelle noch besaßen ein Edge geopfert wurde, was ich sehr bedauerlich finde, weil mi Note II oft genutzt. Auch hat der Stift des Nok Edge jetzt eine viel realistischere Habtik, ist nicht mehr so „rutschig“. In Jerbindg. mit den Note-Apps jetzt echt zu gebrauchen. Die Handschrifterkennung ist um einiges besser geworden.

    • Am 28. Mai 2015 um 19:37 von Kurt

      Hast du deinen text hier mit der schrifterkennung vom edge gemacht?wenn ja dann werde ich es mir wahrscheinlich nicht kaufen….

      • Am 17. Juni 2015 um 08:59 von Sammy

        Wahrscheinlich ist seine Handschrift zu kraxelig ^_^

        Ich werde bis zur IFA warten und mich dann entscheiden welches Note ich mir hole.

      • Am 18. Oktober 2015 um 22:28 von Richie

        Schreiben Sie sicherheitshalber alles klein, um hier schon mal mangelnde Grammatik-Kenntnisse zu kaschieren?
        Ihr Kommentar gehörte so sicherlich nicht zum Thema. Gelinde gesagt; unangemessen!

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